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IVW-Blitz-Analyse Zeitungen: Welt bricht völlig ein, Zeit und Handelsblatt wachsen dank Digital-Lesern

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Die überregionalen deutschen Tages- und Wochenzeitungen litten in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 weiter unter Auflagenschwund. Doch es gibt Ausnahmen: das Handelsblatt, Die Zeit und der Freitag steigerten sich gegenüber dem Vorjahr. Handelsblatt und Zeit aber nicht wegen mehr verkauften Papier-Zeitungen, sondern wegen mehr Digital-Lesern. Großer Verlierer des ersten Quartals: die Welt mit einem wahnsinnigen Minus von 17,0% bei Abos und Einzelverkauf.

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An der Spitze der überregionalen Tageszeitungen gibt es eine Veränderung: Die Bild wird erstmals wieder ohne die im Dezember eingestellte Fußball Bild ausgewiesen. Trotzdem verlor sie im Vergleich zu den vorigen Quartalen etwas weniger Abos und Einzelverkäufe. Das Minus von 9,3% gegenüber dem Vorjahr ist natürlich dennoch weiterhin ein extremes. Auf 1,29 Mio. verkaufte Exemplare kommt das Boulevard-Blatt in den beiden wichtigen IVW-Kategorien noch.

4,5% und 3,3% büßten die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine im ersten Quartal ein, größere Verluste als zuletzt. Erneut minimal zulegen konnte das Handelsblatt. Was aber erneut nichts mit verkauften Papier-Zeitungen zu tun hat. Die Druckauflage der Zeitung ist im Vergleich zum ersten Quartal 2018 nämlich um weitere 9,8% gesunken – auf 81.721 Exemplare. Dennoch verkauft sich das Handelsblatt 134.515 mal, in den beiden wichtigen Kategorien Abos und Einzelverkauf 89.381 mal. Mehr Verkäufe als gedruckte Exemplare also. Des Rätsels Lösung: Die harte Auflage besteht inzwischen zu mehr als der Hälfte aus Digital-Abos. 48.324 sind es, ein weiterer Anstieg um mehr als 6.000 gegenüber dem Vorjahr. Weniger Papier und mehr Digitales ergibt unter dem Strich eine Steigerung der Verkaufszahl um 45 Exemplare.

Dramatischer Verlierer des Quartals ist hingegen die Welt. Ihre Abos und Einzelverkäufe brachen gleichermaßen ein, insgesamt um heftige 17,0%. Nur noch 70.101 Kunden verzeichnet das Springer-Blatt. Zwar verkündete Springer im März, dass sich “die Vertriebsstrategie des gedruckten Kernprodukts Die Welt künftig noch konsequenter ausschließlich am zahlenden Leser” orientiert, also “mit einer klaren Konzentration auf den Einzelverkauf (EV) und die Abo-Auflage”, doch gerade hier rauschte die Auflage um diese extremen 17,0% nach unten.

Glimpflich davon kam hingegen die taz, die nur 1,0% einbüßte, im Einzelverkauf gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar zulegte.

Überregionale Tageszeitungen im 1. Quartal 2019 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV / 2019-I 2018-IV vs. 2018-I / absolut 2018-IV vs. 2018-I / in %
1 Bild 1.291.147 -131.681 -9,3
2 Süddeutsche Zeitung 284.981 -13.485 -4,5
3 Frankfurter Allgemeine 193.409 -6.562 -3,3
4 Handelsblatt 89.381 45 0,1
5 Welt Print werktag (Welt + Welt Kompakt) 70.101 -14.359 -17,0
6 taz.die tageszeitung gesamt 43.110 -445 -1,0
7 Neues Deutschland Gesamt 21.820 -1.552 -6,6
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen bleibt die Bild am Sonntag zwar die klare Nummer 1, sie verliert aber weitere 7,8% ihrer Abos und Einzelverkäufe. Immerhin: Im vierten Quartal ging es um mehr als 11% nach unten, da sind die 7,8% ein Schritt in die richtige Richtung. Deutlichere Verluste als zuletzt verzeichnen hingegen die Welt am Sonntag und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

2.990 Käufer gewonnen hat unterdessen Die Zeit. Sie steigerte ihre Auflage bei den Abos und Einzelverkäufen damit um 0,7% auf 404.097 Exemplare. Wie beim Handelsblatt kam auch das Zeit-Plus durch zusätzliche Digital-Leser zustande. Die Zahl der Abos stieg hier um fast 12.000 Exemplare an, die der Papier-Abos schrumpfte hingegen. Aber: Bei den Einzelverkäufen ging es auch für die Papier-Zeit nach oben: um immerhin 1,8% auf 60.135 in Kiosken, Supermärkten, etc. abgesetzten Zeitungen.

