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“Mark Zuckerberg kann Facebook nicht reparieren”: Co-Gründer fordert Politik zur Zerschlagung des Konzerns auf

Facebook-CEO Mark Zuckerberg unter Druck: Jetzt fordert ein ehemaliger Mitstreiter drastische Maßnahmen gegen den Machtzuwachs des Konzerns
Facebook-CEO Mark Zuckerberg unter Druck: Jetzt fordert ein ehemaliger Mitstreiter drastische Maßnahmen gegen den Machtzuwachs des Konzerns

Facebook ist viel zu mächtig geworden und muss von der Politik gestoppt und zerschlagen werden – diese Forderung ist angesichts der weltweiten Diskussion um Missstände in dem Social Network nichts Überraschendes oder Neues. Aber diesmal ist derjenige, der die Zerschlagung fordert, nicht irgendwer, sondern ausgerechnet Mitgründer Chris Hughes. In einem Beitrag für die New York Times rechnet der Ex-Geschäftspartner mit Mark Zuckerberg ab.

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“Mark Zuckerberg kann Facebook nicht reparieren, aber unsere Regierung schon”, so Hughes, der zu dem kleinen Kreis von fünf Gründern gehörte und von 2004 bis 2007 bei Facebook arbeitete. Seit seinem letzten Treffen mit dem Facebook-Chef 2017 habe dessen eigenes Image sowie das des Netzwerks massiv gelitten, so Hughes. Obwohl er selbst seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr im Konzern arbeite, empfinde er Sorge und auch Ärger wegen der Zustände, in die Zuckerberg das Unternehmen manövriert habe.

Das größte Problem sieht Hughes in seinem Beitrag für die New York Times darin, dass Zuckerberg neben Facebook mit fast zwei Milliarden Nutzern auch noch über die ebenfalls extrem reichweitenstarken Plattformen Instagram und WhatsApp herrscht – und allein bei Facebook über rund 60 Prozent der Anteile verfügt. Er allein gebe vor, welche Algorithmus-Änderungen programmiert würden, welche Art News die Nutzer zu sehen bekommen oder nach welchen Regeln Hatespeech oder Fake News ausgefiltert werden.

Zwar sei Zuckerberg im Kern ein “ganz normaler, guter und freundlicher Mensch”, aber sein “Fokus auf das Wachstum” habe ihn verändert, glaubt der Co-Gründer. Und zudem umgebe sich er mit Beratern, die zu allem Ja sagten, statt den Chef auch mal herauszufordern oder ihm zu widersprechen. Und Zuckerberg selbst habe kein wirkliches Interesse, die Dinge zu ändern, so lange das explosive Wachstum anhalte. Auch Milliarden-Strafen wären wenig geeignet, ihn zu beeindrucken, glaubt Hughes.

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Deshalb gebe es nur eine Lösung: Die Regierung müsse den Praktiken des Networks durch harte Regulierungsmaßnahmen Einhalt gebieten. Hughes: “Es ist an der Zeit, Facebook zu zerschlagen.”

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