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Keine Rüge für Vatertagsspot: Werberat spricht Edeka frei

Edekas neuer Werbespot zum Vatertag
Edekas neuer Werbespot zum Vatertag © Edeka

Der Deutsche Werberat hat am jüngst veröffentlichten Vatertagsspot von Edeka nichts zu beanstanden. Dabei hatte auch der zweite Clip des Einzelhändlers mit Geschlechterklischees gespielt.

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Zwar seien auch für den neuen Spot etliche Beschwerden beim Werberat eingegangen, berichtet Horizont. Allerdings bei weitem nicht so viele wie beim vorangegangenen Muttertags-Clip. Dieser endete mit dem Satz “Danke Mama, dass du nicht Papa bist”.

Zuvor wurden Väter im unglücklichen Umgang mit ihren Kindern gezeigt. Einer wirft seiner Tochter einen Basketball ins Gesicht, ein anderer ist offenbar völlig überfordert, sein Kind zu füttern. In den sozialen Netzwerken wurde das Unternehmen dafür scharf kritisiert, manche forderten gar einen Boykott.

Und auch die Politik mischte sich ein: Die bayerische Familienministerin Kerstin Schreyer (CSU) sprach von einem “Anti-Väter-Spot”. Sie betonte, dass es Unsinn sei, Mütter und Väter gegeneinander auszuspielen, wie das im Werbespot passiere. “Eltern zu sein, ist kein Wettbewerb um die Zuneigung der Kinder. Väter sind nicht die schlechteren Elternteile.”

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Über 700 Beschwerden gegen Edeka-Spot

Gegen den den ersten Spot waren beim Deutschen Werberat 750 Beschwerden eingegangen und hatten zu einer öffentlichen Rüge geführt, weil die Werbung sowohl Männer als auch Frauen diskriminiere. Daran ändere auch die bewusst gewählte ironische Überzeichnung des Spots nichts.

Für den neuen Spot seien deutlich weniger Beschwerden eingegangen. Geprüft wurde der Clip dennoch. Der Vorgang habe ergeben, “dass die Wertschätzung eines Elternteils in dem zweiten Spot nicht auf Kosten der Wertschätzung des Partners geschieht”, so Julia Busse, Geschäftsführerin des Gremiums. Mütter würden, anders als die Väter im Muttertags-Spot, “nicht als komplette Versagerinnen hingestellt.” Insofern hätte man sich entschieden, das Verfahren ohne Beanstandungen abzuschließen.

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