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Philipp kennt sie alle: Wie das neue Personality-Magazin rund um OMR-Gründer Westermeyer der Digital-Szene eine Bühne baut

Philipp Westermeyers erstes Magazin: “Philipp”
Philipp Westermeyers erstes Magazin: "Philipp" © Picture Alliance/ Montage: MEEDIA

Philipp Westermeyer hat mit dem OMR Festival eine der größten Digitalkonferenzen Europas aus der Taufe gehoben. Nun bekommt der Unternehmer gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt ein eigenes Magazin. Sein Personality-Heft dreht sich um Deutschlands Digitalszene.

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Dieser Tage ist Philipp Westermeyer wieder omnipräsent. Ein Porträt in der Zeit, ein Podcast-Gespräch bei Horizont, Festival-Anzeigen auf jeder Seite, sogar international. Der Grund: Nächste Woche startet in Hamburg wieder das OMR Festival, das zu den größten Digitalkonferenzen Europas zählt. 50.000 Menschen werden erwartet. 300 Referenten aus aller Welt sind zu Gast: Marketingchefs, Start-upper, Influencer, Manager. Und mittendrin: Gründer und Gastgeber Westermeyer.

Aus dem einst nerdigen Nischenfestival mit 200 Besuchern hat er innerhalb von acht Jahren eine angesagte Marketing-Konferenz gemacht, auf der sich das Who’s Who der Branche trifft. Und ganz nebenbei eine Marke etabliert. Dazu gehören ein Online-Magazin sowie ein eigenes Podcast-Label. In seinem eigenen Podcast präsentiert Westermeyer regelmäßig namhafte Gäste aus der Digital- und Marketing-Branche.

Ein Heft wie die Konferenz

Jetzt nutzt auch das zur Essener Funke Mediengruppe gehörende Hamburger Abendblatt die Strahlkraft der Marke. Mit Philipp startet der Regionaltitel ein Personality-Magazin, das die Digitalszene in Hamburg und Deutschland behandelt. Die Themen liegen nah an denen der Konferenz: Erfolgsgeschichten großer Unternehmer wie die des Xing-Gründers Lars Hinrich und des Digitalpioneers Matthias Schrader, Inside-Reports zum gehypten Medienthema Podcasts und eine große Geschichte über den Rapper Bonez MC von der 187 Straßenbande, den Westermeyer persönlich in New York getroffen hat. Sprich: Ein bunter Mix von allem, was die Marketing- und Influencer-Branche zu bieten hat. Von Unterhaltung bis hin zu Best-Cases des Marketings.

Westermeyer hat den Rapper Bonez MC in New York getroffen

Über 100 Seiten stark ist das Heft, das ab Freitag im Handel ist – zum stattlichen Preis von 9 Euro pro Exemplar. Immerhin will Funke das Magazin, von dem zunächst 20.000 Exemplare gedruckt werden, für die Teilnehmer des OMR-Festivals nächste Woche vergünstigten.

Ideengeber für den Personality-Titel – dessen personenbezogenen Namen Westermeyer selbst übrigens nicht für nötig gehalten habe, wie er im Vorwort verrät – ist Lars Haider, der Chefredakteur des Hamburger Abendblattes. „Dieses Magazin ist ein großer Spaß mit 100 Prozent digitalen Themen – und das liegt vor allem an Philipp Westermeyer, der wochenlang und bis tief in die Nacht mit uns daran gearbeitet hat“, sagt er.

Westermeyer ist mehr als nur das Gesicht
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Westermeyer ist in der Tat spürbar der Kopf hinter dem Heft. Er hat nicht nur die Themen mitentwickelt und Kontakte vermittelt (viele der Personen kennt Westermeyer persönlich; viele waren auch auf vergangenen Konferenzen zu Gast). Er tritt auch selbst in Aktion und hat mit dem Rapper Bonez MC die erste große Geschichte im Heft, die gerade deshalb so besonders ist, weil der HipHopper Journalisten in der Regel meidet. In einem “Making-Of” gesteht sich Westermeyer ein, dass die Geschichte über den Rapper nicht allen gefallen wird. Er habe aber Lust dazu gehabt. Die Geschichte passe zu seinem Leben, schreibt der Gründer.

Für den Leser mag die Story in der Tat aus der Reihe fallen. Geht es ansonsten im Magazin doch vornehmlich um die großen deutschen (und vor allem Hamburger) Unternehmer der Digital-Zeit. Zu allen hat Westermeyer eine Geschichte zu erzählen (“Das sagt Philipp”). Die meisten haben ihn schon in seinem Büro besucht.

Inhaltlich ist das Heft – natürlich – auf Westermeyer zugeschnitten. Für ein wenig Verwunderung sorgt jedoch die zum Teil kühle Umsetzung der Themen, die kaum zum hippen Auftreten der “Rockstars” bei OMR passt. Fast schon bemerkenswert zurückhaltende Überschriften wie “Petra Vorsteher bringt Werbung in die Apps” (es geht um Smaato, ein wichtiger Player bei mobilen Anzeigen), “Matthias Schrader sieht jeden Tag als Neuanfang” oder “Statista kennt die Zahlen” stehen über den Texten. In einem Heft über einen Unternehmer, der mit einem jungen, lauten und hippen Marketing-Festival bekannt geworden ist, hätte man diesbezüglich etwas mehr Mut erwartet.

Vielleicht kauft sich Philipp, das Magazin, damit unter Wert. Vielleicht braucht es Frechheit in den Titeln aber auch gar nicht. Das Magazin lebt von den Personen, die darin vorkommen, von den Hidden-Champions und solchen, die es bereits geschafft haben: den Lindenbergs, Mälzers oder Schraders. Man hat den Eindruck: Philipp kennt sie alle.

Im Handel könnte sich das als Riesenvorteil erweisen. Vor allem gegenüber anderen Magazinen, die Gründer und Unternehmer ansprechen wollen: das Heft zur Vox-Gründer-Show “Höhle der Löwen” (DHDL) zum Beispiel. Während DHDL das Rundum-Sorglos-Paket für Löwen-Fans bietet (hier gehts zu Analyse von MEEDIA), adressiert Philipp eine größere Zielgruppe. Wenn auch die Aufmachung im Vergleich deutlich weniger Startup-Flair vermittelt.

Philipp profitiert nicht zuletzt vom Umfeld des OMR-Festivals, wo das Magazin vergünstigt verkauft wird – und direkt auf die Zielgruppe trifft. Gut möglich, dass sich das Event als der beste Vertriebskanal für ein solches Projekt herausstellen wird.

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