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Nach Rezo-Debakel: CDU denkt über eigene Influencer nach

CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer
CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer © CDU / Twitter

Das Kommunikationsdebakel nach dem millionenfach geklickten Rezo-Video scheint die CDU offenbar zum Umdenken zu bewegen. Medienberichten zufolge erwägt die Union den Aufbau eigener Influencer, die weniger "grün und links" vorgeprägt seien. CSU-Chef Söder denkt derweil laut über Live-Streaming nach.

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Nicht das Video des YouTubers Rezo offenbarte, wie blank die CDU in Sachen YouTube bzw. Social Media ist, sondern vielmehr der Umgang damit. Da wurde erst eine Antwort angekündigt, anschließend aber zurückgezogen, während dessen Protagonist Philipp Amthor in den Medien zum Besten gab, dass er seine Replik eigentlich gelungen fand.

Als wäre das nicht schon peinlich genug, sinnierte die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bei Parteitag darüber, ob es vielleicht andere Regeln für politische Kommunikation im Web geben müssen, um Wahlbeeinflussung zu verhindern. Kritiker witterten Zensur-Fantasien.

CDU-Think-Tank: Influencer, die weniger vorgeprägt denken”

Einem Bericht der “Bild am Sonntag” zufolge will “CNetz” eigene Influencer auf Youtube aufbauen. Der Think-Tank wurde 2012 von Jung-Mitgliedern der Union als Lobbytruppe gegründet. Ihm gehören mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete und Landespolitiker sowie einfache CDU-Mitglieder an.

Laut “CNetz” gebe es in der Medienszene eine “zumindest wahrgenommene Vorliebe für grüne und linke Sichtweisen”, ist dem Schreiben zu entnehmen. Deswegen müsse die CDU “eigene Influencer aufbauen, die weniger vorgeprägt denken”, heißt es weiter. Das dürften aber keine “typischen Politiker” sein.

Externe Berater eingeladen

Sogar zur Machart künftiger Videos gibt “CNetz” Tipps: “Bei #Rezo kann man die Machart lernen: Schnelle, prägnante Argumente, Schnitte, Quotes, Charts, Musik, Webkommunikation.” Ein fünfminütiges Video hingegen, in dem eine Person am Stück rede, sei von gestern, so der Verein. Das Papier erreichte Kramp-Karrenbauer kurz vor der Klausurtagung der CDU am Sonntag und Montag.

Darüber hinaus waren auch die Social-Media-Experten von Storymachine zur Klausurtagung geladen. Wie Welt-Reporter Robin Alexander berichtet, hat CEO Philipp Jessen vor der CDU-Spitze einen Vortrag über politische Kommunikation in Social Networks gehalten.

Söder: “Sitzung in Echtzeit streamen”

Auch Markus Söder gibt sich plötzlich “netz-offen”. Laut “Welt am Sonntag” habe der CSU-Vorsitzende gesagt: „Ich kann mir vorstellen, dass wir auch mal eine Parteivorstandssitzung in Echtzeit streamen und die Menschen auffordern, mitzukommentieren.“

Zudem müsse die CSU der digitalen Welt mit mehr Respekt begegnen: “Sie ist unsere reale Welt.” Niemand gehe ins Internet, die Menschen seien “immer drin”. Für Söder ist Social Media demnach die “fünfte Gewalt” im Staat – und die schnellste Form der Kommunikation.

dis

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Alle Kommentare

  1. Da muss man schon als Schizophren attestiert sein, um sich in Merkels CDU mit dieser Zielsetzung zurechtzufinden.
    Aber ein People of Color mit Migrationshintergrund, islamischen Glaubens und fanatisches Mitglied der LQBT-Sekte reicht sicher auch, um zur vollsten Zufriedenheit zu “influenzen”

  2. Weniger Grün und Links?
    Das wird die Größte Führerin aller Zeiten als Defätismus streng bestrafen.

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