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VDZ vor Strukturreform: Berliner Verbandsteil wehrt sich gegen Fusion der Landesverbände

Rudolf Thiemann führt den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)
Rudolf Thiemann führt den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)

Der Verband der Zeitschriftenverleger (VDZ), Lobbyvereinigung der deutschen Magazinbranche, steht vor einer radikalen Strukturreform. Demnach sollen die fünf Landesverbände mit dem Bundesverband verschmolzen werden. Doch der Landesverband Berlin stemmt sich gegen die Umbaupläne. Er betrachtet dies als den falschen Weg.

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Eine Strukturreform für den Verband deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) wird seit Jahren diskutiert. Der Grund: Zu komplex sei die größte Lobbyvereinigung der Magazinverlage aufgebaut – mit den drei Fachbereichen Publikumszeitschriften, Fach- und konfessionelle Presse und den teils unterschiedlich starken Landesverbänden.

Die Delegiertenversammlung des VDZ hatte Mittwoch vergangener Woche getagt und empfohlen, die Struktur des VDZ neu auszurichten. So sollen die fünf Landesverbände mit dem Bundesverband verschmolzen werden. Dies haben vier von fünf Landesverbänden und allen drei Fachverbände empfohlen. Damit könnte der Bundesverband VDZ unter Führung von Rudolf Thiemann schlagkräftiger werden, um sich auch innerhalb der Verlagswelt gegenüber dem Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit dem umtriebigen Springer-Chef Mathias Döpfner als Präsidenten an der Spitze stärker zu positionieren.

Landesverband Berlin-Brandenburg stellt sich quer
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Doch gegen den Vorschlag der VDZ-Delegierten stemmt sich der Landesverband Berlin-Brandenburg. Er verschließt sich gegen den Umbau – möglicherweise, weil die Neuausrichtung auch personelle Konsequenzen für die Landesverbände bedeutet. “Der Verband der Zeitschriftenverleger Berlin-Brandenburg hat gegen die Fusion der Landesverbände mit dem Bundesverband gestimmt, weil er nicht die Stärkung des VDZ darin sieht, die regionale Aufstellung zugunsten einer zentralen Konzentrierung aufzugeben. Vielmehr hätte es der VDZ Berlin Brandenburg begrüßt, die Verantwortlichkeiten noch klarer für Bund und Landesverbänden zu formulieren und den Mitgliedsverlagen ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für den VDZ zum Entscheid vorzulegen“, so der Landesverband Berlin-Brandenburg.

Eine VDZ-Sprecherin des Bundesverbands kontert. “Ziel der Strukturreform des VDZ ist die strategische Bündelung aller Ressourcen in einem Bundesverband der Zeitschriftenverleger, um so die Relevanz und Stärke des Verbandes für die Zukunft zu sichern“, sagt die Sprecherin gegenüber MEEDIA. Mit dem Umbau soll eine einheitliche Beitragsstaffel erreicht werden. Nun sollen in den kommenden Wochen die Landesverbände und Fachverbände, die der Empfehlung gefolgt sind, “den Reformprozess weiter konkretisieren und die Vorschläge den jeweiligen Mitgliedsverlagen vorstellen“, so die Sprecherin weiter.

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