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Neue Organisation für AdAlliance: Bertelsmann Werbebündnis soll Teamstruktur bekommen

G+J Ems-Chef Frank Vogel (l.) und IP-Deutschland-Chef Matthias Dang
G+J Ems-Chef Frank Vogel (l.) und IP-Deutschland-Chef Matthias Dang

Die AdAlliance wird organisatorisch neu ausgerichtet. Künftig soll das Werbebündnis in Teams aufgeteilt werden, die sich inhaltlich in Mediaagenturen, größeren Einzelkunden und Spezialthemen aufsplittern. Bis Ende vergangener Woche konnte angeblich jeder Mitarbeiter für sich entscheiden, ob er dem neuen Zuschnitt des Werbebündnisses folgt. Denn für die Arbeitnehmer steigen die Anforderungen, da sie in der neuen Ausrichtung alle Kanäle - von TV bis Print - bedienen müssen.

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Seit Wochen arbeiten IP-Deutschland-Chef Matthias Dang und G+J ems-Chef Frank Vogel an einer neuen Organisationsstruktur für das Werbebündnis AdAlliance. Jetzt haben sie intern die Neuausrichtung festgezurrt, die die Vermarkterchefs den Agenturen bis zur Dmexco in Köln im September vorstellen wollen – pünktlich zum Startschuss der Vermarktungsgespräche für das nächste Jahr. Danach soll die Werbeallianz an den jeweiligen Standorten in Teams aufgeteilt werden, die sich inhaltlich in drei Bereiche aufsplitten: Mediaagenturen, größere Einzelkunden und Spezialthemen.

Mit dieser neuen Organisationsform reagieren Dang und Vogel auf den wachsenden Druck der Mediaagenturen, die sich zunehmend eine Vermarktung der verschiedenen Kanäle – von TV bis Print – aus einer Hand wünschen. Denn dies spart den Agenturen Zeit, um Werbedeals abzuschließen. Doch die neue Teamstruktur stellt die Mitarbeiter der jeweiligen Vermarkter vor große Herausforderungen. Sie müssen in den Teams künftig alle Kanäle bedienen – von TV, Print bis digital, womit sich manche Arbeitnehmer schwertun, da einige von ihnen beispielsweise vor allem Print- und die dazugehörenden Digitalprodukte vermarktet haben, aber nicht TV.

Bis Ende vergangener Woche konnte jeder Mitarbeiter für sich entscheiden, ob er in der neuen Teamstruktur mit einem erweiterten Aufgabenfeld arbeiten will. Viele sind dazu offenbar bereit, heißt es aus Unternehmenskreisen der AdAlliance. Unterschiedlich ist die Führungsverantwortung für die einzelnen Teams. So können jeweils Führungskräfte von IP Deutschland oder G+J ems für die jeweiligen Teams fachlich oder disziplinarisch zuständig sein. Das hänge von den jeweiligen Team ab, heißt es. Arbeitsrechtlich sollen die Mitarbeiter unverändert bei ihren bisherigen Vermarktungsorganisationen angestellt bleiben und nicht zur Kölner AdAlliance GmbH wechseln, die als gesellschaftsrechtliche Klammer für das Werbebündnis dient, heißt es in Unternehmenskreisen.

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Fraglich ist allerdings, ob sich in diese neue Teamstruktur die Mitarbeiter des Spiegel-Vermarkters Spiegel Media einreihen. Sie befürchten hierdurch, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Darauf pochte zuletzt Spiegel-Vermarktungschef Andre Pätzold. „Die Verantwortung für unsere Vermarktung geben wir nicht aus der Hand, sie bleibt beim Spiegel“, erklärte er vor wenigen Monaten. Eine Sprecherin der AdAlliance betont gegenüber Meedia, dass „der Ad Alliance-Verkauf näher aneinander rückt“ und fügt hinzu: „Die neue Struktur soll zum Start der Vermarktungsgespräche für 2020 stehen.“

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann hatte vor zwei Jahren die Vermarktung seiner Fernsehtochter RTL Group und der Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr enger zusammengeführt. Die AdAlliance vermarktet ein reichhaltiges Medienportfolio – vom Fernsehsender RTL, Vox und n-tv, die Zeitschriften stern, Brigitte und Gala sowie die digitalen Angebote. Damit wollen IP-Deutschland-Chef Dang und G+J Ems-Chef Vogel die Nachfrage von Werbetreibenden nach gattungsübergreifenden Vermarktungsangeboten stillen.

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