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IVW-News-Top-50: Bild verliert 12% der März-Visits, auch DuMont und Zeit Online deutlich im Minus

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© Screenshots: bild.de/Express.de/Zeit.de/ Montage: MEEDIA

Wegen der Oster-Feiertage und des um einen Tag kürzeren Monats hat die deutsche Online-Nachrichten-Branche im April fast 8% ihrer Inlands-Visits eingebüßt. In der Top Ten büßten drei Marken deutlich mehr ein: Bild, das DuMont Newsnet und Zeit Online liegen bei einem Minus von mehr als 10%. Gewinner gibt es in der Top Ten keine, auf Rang 16 gewann das RND hinzu - allerdings wegen eines Sondereffekts.

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Auf 385,6 Mio. Visits aus Deutschland kam Bild im April mit seiner Website und den Apps. Das sind satte 52,6 Mio. weniger als im März – ein Minus von 12,0%. Da die Gesamt-Branche 7,7% unter dem März liegt, hat Bild auch beim Marktanteil deutlich verloren: Von 19,47% auf 18,57% fiel er nach MEEDIA-Berechnungen aus allen News-Angeboten, die 18,57% sind der kleinste Bild-Marktanteil seit November.

Marktanteile hinzu gewonnen haben dahinter hingegen Spiegel Online, Focus Online und n-tv.de. Sie verloren weniger Visits als die Branche, daher das Plus beim Marktanteil. Zu den überdurchschnittlichen Verlierern des Monats zählen in der Top Ten hingegen noch das DuMont Newsnet (Express & Co.), sowie Zeit Online – mit Verlusten von 14,9% und 10,5%. Dahinter verloren u.a. auch die Boulevardmarken tz, Tag24 und BZ Berlin mehr als 10%.

Die größten prozentualen Verluste verzeichnen diesmal die Berliner Morgenpost und News.de. Für die Morgenpost ging es im Vergleich zum März um 27,1% herab, für News.de sogar um 45,9%. Die 5,3 Mio. Inlands-Visits sind für das Angebot der schwächste Monats-Wert seit fast einem Jahr.

Gegen den Trend Visits hinzu gewonnen haben immerhin sieben Angebote. Auf den ersten Blick sehr überraschend sieht dabei das 21,6%-Plus des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) aus, das damit auf 40,7 Mio. Inlands-Visits und Platz 16 springt. Auf den zweiten Blick wird aber deutlich, dass es nur dadurch zustande gekommen ist, weil Madsack nun auch seine Marke Sportbuzzer im Rahmen der RND-Zahlen ausweist. Wären RND und Sportbuzzer auch im März schon gemeinsam gemessen worden, hätte das Duo im April wie der Großteil der anderen Marken verloren.

Weitere Gewinner sind der Rheinmain Extratipp, watson.de, der Business Insider Deutschland, die Braunschweiger Zeitung, die Südwest Presse und die Kreiszeitung.

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IVW April 2019: Top 50 Nachrichtenangebote

