Filter-Fail: Regierungs-Livestream macht aus Politikern süße Kätzchen

Social Networks eignen sich für Regierungsbehörden perfekt, um wichtige Ankündigungen in Echtzeit mit dem Volk zu teilen – vorausgesetzt, man beherrscht deren Bedienung. Wie herrlich schief das gehen kann, zeigt ein Vorfall aus Pakistan.

So übertrug die pakistanische Regierung eine Pressekonferenz des Informationsministers Shaukat Yousafzai live auf Facebook, schaltete aber währenddessen „versehentlich“ einen Katzenfilter ein. Solche Augmented-Reality-Filter erkennen Gesichter und statten sie mit zusätzlichen Merkmalen aus, etwa Lippenstift oder einen Bart. Und so waren die Spitzenpolitiker prompt mit süßen Katzenöhrchen und Schnurrhaaren live auf Sendung.

Ein Zuschauer wies im Livestream auf den Fauxpas hin und schrieb: „Entfernen Sie den Filter, der Mann wurde in eine Katze verwandelt“. Doch auch wenn die Social-Media-Verantwortlichen zügig reagierten: Es war zu spät, das Internet vergisst nichts. Aufmerksame Twitter-Nutzer hatten bereits Screenshots von dem unfreiwilligen Katzenvideo erstellt und geteilt.

Schnell gingen die Schnappschüsse viral. Viele machten sich über Imran Khans Partei PTI lustig. Einige fanden es  „süß“, andere fragten scherzhaft: „Wer ließ die Katze raus?“

Die Partei gab später auf Twitter bekannt, dass es sich um „menschliches Versagen“ gehandelt hätte. In einer Erklärung sagte die PTI: „Es wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.“