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Alex Jones, Milo Yiannopoulos & Co.: Facebook sperrt Konten von Figuren der politischen Rechten in den USA 

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© Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Facebook hat auf den wachsenden Druck reagiert, seine Regeln im Umgang mit hassererfüllten und diskriminierenden Kommentaren konsequenter durchzusetzen. Das soziale Netzwerk hat mehrere Konten umstrittener Figuren der politischen Rechten in den USA gesperrt, darunter Infowars-Chef Alex Jones. Dieser hat im Vorjahr schon seinen Twitter-Zugang entzogen bekommen.

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Facebook hat in seinen Plattformen mehrere Konten umstrittener Figuren der politischen Rechten in den USA gesperrt. Von der Maßnahme betroffen waren unter anderem der Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der rechtspopulistische Autor Milo Yiannopoulos und der Chef der radikalen religiös-politischen Organisation “Nation of Islam”, Louis Farrakhan, wie es in einer Stellungnahme des Unternehmens vom Donnerstag heißt. Facebook sah sich zuletzt wachsendem Druck ausgesetzt, seine Regeln im Umgang mit hassererfüllten und diskriminierenden Kommentaren konsequenter durchzusetzen.

Jones bereits auf Twitter dauerhaft gesperrt

Alex Jones ist der führende Kopf hinter dem Portal “Infowars” und hat in der Vergangenheit unter anderem verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden sei. Sein Facebook-Konto hatte das Unternehmen bereits gesperrt, nun nahm es auch seinen Instagram-Account ins Visier.

Jones wurde bereits im September 2018 von Twitter dauerhaft gesperrt. Grund dafür waren unter anderem Jones’ Angriffe auf CNN-Moderator Oliver Darcy, den der Infowars-Betreiber über Twitters Live-Streaming-Dienst Periscope aufs Übelste beleidigte. Nach weiteren verbalen Ausfällen bei den US-Kongressanhörungen von Twitter und Facebook hat der Kurznachrichtendienst den “Infowars”-Betreiber dauerhaft gesperrt, nachdem das Konto zuvor für eine Woche deaktiviert worden (MEEDIA berichtete).

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Milo Yiannopoulos ist ein rechter Blogger, der in der Vergangenheit für das Portal “Breitbart News” schrieb. Louis Farrakhan fiel wiederholt mit antisemitischen Äußerungen auf.

tb/dpa

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Alle Kommentare

  1. Das soll wohl das Feigenblatt der Rechtsstaatlichkeit vermitteln.
    Denn ansonsten agiert Facebook ausschließlich als kriminelle Vereinigung.

  2. Nieder mit der Meinungsvielfalt, es lebe die Meinungseinfalt! Wer hat eigentlich Druck ausgeübt? Das würde mich mal interessieren! Bald sind alle politischen Kanäle gesperrt, dann wird es irgendwann nur noch Beauty Kanäle geben. Politische Inhalte kann man dem (un)mündigen Bürger ja nicht zumuten! Es lebe die Infantilität!

    1. (Das Säen von) Hass und Hetze sind Ihrer Meinung nach also „politische Inhalte“? Interessant. Wer hat eigentlich Druck auf Ihre politische Mündigkeit ausgeübt? Das würde mich mal interessieren.

      1. “Hass” und “Hetze” sind dehnbare Begriffe. Wer definiert denn, was Hass und Hetze ist? Hass ist ein menschliches Gefühl und nicht verboten. Verboten sollte nur sein, wer im Internet offen zu Gewalt aufruft. Alles andere zu verbieten fällt unter Zensur. Linke, die sich immer so gerne als liberal und tolerant präsentieren, haben offenbar ein massives Problem mit der Meinungsfreiheit, einem der hart erkämpften Grundrechte – nämlich immer dann, wenn etwas nicht ihrer Meinung entspricht!

      2. Och, „Scratoninus“, die Recht(sextrem)en haben kein „massives Problem mit der Meinungsfreiheit“? Die Verbotspartei AfD z. B. und deren Anhängerschaft scheinen mir damit ein viel größeres Problem zu haben, was man nicht nur hier bei meedia.de sehr schön nachlesen kann. Wer außerdem Hass und Hetze für „dehnbare Begriffe“ hält, entschuldigt sie in die eine Richtung, verbittet sie sich aber in die andere – und hält sie damit in der „politischen“ Diskussion für anwendbar.

  3. “Figuren der politischen Rechten …” Die Bezeichnung Andersdenkender als “Figuren” nutzte auch die Stasi der ehem. DDR. Man darf politisch geteilter Meinung sein, die Diskreditierung steht im Gegensatz zu Dialog und Austausch von Argumenten.

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