    Visits gesamt April 2019 Visits (Inland) April 2019 Visits (Inland) vs. März Marktanteile (Inland) April 2019 Marktanteile (Inland) vs. März
1 Bild.de 427.691.776 385.605.080 -12,0 18,57 -0,90
2 Spiegel Online 251.339.088 216.432.411 -7,7 10,42 0,01
3 Focus Online 184.522.143 168.199.280 -5,2 8,10 0,22
4 n-tv.de 142.683.268 129.722.684 -6,6 6,25 0,08
5 Welt 120.681.764 106.515.808 -8,4 5,13 -0,04
6 upday 190.994.183 95.761.833 -8,0 4,61 -0,01
7 Funke Medien NRW 72.311.095 68.138.919 -3,2 3,28 0,15
8 Merkur.de 67.354.570 62.490.970 -6,2 3,01 0,05
9 DuMont Newsnet 65.558.438 61.021.686 -14,9 2,94 -0,25
10 Zeit Online 68.332.153 57.561.009 -10,5 2,77 -0,09
11 stern.de 63.872.828 55.648.483 -7,4 2,68 0,01
12 RTL.de 59.734.317 53.727.588 -0,2 2,59 0,20
13 Süddeutsche.de 58.826.504 50.993.616 -6,5 2,46 0,03
14 FAZ.net 57.227.517 48.205.773 -6,5 2,32 0,03
15 tz 49.835.599 45.053.388 -13,0 2,17 -0,13
16 RND 43.353.842 40.711.202 21,6 1,96 0,47
17 RP Online 35.924.513 33.248.794 -6,2 1,60 0,03
18 Tagesspiegel.de 19.514.107 17.499.016 -6,9 0,84 0,01
19 Handelsblatt.com 19.813.082 16.781.251 -8,9 0,81 -0,01
20 Tag24 15.172.250 14.253.529 -11,4 0,69 -0,03
21 Rheinmain Extratipp 14.683.040 13.162.621 16,5 0,63 0,13
22 Stuttgarter Zeitung online & Stuttgarter Nachrichten online 12.795.533 11.731.169 -0,4 0,57 0,04
23 watson.de 11.302.605 10.001.452 8,8 0,48 0,07
24 OVB24 10.471.830 9.697.658 -11,1 0,47 -0,02
25 Business Insider Deutschland 11.154.883 9.426.580 13,1 0,45 0,08
26 HNA online 9.508.836 8.927.605 -6,9 0,43 0,00
27 bento 9.879.100 8.541.021 -6,1 0,41 0,01
28 BZ-Berlin 9.119.069 8.518.026 -15,4 0,41 -0,04
29 WA-Online 8.887.182 8.342.191 -5,1 0,40 0,01
30 Berliner Morgenpost 9.264.561 8.323.865 -27,1 0,40 -0,11
31 inFranken.de (Mediengruppe Oberfranken) 8.636.445 8.231.179 -16,1 0,40 -0,04
32 Augsburger Allgemeine Online 8.461.181 7.769.605 -17,5 0,37 -0,04
33 Nordbayern.de 8.019.923 7.638.828 -19,4 0,37 -0,05
34 Passauer Neue Presse 8.005.671 7.621.734 -8,8 0,37 0,00
35 Mediengruppe Thüringen Online (TA, OTZ, TLZ) 8.126.920 7.570.204 -7,5 0,36 0,00
36 Abendzeitung München 7.708.934 6.854.923 -1,1 0,33 0,02
37 Neue OZ online 7.187.174 6.794.805 -7,2 0,33 0,00
38 Hamburger Abendblatt Online 6.841.863 6.275.467 -9,8 0,30 -0,01
39 Badische Zeitung Online 6.762.604 6.144.186 -4,9 0,30 0,01
40 manager magazin online 6.913.571 5.794.083 -9,0 0,28 0,00
41 Braunschweiger Zeitung 5.644.592 5.392.189 3,3 0,26 0,03
42 News.de 6.346.263 5.350.775 -45,9 0,26 -0,18
43 VRM Online 5.707.715 5.274.370 -11,3 0,25 -0,01
44 Südwest Presse Online 5.490.182 5.102.906 10,9 0,25 0,04
45 Kreiszeitung Online 5.223.358 4.814.773 13,0 0,23 0,04
46 NW.de (Neue Westfälische) 5.034.185 4.807.968 -8,2 0,23 0,00
47 shz.de 4.925.689 4.622.350 -4,0 0,22 0,01
48 Schwäbische Zeitung Online 4.619.818 4.309.763 -9,0 0,21 0,00
49 NWZonline (Nordwest-Zeitung) 4.541.808 4.263.475 -1,9 0,21 0,01
50 taz.de 4.763.242 4.114.774 -12,2 0,20 -0,01
Rohdaten-Quelle: IVW / Berechnung + Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. das ist jetzt einen halben Monat her, und ich bin ohne Antwort geblieben; keine Antwort ist bekanntermassen auch eine Antwort:

    Sie haben offenbar (mal wieder?) was umgedeutet, was schöngeredet.

    Und ihr Journalisten wundert euch, dass wir von Lügenpresse reden.

    Und für einen solchen, im besten Fall, Schmonzes sollen intelligente Leute dann auch noch Geld ausgeben? (“Zeit” ist ja Sonderfall, für Staatsschmarotzer; ansonsten:) Träumt weiter!

