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Volkswagen wird zum Publisher: die radikale Marketing-Neuausrichtung einer Automarke

Volkswagen-Werke in Wolfsburg
Volkswagen-Werke in Wolfsburg

Im Spätsommer will Volkswagen ein neues Marken-Design vorstellen, das auch mit einer neuen komplett neuen Marketing-Strategie einhergeht. Im "Handelsblatt" verriet VW-Marketingchef Jochen Sengpiehl, dass künftig mehr Budget für Digitales aufgewendet wird. Und: Volkswagen wird zum Publisher.

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Mit ein Grund für die neuen Marketing-Anstrengungen dürfte der verordnete Wandel des Auto-Konzern hin zum Elektro-Mobilitätsdienstleister sein. Laut Sengpiehl im “Handelsblatt” geht es um nichts weniger als “die größte Neuausrichtung der Marke Volkswagen” aller Zeiten. Dazu gehören ein neues Brand-Design, ein neues Logo sowie der gesamte Markenauftritt. Es wird auch eine neue, globale Webseite samt E-Commerce geben. Will heißen: Kunden sollen künftig Fahrzeuge direkt bei Volkswagen online ordern können. Der Handel bleibe trotzdem stets involviert, verspricht Sengpiehl. Begeisterungsstürme dürften solche Pläne unter den VW-Händlern freilich trotzdem nicht auslösen.

Mit “ID.Hub”, einem Online-Magazin für Elektromobilität, will VW nun auch unter die Publisher gehen. Der Autokonzern sieht sich künftig durchaus auch als Content-Produzent. Sengpiehl: “Um die Kanäle rund um die Uhr mit Content zu bedienen, brauchen wir zwischen 500 und 600 kreative Inhalte pro Kampagne – TV-Spots, Motive, Texte, Gifs.” Hinzu kommt Anfang 2020 das Event “Brand Experience” in der Autostadt in Wolfsburg für über 17.000 CEOs, Verkaufsleiter und Verkäufer. “Das ist wie eine South by Southwest für Volkswagen”, so der Marketingchef.

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Vergrößert werden soll das Marketing-Budget nicht (VW investiert weltweit 1,5 Mrd. Euro in Media), aber umgeschichtet. Bislang würden digitale Marketing-Maßnahmen rund 25 Prozent des Gesamtbudgets ausmachen. Hier würden nun 50 Prozent angestrebt. Sengpiehl: “Alles, was wir in den digitalen Kanälen aussteuern, ist personalisierter und effizienter.”

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