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Zehn Millionen Dollar Verlust im Jahr: CNN plant massive Kürzungen im Londoner Büro

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Der zu Time Warner gehörende Medienkonzern CNN plant offenbar Kürzungen im Londoner Büro. Dies hat die englische Zeitung Guardian berichtet. Grund dafür seien jährliche Verluste in Höhe von zehn Millionen US-Dollar. Neben inhaltlichen Veränderungen, sollen auch 13 Mitarbeiter von den Umstrukturierungen betroffen sein.

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Der US-Medienkonzern CNN plant umfangreiche Kürzungen in der in London ansässigen Redaktion. Jeff Zucker, CNN-Boss, kündigte dies bei einer Mitarbeiterversammlung am Dienstag an. Grund für die Einsparungen, die ebenfalls zu Stellenabbau führen könnten, sollen finanzielle Verluste in Höhe von zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet 8 Millionen Pfund) sein. Dies berichtete der Guardian am Dienstagabend.

Demnach werden Zuschauer von CNN International künftiger weniger Material sehen, das in London produziert wird. Schätzungen zufolge könnte es sich um 90 Minuten bis vier Stunden täglich handeln. Die Lücken sollen dann mit Material aus dem US-Netzwerk, zusätzlichen Wiederholungen aus dem Programm von CNN-Anchor Christiane Amanpour und weiteren Inhalten aus dem Büro in Abu Dhabi gefüllt werden. In London produzierte Formate wie “CNN Talk” werden nach Aussage von Mitarbeitern komplett gestrichen.

13 Stellen sind von den Einsparungen betroffen

Die Umstrukturierungen betreffen insgesamt 13 Mitarbeiter, wie CNN bestätigte. Zahlreiche Stellen sollen demnach von London nach Atlanta, New York und Abu Dhabi verlegt werden. Die britischen Mitarbeiter erwarten aber nicht, dass sie ihre Jobs dort weiterführen können. Grund dafür seien Probleme mit den Visa. Zucker betonte, dass er die Digital- und Nachrichtenbereiche schützen wolle und dass die Kürzungen besonders die Teams betreffen werden, die Sendungen für das TV-Programm produzieren.

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Ein Sprecher von CNN teilte mit: “In den kommenden Monaten wird CNN International wichtige Teile seiner Produktion zentral in Atlanta konsolidieren, ähnlich wie es derzeit mit großen Teilen unserer Programme für CNN US passiert.” Dies bedeute, dass einige Arbeitsplätze nach Atlanta verlagert werden, die Gesamtbelegschaft bleibe aber unverändert.

Seit Sommer 2018 gehört Time Warner, wozu Warner Bros, CNN und HBO gehören, zum Telekommunikationskonzern AT&T, der dafür 85 Milliarden US-Dollar gezahlt hat (MEEDIA berichtete).

tb

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