  2. Der April um einen Tag kürzer, wie Sie richtig schreiben (31 Tage im März, 30 im April), und zwar auch um einen Arbeitstag, während die Nichtarbeitstage gleich häufig sind: März 21 Arbeitstage, April 20; WE 5 volle normale im März (10 Tage), 3 solche im April (6 Tage) plus Ostern (4 Tage), und ich gehe davon aus, dass “Surfen” im Büro hauptsächlich über den Büro-PC, in der Freizeit heutzutage dagegen vermehrt über Smartphones und Tablets stattfindet; signifikante Unterschiede in den Zugriffszahlen sollten somit, wollte man sie mit Abonnements erklären, eher in Richtung Mehr an Nichtarbeitstagen gehen, und an verlängerten Wochenenden eher stärker erfolgen als an “einfachen”, da dann noch mehr Muße, das Abo “voll auzunutzen”.

    1) Ihre (implizite) Theorie der “deutlich mehr Zugriffe auf “Tagesinfo”-Seiten an Arbeitstagen” – angenommen, sie stimmt (Ich erkläre oben ja, warum sie mir nicht wirklich einleuchtet, was aber nicht heißt, dass sie falsch sein müsste.) – erklärte somit nicht nur 3, sondern vielleicht gar 4,5 Prozent des Unterschieds: “1 Arbeitstag im Monat weniger” fiele also stärker als nur von seiner eigentlichen Zeit her ins Gewicht.

    2) Da wären wir aber bei diesen angenommenen 4,5 Prozent, nicht bei “um 10”, so dass wir außerdem noch ein ggü. “normalen” Wochenenden stark (!) vermindertes solches “Surf”-Verhalten annehmen müssten: wieso?

    3) Die jeweilige “Aktualität” (“Notre-Dame” und zudem auch “Sri Lanka” im April, im März fällt mir jetzt nichts (mehr) dieser “Relevanz” ein) hätte – wider Erwarten – also kaum oder gar keinen Einfluss? Kann ich nicht glauben! Nach meinem Verständnis müssten diese beiden, die (jedenfalls unsere) Welt bewegenden Großereignisse die – von mir zugunsten der “Arbeitstagtheorie” großzügig angenommenen 4,5 (statt nur ca. 2,7 durch den fehlenden, noch ungewichteten Tag) Prozent Verlust quasi auf Null reduziert haben… stattdessen sind wir auf ca. 10 Prozent Verlust hoch.

    Das ist ganz enorm und in meinem Augen alles mehr als total paradox…

    und somit, bitte, erklärungsbedürftig!

  3. Für die Masse der Arbeitnehmer hatte der April also tatsächlich genau einen Arbeitstag weniger als der März, wodurch wir wieder bei “Erklärung” für (nur) ca. 3 Prozent zwischen März und April wären; allerdings war “Notre-Dame” da noch ganz frisch, so dass doch, auch am Karfreitag, zahlreiche “User” (grausamer Neusprech i.ü.: hört sich ja nicht gerade interaktiv an, ist aber ein anderes Thema) sich hier, sowohl über mögliche Brandursachen als auch über den weiteren Fortgang (Wiederaufbau möglich?/wie?) informiert haben dürften.

    (Hier eine kleine Anmerkung dazu: Diverse Feuerwehreinheiten standen wohl tatsächlich lange, lange Minuten im Stau, so dass die Löscharbeiten nicht rechtzeitig beginnen oder zumindest anfänglich nicht mit der nötigen Kraft durchgeführt werden konnten; die zusätzlichen Schäden allein durch diese vermeidbaren Verzögerungen dürften beträchtlich sein, und schuld ist das mind. z.T. die “sozialistische” Bürgermeisterin Paris’, die dort eine extreme, in Teilen wahnwitzige Bobo-Politik (also “Falschgrün mit Geld”, Umweltpalaver auf nur mit dem Langstreckenflieger erreichbaren Konferenzen als ganz typisches Beispiel) durchsetzt, z.B., statt Schadstoffreduzierung sogar deren Vermehrung, bei Verlagerung auf (andere) Hauptverkehrsachsen: (zuvor in jenem Ausmaß allerdings unbekannte) regelmäßige Monsterstaus, eben auch ohne mögliche “Rettungsgassen” z.B. für die Feuerwehr, und somit zeichnet Frau Hidalgo sicherlich auch für den einen oder anderen Todesfall verantwortlich, denn Luftrettung ist mangels Heli-Landeplätzen – zumal bei dem Verkehrchaos! – kaum jemals möglich. Zurück zum Thema:)