Bei den kleineren Titeln wuchs der Freitag um deutliche 3,3% – und das nicht nur wegen Digital-Abos, sondern auch wegen eines Papier-Plus bei Abos und Einzelverkauf. Katholische Sonntagszeitung, Junge Freiheit, Parlament und Jüdische Allgemeine Wochenzeitung liegen hingegen unter den Vergleichszahlen des Vorjahres.

Wochen- und Sonntagszeitungen im 1. Quartal 2019 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV / 2019-I 2018-IV vs. 2018-I / absolut 2018-IV vs. 2018-I / in %
1 Bild am Sonntag 706.133 -60.010 -7,8
2 Die Zeit 404.097 2.990 0,7
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 207.630 -12.675 -5,8
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 195.386 -7.074 -3,5
5 Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost 30.869 -2.190 -6,6
6 Junge Freiheit 23.549 -608 -2,5
7 der Freitag 20.687 664 3,3
8 Das Parlament 6.785 -48 -0,7
9 Jüdische Allgemeine Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und Jüdisches Leben 4.213 -242 -5,4
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. Einst konservative Zeitungen wie FAZ und Welt, übrigens auch Focus, schreiben immer mehr – mit Ausnahmen einiger weniger Autoren – gegen ihr konservatives Leserspektrum an. Die Folge: Blei in den Regalen. Abos werden abbestellt. Wer die journalistische Grundregel “Immer an den Leser denken!” missachtet, wird zu Recht abgestraft. Linke Blätter verlieren deutlich weniger. Sie liefern ihrer Klientel den linksgrünen Stoff zum Träumen im Leben.

  2. Wenn das Niveau des geistigen Ausflusses dieser “Medienschaffenden” sich nicht wesentlich von den Hobbyschreiben a la Bento und Co. abhebt, dann werden die Auflagen sicher noch weiter sinken.
    Mit Digitalisierung haben die sinkenden Verkaufszahlen zwar nichts zu tun, dies wird aber gerne als Strohhalm für die Werbeindustrie genommen.
    Und der Smartphone User wundert sich dann, warum seine App trotz gekündigtem Probeabo auch weiterhin fleissig Neuausgaben ausspuckt. Er gehört halt zur harten Ausgabe.

  3. Ach, Hermann, du Trauerwurst. Dann kaufen Sie doch Ihren Focus oder Ihre Welt. Das sind einfach journalistisch schlechte Objekte. Der Focus ist ein Witzblatt – ohne spannende Themen, ohne jeden Esprit. Die WELT war immer schon ein defizitäres Springer-Gewächs. Daran hat auch WELT Kompakt nichts ändern können. Vor allem SZ und ZEIT bieten schlicht den besseren Journalismus, die interessanteren Themen, die intellektuell bessere Aufbereitung dessen, was immer noch sehr viele Menschen interessiert. Ihre These ist nicht im Ansatz haltbar. Warum haben denn die reaktionären Blätter, wie die spießige FAZ und die konservative WELT, denn nicht all die abscheuliche AfD-Kleintel als neue Leser gewonnen? Die machen immer noch jede Menge rückschrittigen und reaktionären Journalismus und trotzdem liest sie keiner mehr. Und warum? Weil sie einfach schlecht gemacht sind.

    1. reaktionärer Journalismus, reaktionäre Bläter – ständig dieses dämliche Stalinvokabular von ewig gestrigen Wirrköpfen mit ihrem Gesellschaftskampf und dem sozialistischen Herrenmenschen.
      Offenbar haben es Zeit und SZ Leser doch nicht so mit der Intelligenz.

      1. @Buster Bolschewik

        Ja, schlimm wenn man die Dinge beim Namen nennt. Schön zu wissen, dass Sie das ärgert.

    2. @Karl Graf.

      Und zur Belohnung, weil die SZ so tollen Journalismus ( interessantere Themen, intellektuell bessere Aufbereitung) bietet, sind ihr in den letzten 4 Jahren ~ 57.000 Leser davongelaufen. Na, ganz tolle Bestätigung ihrer merkwürdigen Thesen.

  4. Links-reaktionärer System-Journalismus hat keine Zukunft.

    Auch wenn er noch dominiert und bestimmt bestens bezahlt wird.

    Euch nimmt doch keiner mehr ernst… Naja, die Dummen vielleicht!

    Wenn BILD-Zeitung und Spiegel inhaltlich das gleiche schreiben, dann lügt mindestens einer!

    1. Aber eine Aussage wie “Wenn BILD-Zeitung und Spiegel inhaltlich das gleiche schreiben, dann lügt mindestens einer!” soll jemand ernst nehmen? Wie schizophren ist Ihre Wahrheit denn?

  5. DIE WELT war nicht immer defizitär. Zwischen 1998-2010 hat sie ( fast jedes Jahr ) schwarze Zahlen erwirtschaftet, wenn ich den Verlautbarungen des damaligen Chefredakteurs Glauben schenken kann.

    Damals waren viel mehr Artikel im Netz gratis lesbar, allerdings war der Kulturteil noch umfangreicher. Es kann also nicht am Netz liegen, sondern am Inhalt.
    Da habe ich fast den Verdacht man will die WELT Printauflage so weit wie möglich runterfahren, damit man dies als Begründung für “only digital” nehmen kann.
    Habe selten so langweilige “Aufmacher” wie in den letzten 2 Jahren gesehen bei der WELT.
    Die WAMS, die noch vor ein paar Jahren immer interessante Artikel hatte, die durchaus ein Kaufanreiz waren, hat jetzt Langweiler wie Diäten, Zuckerlüge, Veganer, den x-ten “Skandal” über die AfD ( Hinterbänkler kannte jemanden, der jemanden kannte, usw. ), oder Interviews, wo jegliche kritische Nachfrage fehlt.
    Eine der kritischten Zeitungen in D ist da fast schon “DAS PARLAMENT”, lustig oder ?

  6. Kurzzeitig betrachtet ist fortgesetzter Ersatzenkeltrickbetrug zwar ein durchaus lohnendes Geschäft, ABER..

    ..da der demographische Charakter einer gewissen Ersatzenkelstampede allerspätestens in den kommenden Zeiten des demographischen Wandels SOWIESO vollständig auffliegen wird, bedeutet das nichts Minderes als der faktisch vollständige Untergang fast des gesamten politischen Qualitätsmedienfachjournalismus hier in Deutschland!

    Fazit
    Selbst Schuld, denn jahrelang das unschuldige Opfer einer international operierenden Ersatzenkeltrickbetrügerbande geworden zu sein, glaubt ihnen dann SOWIESO NIEMAND mehr!

  7. Ich verstehe nicht, wie die “Auflage” (Papier) hier mit der Digitalausgabe in einen Topf geworfen wird, wie muß man sich das vorstellen? Wichtig ist für mich, daß z. B. für die Zeit keine Bäume gefällt werden müssen. Digital ist das Abtauchen in die Lügenmatrix aber durchaus aufschlußreich.

    1. Wichtig ist für mich, daß z. B. für die Zeit keine Bäume gefällt werden müssen.

      Stop – what?

      Das auf dem die ZEIT gedruckt wird ist kein Zeitungspapier mehr?

  8. Das WAHRE Problem seit dem Jahre 2015 ff ist, das wir ein in der gesamten Menschheitsgeschichte weltweit einmaliges Ereignis, eine sogenannte Ersatzenkelstampede aus rein demographischen Gründen hatten, das Ganze nach dem extrem selten praktizierten extrakonstitutionellen Notstandsrecht abzuarbeiten ist, und das Ganze ausgerechnet(!!) dazu einer Parteiendemokratie zur Abarbeitung zugewiesen worden ist, OBWOHL extrakonstitutionelle Notstandsmassnahme UND Parteiendemokratie ein Oxymoron, also ein Widerspruch in sich selbst darstellt!

    Das Ganze ist nur NOCH etwas die Gourmets in Sachen Staats- und Verfassungsrechtes, von einen der allerseltensten staats- und verfassungsrechtlichen Phänomene überhaupt, einer extrakonstitutionelle Notstandsmassnahme, haben wir es dazu auch noch mit seiner allerseltensten Ausprägung, mit einer sogenannten Extralegalität zu tun, das ist die Aufrechterhaltung von Staaten mit ALLEN Mitteln nach der erfolglosen Ausschöpfung ALLER legalen Mitteln!

    Das ist DIE ultimative blaue Mauritius des Allgemeinen Rechtes im Allgemeinen, und des Staats- und Verfassungsrechtes schlechthin, wenn Sie persönlich Jurist sein sollten, sollten Sie es mehrfach täglich anbeten!

    Solche aus staats- und verfassungsrechtlicher Hinsicht unglaublich selten vorkommende, und somit unglaublich interessante Kombination werden Sie in ihren gesamten Leben NIEMALS JEMALS wieder begegnen!

