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Tag 1 der re:publica: Was bedeutet Relevanz in Zeiten von Trump, Strache und Co.?

Das Treffen der Digital Natives: die re:publica in Berlin
Das Treffen der Digital Natives: die re:publica in Berlin © republica/ Montage: MEEDIA

Die 13. Ausgabe der re:publica steht vor der Tür. Die Messe bietet digitale Themen in allen Facetten: künstliche Intelligenz, Plattformregulierung, die Urheberrechtsreform oder die Zukunft der Arbeit. MEEDIA berichtet aus Berlin und präsentiert eine Auswahl spannender Vorträge des ersten Tages.

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11:15 – 11:35 Uhr: Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Ein Novum ist der Auftakt der re:publica, denn erstmalig spricht ein Bundespräsident bei der Digitalmesse in Berlin. Frank-Walter Steinmeier (SPD) übernimmt das Grußwort.

Im Anschluss an den Bundespräsidenten hält Nanjira Sambuli auf Bühne 1 die “Opening Keynote” mit dem Titel “The poli-tricks of tl;dr: the technical is political”. Die Forscherin greift darin das diesjährige Motto der re:publica “tl:dr” auf, das im Netz für “too long; didn’t read” steht.

“Es ist das Kürzel, um das Spiel mitzuspielen”, schreibt sie mit Verweis auf die Macht der Institutionen, die die Bürger ihnen geben. In ihrem Vortrag möchte Sambuli zeigen, wie manche Akteure diese Macht missbrauchen und welche Rolle der Einzelne spielt, aber auch wie die digitalen Entwicklungen helfen können.

12:30 – 13:00 Uhr: Kurt Eisner und seine Geschichte in WhatsApp

Soziale Netzwerke und Apps können auch immer ein Weg sein, um mit journalistischen Erzählweisen zu experimentieren. Im Zentrum dieses Vortrags: WhatsApp, der Bayerische Rundfunk (BR) und der Revolutionsführer Kurt Eisner. Eva Deinert, Creative Producerin beim BR, und Kollege Matthias Leitner berichten von ihrem Projekt “Ich, Eisner!”.

Darin erzählt der ehemalige bayerische Ministerpräsident in Kurznachrichten, historischen Bildern, Sprachnachrichten und Videos von den politischen Umbrüchen vor 100 Jahren. Das Autorenduo spricht über monatelange Recherchen, die Schwierigkeiten mit Chatsbots und Messenger Services sowie die Kunst komplexe Stoffe in Zeiten der Informationsfülle zu verknappen.

13:45 – 14:15 Uhr: Sind das Fakten oder kann das weg? So geht Wissenschaft in 59 Sekunden

In die Kategorie “Werkstattbericht” fällt ebenfalls dieser Vortrag vom Quarks-Multimedia-Team. Gleich vier Redakteure schickt der WDR auf die Bühne, um über den erst im vorigen Jahr gestarteten Instagram-Account zu berichten, der vor Kurzem die 200.000-Abonnenten-Marke geknackt hat.

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Die Kernthese der Quarks-Redaktion? Wissenschaft liefert Fakten, ob im Alltag oder bei großen Problemen. Ein Dossier braucht es dazu aber nicht immer. “Wie kann man komplexe Zusammenhänge in eine Minute packen, ohne wie pseudowissenschaftliche ‘Fakten’-Seiten zu enden?”, fragen die Redakteure in der Ankündigung. Ihre Antwort: “Mehr Tiefe durch Kürze. Mehr Debatte durch Reduktion.”

Wie Wissenschaftsjournalismus auf einem schnellen Dienst wie Instagram funktionieren kann, soll in dem halbstündigen Vortrag erklärt werden.

15:00 – 16:00 Uhr: Ist das gerade wirklich das Thema?! Relevanz in digitalen Zeiten

“Journalisten befinden sich immer mehr im Sperrfeuer von Themen. Vor allem Populisten haben die Meinungsmacht des Digitalen für sich entdeckt und versuchen die Medien mit verkürzten Halbwahrheiten und bewusst geschürten Ängsten vor sich herzutreiben”, wird die Diskussionsrunde auf der re:publica-Homepage angekündigt.

Nun, was kann der Journalismus dagegen tun und was heißt Relevanz in Zeiten von Donald Trump, Matteo Salvini und Heinz-Christian Strache überhaupt noch? Um das zu diskutieren, kommt eine hochkarätige vierköpfige Runde zusammen: Monitor-Redaktionsleiter Georg Restle, ZDF-Journalistin Marietta Slomka, Falter-Chefredakteur Florian Klenk und Digitaljournalistin Vanessa Vu.

Insbesondere Klenk wird dabei sicher über die Erfahrungen mit der FPÖ rund um Österreichs Vizekanzler Strache berichten und wie sich das gesellschaftspolitische Klima in den vergangenen 18 Monaten verändert hat (MEEDIA berichtete).

20:00 – 21:00 Uhr: Realitätsschock mit Sascha Lobo

Es ist mittlerweile eine Tradition der re:publica. Am Ende von Tag 1 betritt Sascha Lobo die Bühne und referiert über digitale Themen. 2018 hat der “Klassensprecher” darüber gesprochen, warum sich rechtes Gedankengut so gut in sozialen Medien verbreitet (MEEDIA berichtete).

Der Titel der diesjährigen Rede: “Realitätsschock”. In der Beschreibung heißt es: “Dieses Gefühl, die Welt sei in den letzten Jahren irgendwie aus den Fugen geraten – dem habe ich nachgespürt.” Der SpOn-Kolumnist geht in dem einstündigen Vortrag der Frage nach, wo und wie dieses Gefühl stimmt – und wo nicht und was das eigentlich bedeutet.

 

Das komplette Programm vom Montag gibt es hier.

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Alle Kommentare

  1. Das mit Staatsknete finanzierte Treffen von minderbemittelten SJW mit Nazi-Trauma, die re:publica war/ist jedenfalls nicht relevant.

    Im Bällebad kann leider keiner ertrinken!

    1. Liebe Eltern von Jesus: Bitte holen Sie Ihren Jungen im Bällebad ab! Ich wiederhole: Liebe Eltern von Jesus: Bitte holen Sie Ihren Jungen im Bällebad ab!

  2. Überall haben die Gestalten des staatlichen Rundfunks ihre gierigen Finger im Spiel. Man spielt gerne mit den Schmuddelkindern um dazu zugehören oder brauchen die Schmuddelkinder für diese Veranstaltung das abgepresste Geld der Gebührenzahler?
    Das erklärt dann auch die politisch durchsiffte Themenwahl.
    Und den Kommunisten und Terrorführer Kurt Eisner als Ministerpräsidenten zu bezeichnen, kommt nicht gerade faktenbasierend daher. Aber bei den Linksfaschisten des BR hält man sich mit diesen Nebensächlichkeiten wohl kaum auf.

    1. re:publica ist ne komplette Staats-Veranstaltung, Staatsfunk, mit Staatsknete gemestete pseudo NGOs und von Staatsaufträgen abhängige Unternehmen treffen sich zur Hetze gegen den freien Bürger und diskutieren weitere Repressionsmassnahmen.

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