    Denkbar wäre allerdings eine fürs “Osterwochenende” (Freitag bis Montag einschließlich) andere “Onlinezeitungs”-Nutzung” als an “normalen” Wochenenden, weil z.B. mit der Familie im Kurzurlaub? Leuchtet mir aber nicht wirklich ein, denn:

    Auf der Arbeit ggf. Abonnement durch den Arbeitgeber und damit Zugang auch zu Paid Content, auf dem privaten “Tablet” oder dem Home-PC nicht? Hier bestünde aber eben kein Unterschied zwischen “normalen” und “verlängerten” Wochenenden, und:

    Ganz im Gegenteil kostete das den Arbeitgeber doch geradezu ein “Vermögen”, so dass ganz im Gegenteil davon auszugehen ist, dass Viele sich zwar das eine oder andere Online-Abo leisten, solche Abos im Betrieb aber lediglich (und dann auch noch weitgehend aus Prestigegründen, z.B. Zeit vs. Handelsblatt) für die Chefetage gehalten werden.

    Demgegenüber ist es kaum denkbar, dass
    statistisch signifikant Viele im Büro ihr “Tablet” vor der PC-Tastatur auspacken, um dort ausgiebig auf ihren privaten Aboseiten zu “surfen”; ein “schnell mal auf dem Handy Nachsehen” dürfte im Privatleben (Wochenende) aber genausooft vorkommen wie im Büro.

    Ich sehe mich daher derzeit außerstande, mir Zugriffszahlenunterschiede im hoch-ein- bis niedrig-zweistelligen Bereich zwischen März und April zu erklären; was eindeutig stimmt: der April war um einen Arbeits(!)-Tag kürzer, doch ansonsten…

    Für qualifizierte Aufklärung wäre ich wirklich und ehrlich dankbar!

  4. Ich bin (allerdings kritischer) Leser (- da können Sie sich meine Meinung zu Spiegel, Zeit, FAZ usw. lebhaft ausmalen).

    Ich hatte gedacht, dass auch die Aktualität stark in die Zugriffszahlen reinspielt, z.B. Kashoggi, Breitscheidplatz oder eben Notre-Dame: der “was gibt es Neues im Fall …”-Effekt – Notre-Dame Mitte April hätte nach meinem (offenbar falschen) Verständnis also für ein Plus sorgen müssen.

    31 Tage vs 30 machte ggf. ca. 3 Prozent aus, aber wg. Ihrer Ostern-Theorie habe ich mal die Sams- und Sonntage gezählt: März volle 10, April nur 8, plus Ostermontag = 9, plus 1 Tag weniger im Monat macht 10 “Arbeits-Fehltage”: unter dem Aspekt sind März und April also identisch, oder andersrum, beide Monate hatten genau gleich viele Tage, an denen Onlineleser die Zeitungsseiten auf und von der Arbeit aufrufen könnten.

    Sie aber schreiben im Eingangssatz “Wegen der Oster-Feiertage und des um einen Tag kürzeren Monats hat die deutsche Online-Nachrichten-Branche im April fast 8% ihrer Inlands-Visits eingebüßt.”

    (Wobei ich hier ja ebenfalls Ihre Prämisse als wahr unterstelle, dass die Leute die Seiten gern auf der (meist von Anderen bezahlten) Arbeit aufrufen, während sie an Frei-Tagen anscheinend zumindest tendenziell was Besseres zu tun hätten (zumindest deutlich kürzere “Surf”-Zeiten hinsichtlich “News”-Seiten) – was ja eigentlich schon ein Skandal per se ist, der die Arbeitgeber von Büroarbeitskräften zu Gegenmaßnahmen motivieren sollte.)

    Ich behaupte nicht, das stimme nicht, aber ich habe Ihnen meine Zweifel dargelegt, und ich bitte herzlich um eine Erklärung; eine solche träfe sicher auch auf allgemeines Interesse.

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