Harald Schmidt über Böhmermann: „Beim ZDF kotzt man doch im Strahl“

Harald Schmidt

Der Meister zieht über seinen einstigen Lehrling vom Leder: Gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ hat sich Late-Night-Legende Harald Schmidt über Jan Böhmermann geäußert – und dem 38-Jährigen die Eignung als Moderator abgesprochen.

Der ehemalige Late-Night-Moderator Harald Schmidt lästert über seinen Kollegen Jan Böhmermann. „Ich wusste schon früh, dass es Böhmermann als Moderator nie schaffen würde. Aber dass er es als Krawallschachtel sehr weit bringen würde, wusste ich auch“, sagte Schmidt der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Online). Der „Neo Magazin Royale“-Moderator hatte bei Schmidt erste TV-Erfahrungen gesammelt, war von 2009 bis 2012 ständiger Gast in dessen Show – zunächst in der ARD, später dann bei Sat.1.

Schmidt vermutet, dass das ZDF nicht immer glücklich mit Böhmermann ist: „Ich glaube, man wäre ihn dort gerne los“, sagte er. „Beim ZDF kotzt man doch im Strahl, wenn man sieht, welchen Ärger er wieder einbringt. Aber irgendein Medienmensch muss denen gesagt haben: Der lässt euch jung aussehen, der sorgt für Klicks und Randale in den Netzwerken, der hat eine große Medienpräsenz.“

Im Video ab Minute 6 zu sehen:

Allerdings müsse man das aus Sicht des Senders auch wirtschaftlich betrachten. Denn das große Geld verdiene beim ZDF wiederum Markus Lanz, wenn er Tag für Tag im Hauptprogramm zu sehen sei – während Böhmermann sich im Off abstrample für Klicks: „Als Marxist muss ich sagen, es zählt nur eines: Man muss die Produktionsmittel in die Hand kriegen. Sonst bleibt man Tagelöhner“, so der 61-Jährige zur Rolle von Böhmermann.

mit dpa