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Wachstum dank der RTL Group: Bertelsmann steigert Umsatz im ersten Quartal

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe © Picture Alliance

Die Bertelsmann-Gruppe startet mit einem Umsatzplus ins neue Jahr. Der Umsatz erhöhte sich auf 4,21 Milliarden Euro, den höchsten Wert seit 2008. Dies gab das Gütersloher Unternehmen am Donnerstag bekannt. Einen wichtigen Anteil daran hat die RTL Group.

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Bertelsmann hat seine Zahlen für das 1. Quartal 2019 veröffentlicht und den Umsatz auf 4,21 Milliarden Euro gesteigert, den höchsten Wert seit 2008. Dies entspricht einem Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (3,99 Milliarden Euro). Das organische Wachstum lag bei 3,5 Prozent. Die Hauptfaktoren für die derzeitige Entwicklung sehen die Verantwortlichen in den Digitalgeschäften, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Wachstumsgeschäfte von Bertelsmann verzeichneten einen organischen Umsatzanstieg von 12,8 Prozent, ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug damit 34 Prozent.

“Bertelsmann blickt auf eines der besten ersten Quartale der vergangenen Jahre zurück”, kommentiert Thomas Rabe die aktuellen Zahlen. Der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann erläutert: “Der strategische Ausbau unserer Wachstumsgeschäfte macht sich mehr und mehr bemerkbar.” Ein Schwerpunkt habe auf dem Aufbau von Kooperationen gelegen, dazu zählt unter anderem die Content Alliance in Deutschland.

RTL Group ein wichtiger Treiber des Wachstums

Ein wichtiger Baustein aus Sicht der Bertelsmann-Gruppe ist die Mediengruppe RTL: Hier profitiert man unter anderem von der Tochter Fremantle mit Produktionen wie etwa der zweiten Staffel von “American Gods”. Der Umsatz der RTL Group stieg im ersten Quartal um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,5 Milliarden Euro. Im klassischen TV-Werbegeschäft musste die Bertelsmann-Tochter hingegen einen Rückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken im Kerngeschäft um zwei Prozent auf 1,08 Milliarden Euro.

Die Digitalerlöse gingen um 15,8 Prozent auf 220 Millionen Euro nach oben (1. Quartal 2018: 190 Mio. Euro). Zudem entwickelten sich die Streaming-Plattformen TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden positiv. Insgesamt stieg die Zahl der Abonnenten um 59 Prozent auf 1,15 Millionen im Vergleich zu Ende März 2018.

Rabe, der nach den personellen Veränderungen nun amtierende Unternehmenschef, bestätigte den Ausblick für das laufende Jahr: Demnach sollen die Erlöse der Sendergruppe 2019 moderat um 2,5 bis 5 Prozent steigen. Für das operative Ergebnis (Ebita) erwartet der Konzern einen Rückgang von 2,5 bis 5,0 Prozent. Dafür seien Investitionen in Programminhalte und Videoplattformen verantwortlich.

So kaufte die RTL-Gruppe den britischen Videotechnologie-Anbieter Yospace und kündigte außerdem den Erwerb der Fernsehgeschäfte der französischen Lagardere Group an. Dies sei ein Schritt zur Stärkung der Position in Frankreich. Andererseits verkaufte man die Münchner Filmverleihfirma Universum Film an den Investor KKR.

Zielsetzung: “Konzernergebnis soll Milliardenmarke übersteigen”

Bernd Hirsch, Finanzvorstand von Bertelsmann, nannte die kommenden Ziele: “Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem höheren Umsatz sowie einer weiterhin hohen operativen Profitabilität. Unser Konzernergebnis soll erneut die Milliardenmarke übersteigen.”

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Im vergangenen Jahr hatte der Gütersloher Konzern einen Umsatz von 17,673 Milliarden Euro verzeichnet. Dem Ziel der Umsatzmarke von 20 Milliarden Euro kam Thomas Rabe damit einen Schritt näher. Das Konzernergebnis sank hingegen im vorigen Geschäftsjahr leicht auf 1,104 Milliarden Euro (Meedia berichtete).

Zum Bertelsmann-Konzern zählen neben der Sendergruppe RTL Group unter anderem die Töchter Penguin Random House (Buchverlag), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musikrechte) sowie Arvato (Dienstleistungen). Eigentümer sind Stiftungen, darunter die Bertelsmann-Stiftung.

tb

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