Partner von:
Anzeige

Magazin-Flatrate Readly sichert sich 15 Mio. Euro Investitionen – und gibt sich Apple gegenüber selbstbewusst

Die Readly-App
Die Readly-App © Readly

Readly, die digitale Flatrate für Magazine, hat sich in einer Investorenrunde über 15 Millionen Euro sichern können. Das Geld kommt gerade recht: Mit Apple News+ gibt es seit März einen neuen Player im Markt der Zeitschriften-Abo-Dienste, der Readly unter Druck setzt. Das schwedische Startup gibt sich selbstbewusst.

Anzeige

An der Finanzierungsrunde waren neue und bestehende Investoren beteiligt. Angeführt wird sie von der staatlichen Pensionskasse AP3, sowie den Investoren von Zouk Capital und der Swedbank Robur. Mit den Mitteln will Readly insbesondere seine internationale Expansion vorantreiben. Bislang ist der Zeitschriftenkiosk in acht europäischen Ländern sowie den USA vertreten. Mehr als zwei Drittel seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen außerhalb des Gründungslandes Schweden.

Maria Hedengren, seit April CEO von Readly, sagt: “Wir erwarten, dass sich Streaming in der Zeitschriftenverlagsbranche ähnlich stark durchsetzen wird wie in Musik und Film. Es freut uns, dass uns die bestehenden Investoren vertrauen und wir für den nächsten Schritt unserer Wachstumsstrategie zusätzlich auf die Unterstützung eines so erfahrenen Investors wie AP3 bauen können“.

Apple setzt Readly unter Druck

Das Geld für Wachstum kommt auch deshalb gerade recht, weil Apple mit News+ ein ähnliches Format in den USA gestartet hat. Apple verspricht den Zugang zu über 300 Magazinen für knapp 10 Dollar im Monat. Darunter sind auch namhafte Titel wie die “Time” oder “The Wall Street Journal”.

Readly bietet weltweit zum gleichen Preis knapp 4.000 Zeitschriften an. In den USA beschränkt sich das Angebot jedoch auf einen vergleichbaren Rahmen von 395 Magazinen. Nimmt man Großbritannien dazu kommt Readly auf knapp 1.700. Die großen Zeitungen sind bei Readly nicht verfügbar, dafür aber Magazine wie “SFX” (Fantasy), die Musikzeitschrift “Q” und die Filmzeitschrift “Empire” (beide von Bauer Media), die es bei Apple nicht gibt. In Deutschland ist rund jedes zweite Magazin dabei, insgesamt knapp 1.000 Hefte. Seit neustem können Readly-Nutzer in Deutschland auch die Springer-Zeitungen “Bild” und “Welt” lesen.

Anzeige

“Wir sind der wesentliche Player”

Philipp Graf Montgelas, CXO und DACH-Chef von Readly, gibt sich daher gegenüber MEEDIA selbstbewusst zur neuen Konkurrenz. “Apples Investition hat schlagartig neue Dynamik, mehr Aufmerksamkeit und Wettbewerb in den Markt der digitalen Zeitschriften-Abo-Dienste gebracht. In Europa muss sich Apple mit uns auseinandersetzen, denn wir sind der wesentliche Player der Zukunft.”

Montgelas betont zudem, dass Readly etwa 70 Prozent der Einnahmen an die Verlage ausschüttet. Apple kassiert hingegen dem Vernehmen nach rund die Hälfte des Preises ein. “Die Verlage sollen verschiedene Plattformen ausprobieren. Was wir sagen können, ist, dass das Geschäftsmodell von Readly ein faires ist”, sagt Montgelas weiter.

2019 schaffte es Readly in die Top 200 des Financial Times Rankings der am schnellsten wachsenden europäischen Unternehmen. In Europa ist der Dienst aber nicht mehr lange verschont von großer Konkurrenz. Apple wird News+ im Herbst dieses Jahres in Großbritannien starten.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia