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Mega-IPO: Uber strebt bei Börsengang Bewertung von 90 Milliarden Dollar an – bleibt aber unter Erwartungen

Uber-Chef Dara Khosrowshahi
Uber-Chef Dara Khosrowshahi

Der Preis ist heiß: Fahrdienstvermittler Uber hat am Freitag die Pläne für seinen Börsengang konkretisiert. Das zehn Jahre alte US-Unternehmen bietet seine Aktien zeichnungswilligen Anlegern in einer Preisspanne zwischen 44 und 50 Dollar an und wird damit mit bis zu 90 Milliarden Dollar bewertet. Damit bleibt der hoch gewettete Internetdienstanbieter allerdings deutlich unter den zuletzt angestrebten Bewertungen – nicht zuletzt, weil Rivale Lyft bei seinem IPO enttäuschte.

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Der größte Börsengang eines Internet-Konzerns seit Alibaba im Jahr 2014 steht unmittelbar bevor. Nach jahrelangen Vorbereitungen hat Fahrdienstleister Uber am Freitag die Rahmendaten seines IPOs mit einer Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC konkretisiert.

Das wertvollste privat geführte Internet-Unternehmen bietet interessierten Anlegern 180 Millionen Anteilsscheine in einer Preisspanne zwischen 44 und 50 Dollar an und will demnach frische Mittel in Höhe von 7,9 bis 9 Milliarden Dollar erlösen.

Lyft als mahnendes Beispiel

Am oberen Ende der Kurstaxe wäre Uber mit 90 Milliarden Dollar bewertet – und würde damit deutlich unter der im Vorfeld angestrebten Marktkapitalisierung von 120 Milliarden Dollar bleiben.

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Maßgeblichen Anteil an der reduzierten Bewertung dürfte der enttäuschende Börsengang des kleineren einheimischen Rivalen Lyft haben, der Ende März an die Wall Street ging und bereits am zweiten Handelstag unter dem Ausgabekurs notierte. Bei aktuell 57 Dollar notiert Lyft inzwischen bereits 35 Prozent unter seiner Erstnotiz und 21 Prozent unter dem Ausgabekurs von 72 Dollar.

Börsenstart in den nächsten zwei Wochen

Trotz der angegebenen Preisspanne könnte der Ausgabekurs die 50-Dollar-Marke noch überschreiten – und die Bewertung weiter ansteigen. Die konsortialführenden Banken können die Kurstaxe je nach Anlegerinteresse während der Roadshow vor Investoren nämlich weiter anheben – wie bei Lyft geschehen.

Rein fundamental fehlen Uber-CEO Dara Khosrowshahi dafür indes die Argumente. Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte der Fahrdienstvermittler nämlich einen happigen Verlust von 3,3 Milliarden Dollar, die Umsätze legten allerdings um 41 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar zu.

Nach Abschluss der sogenannten Bookbuildungphase könnte die Uber-Aktie unter dem Tickersymbol UBER bereits Ende der kommenden oder Anfang der darauffolgenden Woche an der Traditionsbörse NYSE den Handel aufnehmen.

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