Partner von:
Anzeige

Rekordgewinn: Amazon verdient so viel wie nie zuvor – auch dank wachsender Werbeeinnahmen

Jeff Bezos: Der Amazon-Chef kann sich über einen Rekordgewinn freuen
Jeff Bezos: Der Amazon-Chef kann sich über einen Rekordgewinn freuen

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon liefert ein weiteres Quartal mit Rekordergebnis und entwickelt sich langsam zur Gewinnmaschine. Das Cloud-Geschäft wächst, auch die Werbeeinnahmen steigen ordentlich. Das Umsatzwachstum gerät allerdings zunehmend ins Stocken. Für sein Prime-Programm will Amazon im laufenden Quartal rund 800 Mio. Dollar investieren.

Anzeige

Dank des florierenden Internethandels und boomender Cloud-Dienste ist Amazon mit einem Rekordgewinn ins Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs der Überschuss im Jahresvergleich um überraschend starke 125 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar (3,2 Mrd Euro), wie Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Soviel verdiente der weltgrößte Onlinehändler noch nie pro Quartal.

Ordentliche Zuwächse bei Online-Werbegeschäft

Die Erlöse stiegen um 17 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar. Das ist zwar ein ordentliches Plus und im Rahmen der Markterwartungen, dennoch lieferte Amazon damit das vierte Quartal mit teils deutlich abflauendem Umsatzwachstum in Folge. Den Großteil seiner Einnahmen erzielt der Konzern weiter mit dem Internethandel im Heimatmarkt Nordamerika. Doch werfen auch andere Sparten inzwischen gut Geld ab.

So verzeichnete Amazons lukratives Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Netz weiter starkes Wachstum. Die Web-Plattform AWS, die Cloud-Services an Firmen verkauft, erhöhte die Einnahmen um 41 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn der ertragreichen Sparte kletterte um 59 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Auch im Geschäft mit Online-Werbung legte Amazon stark zu. In diesem Quartal beliefen sich die Werbeeinnahmen auf insgesamt 2,7 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 36% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Sponsored-Brands-Werbung steigt um 77 Prozent

Mit aber 136 Prozent Wachstum im Vorjahreszeituram scheint sich der ganze große Hype um Amazon als neuen Big Player im Online-Werbemarkt abzukühlen, wenn auch auf weiterhin hohem Niveau. Zumal laut Merkle’s Q1 2019 Digital Marketing Report die Werbeausgaben für Facebook gegenüber dem Vorjahresquartal um 2% und die Ausgaben für Google-Ads im Vergleich zum Vorjahr auf 16% zurückgingen.

Abgesehen davon verzeichnet Amazon weiterhin ein Wachstum bei seinen Self-Service-Werbeprodukten, mit denen Verkäufer auf der Plattform gegen den Algorithmus kämpfen: So stiegen die Werbeausgaben für Sponsored Products im Jahresvergleich nur um 19%, aber die Ausgaben für Sponsored Brands um 77% gegenüber dem Vorjahr.

Anzeige

Investitionen in Prime-Angebot für 800 Mio. Dollar geplant

Zudem macht der Konzern von CEO Jeff Bezos, dessen Ausgabefreude Investoren früher häufig nervös machte, inzwischen große Fortschritte, die Kosten im Ruder zu halten. Im abgelaufenen Quartal kletterten die Ausgaben “nur” noch um 12,6 Prozent – für Amazons Verhältnisse ein ungewöhnlich niedriger Wert.

Allerdings kündigte Finanzchef Brian Olsavsky in einer Konferenzschalte nach Vorlage des Quartalsberichts bereits die nächste Investitionsoffensive an. Amazon arbeitet daran, Lieferungen binnen 24 Stunden zum Standard für Prime-Kunden zu machen – zunächst in Nordamerika und dann weltweit. Dafür will der Konzern im laufenden Quartal rund 800 Millionen Dollar ausgeben. Bislang strebt Amazon beim Prime-Service Zustellungen innerhalb von zwei Tagen an.

Für das laufende Vierteljahr geht das Unternehmen von einem Umsatzanstieg auf 59,5 bis 63,5 Milliarden Dollar aus. Anleger reagierten positiv auf die Quartalszahlen, die Aktie verbuchte nachbörslich allerdings nur einen leichten Anstieg. Der Kurs hat im bisherigen Jahresverlauf aber auch schon um rund 24 Prozent zugelegt, mit einem Börsenwert von zuletzt rund 936 Milliarden Dollar bewegt sich Amazon wieder in Richtung der magischen Billionenmarke.

mit dpa

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia