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Cover-Check: solide Ergebnisse für Energiewende-“Spiegel” und Herz-“stern”, “Focus” schwach mit Essen

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Wirklich zufriedenstellend lief die Kiosk-Woche 19/2019 für die drei Wochenmagazine "Spiegel", "stern" und "Focus" nicht - aber immerhin ging es für alle drei im Vergleich zur Vorwoche nach oben. "Spiegel" und "stern" landeten zudem über ihren aktuellen 3-Monats-Verkaufszahlen, der "Focus" hingegen blieb erneut klar darunter.

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166.524 Abnehmer fand “Der Spiegel” mit seiner Ausgabe 19/2019 laut IVW im Einzelhandel. Damit ging es im Vergleich zur Vorwoche um fast 5.000 Exemplare nach oben. Zudem wurde der 3-Monats-Durchschnitt von derzeit 164.200 Einzelverkäufen getoppt. An den 12-Monats-Durchschnitt von 175.900 kam Heft 19/2019 aber nicht heran. Die Ausgabe mit dem Titel “Murks in Germany – Energiewende: Wie eine große Idee am deutschen Kleingeist scheitert” hat also ein für 2019er-Verhältnisse solides Ergebnis gebracht. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, wechselte die Nummer 702.994 mal den Besitzer, davon 95.195 mal als ePaper bzw. an Spiegel-Plus-Kunden.

Auch der “stern” sprang über sein aktuelles 3-Monats-Normalniveau. Gelungen ist das mit der Titelstory “Hör auf mein Herz! Besser und gesünder leben: Wie wir unser wichtigstes Organ schützen und stärken”. 119.616 mal wurde das Heft im Einzelhandel verkauft, etwas öfter als im 3-Monats-Durchschnitt von derzeit 119.200. Wie “Der Spiegel” verpasste aber auch der “stern” seinen 12-Monats-Durchschnitt von 133.200 Einzelverkäufen. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 467.017 Exemplaren, inklusive 24.375 ePaper.

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Schwach lief es erneut für den “Focus”: Mit 47.251 Einzelverkäufen landete das Burda-Magazin zwar ebenfalls über der Vorwoche (41.443), allerdings zum dritten Mal in Folge unter der 50.000er-Marke und klar unter den Vergleichswerten der jüngsten drei Monate (59.100) und der jüngsten 12 Monate (58.700). Auch das Titelthema “Die neue Lust am Essen – So schmeckt Deutschland: 33 Restaurants, die Sie besuchen sollten” war für den “Focus” also kein Bestseller-Thema. Insgesamt verkaufte sich die Ausgabe 19/2019 genau 365.058 mal, darunter 50.530 mal als ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Ein aktuelles Beispiel für Spiegel-Journalismus nach der Causa Relotius, taufrisch aus dem Spon-Angebot:

    „Hunderte Asylsuchende stellten Folgeantrag – trotz Ausreisegeld“ (Überschrift)

    „Mehr als 100.000 abgelehnte Asylsuchende haben seit 2014 Geld dafür bekommen, dass sie Deutschland wieder verlassen. Etwa zwei Prozent von ihnen reisten später erneut ein.“ (Vorspann)

    Laut Spon, basierend auf Auskünften der Regierung, waren es offiziell 2.506 Personen, und zwar allein in den Jahren 2017 und 2018. Von „Hunderten“ zu schreiben, suggeriert eine Menge im dreistelligen Bereich – dabei müssten die zwischen 2014 und 2017 zum zweiten Mal eingereisten Asylbewerber zu jenen 2.506 noch hinzugezählt werden.

    Aber so genau will es Spon gar nicht wissen. Das würde ja in Arbeit ausarten.

    „Am häufigsten“, heisst es, „nahmen Albaner (1345) und Serben (1088) die Förderung in Anspruch. Auch zahlreiche Menschen aus Georgien, Russland, Nordmazedonien und dem Irak entschieden sich für die Rückkehrhilfe.“

    Nach Adam Riese: 2.433 Rückkehrer waren Albaner und Serben – und die „zahlreichen“ anderen Menschen summieren sich auf läppische 73. Das glauben für ihre Skepsis und Kompetenz berühmte Redakteure? Oder deren twitteraktive Volontärinnen?

    Wie viel Steuergeld pro Rückkehrer floss? Kein Ressort-, keine Text- und sonstigen Chefs, die dazu eine Recherche einfordern. Keine Dok, die die Überschrift beanstandet.

    Ein ganz alltägliches Beispiel für ganz alltägliche Qualitätsmängel in einem Laden voller zweitklassiger, schlecht ausgebildeter und geführter, (denk)fauler, aber meinungsstarker Journalisten.

    1. ist genauso, wie wenn im Abendtalk eine Baerbock ohne einen einzigen Einwurf zum besten geben darf, dass jeder deutsche 9 Gigatonnen(!!LOL) CO2 pro Jahr emittiert…(Lindner haben wenigstens kurz die Lider gezuckt, also hat er schon mitbekommen, was da gesagt wurde, konnte aber wohl nix wegen dem potentiellen Shitstorm sagen)
      oder wenn ein Özdemir von der Stromeinheit Gigabyte redet….das glaubt nur ein mathematisch und fachlich komplett verblödetes Publikum.

      1. Was Politiker in Talkshows labern, ist etwas anderes. Da geht es um Rhetorik, um den telegenen Eindruck, um Sympathiewerte. Reine Oberfläche.

        Spiegel und Spon hingegen sind eigentlich Kontrollinstanzen (Vierte Gewalt). Es ist ihre Aufgabe und ihr Selbstverständnis, korrekt, umfassend und mit Tiefenschärfe zu berichten, ohne parteiische Beschönigung (wie in der zitierten Überschrift), und jede Meldung wie zum Beispiel diese, willkürlich herausgepickte, auszurecherchieren.

        Die Relotius-Pleite hat aber zu keinen umfassenden Konsequenzen geführt. Wie ich an einem ganz gewöhnlichen Beispiel zu zeigen versucht habe, wird bei Spiegels weiterhin schlampig und unprofessionell gearbeitet. Von einem sich immer Nachrichtenmagazin mit dieser Tradition und seinem Online-Ableger muss einfach mehr Substanz kommen.

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