    1. Schwer zu lesen,m aber KLASSE. Ersatzenkelstampede, das trifft es auf den Kopf und kein FIlter ist geeicht diese hate speech zu erkennen. Da haben sich manche Industrielle tatsächlich eingebildet, sie können Deutschland quasi mit Billiglöhnern aufforsten. Ein einmaliges Experiment, oder aber ein abschließender Richterspruch: radiert Deutschland aus.

  9. Ich schreibe es hier jetzt zum X’ten Mal:

    Das Konzept von DIE ZEIT ist Klasse. Die Schreiben für eine bestimmte Klientel. Diese Klientel wird exklusic und ausschließlich bedient. Die wollen das Lesen was DIE ZEIT schreibt.

    Der Berliner Tagesspiegel war auf einem ähnlichen Weg. Dort ist man aber wieder vom Weg abgekommen. Vermutlich war das Personal nicht dafür geeignet. Bei DIE ZEIT ist der Journalismus nahezu sektiererisch. Das Personal vermutlich wie eine Sekte. Alles zusammen bringt den Umsatz. Perfekt!

    1. Ich würde das gar nicht so hoch hängen – die ZEIT war schon immer das Zentralorgan deutscher Müßiggänger. Nur diese – Lehrer, Beamte, Pensionäre, haben überhaupt die Zeit das Blatt zu lesen. Das die spießigen und angemufften Ansichten dieser Klientel von der ZEIT bestens bedient werden, steht natürlich auch außer Frage.

  10. Die FAZ ist beileibe kein reaktionäres Blatt mehr. Sehr guter Journalismus, genau wie bei SZ und Zeit. Kritisch, auch fähig zur Selbstkritik, in der Lage, auch mal etwas quer zu denken. Ansonsten wird hier viel Müll geschrieben. Wie kann man bei klarem Verstand behaupten, die SZ habe 50.000 Leser verloren? Einfach mal drei Absätze zurückgehen und die Zahlen zur Kenntnis nehmen.

    1. @ crimson
      Ich weiß nicht was Sie rauchen, aber rauchen Sie es nicht vor 18:00 Uhr. Wenn sie wieder nüchtern sind, sehen Sie sich auf IVW die Verkaufszahlen (Mo – Sa) der SZ von 1/15 und 1/19 an. Und subtrahieren ( das ist Minus Rechnung) Sie 338001 von 392204. Sie dürfen einen Taschenrechner benutzen.
      Und verschonen Sie uns in Zukunft mit Ihren unqualifizierten Kommentaren. Danke.

  11. hatte früher mal die WAMS abonniert und die Welt desöfteren am Kiosk gekauft..
    Das WAMS-Abo haben ich seit längerem storniert und die Welt kaufe ich mir nicht mehr.
    Dies liegt daran,dass diese Zeitungen sehr schwammig geworden sind..

    Nicht nur,dass die Welt auch nach links gerückt ist,sondern gefühlt keine Linie hat.

    Das liegt wahrscheinlich an diesem Chefredakteur U.Poschardt,der mal bei der Süddeutschen Zeitung beschäftigt war.

  12. Och, liebe muffige Rechtsausleger, das tut mir jetzt fast leid: Eure übliche Interpretation von sinkenden Auflagen (“die” haben selbst schuld, weil sie die Weltläufe nicht mit meinem rassistisch und stramm-reaktionären Weltbild interpretieren) geht (wie früher schon) nicht auf. Euer Hausblatt bei den WZ (die JF) verliert und Zeit und Freitag gewinnen und bei den TZ verliert selbst die BILD, die doch alles tut sich Euch anzudienen.

    1. @ Guenther Herbert

      Schon ihre Wortwahl ist verräterisch: Sie meinen Zeitungen sollen die Nachrichten “interpretieren”, d.h. für origkeitsgläubige Untertanen wie Sie wohl im Sinne der Regierenden zurechtzubiegen.

      Kritische Bürger wollen von der Presse mit Fakten versorgt werden, interpretieren können wir diese selbst.

      P.S. Lesen Sie Ihre regierungstreuen Blätter ruhig weiter, lange gibt es die nämlich nicht mehr.

      1. @Frederike Krenz

        Einfach mal abwarten, wen es länger geben wird: “Meine regierungstreuen Blätter” oder Ihre braunen Sumpfblüten.

  13. Erstaunlich, wie viele Dummköpfe es immer noch gibt. Die zahlen weiterhin dafür von diesen skurpellosen Schreiberlingen belogen zu werden. UNFASSBAR !!!!

    1. @ Angela

      Zum Glück durchschauen aber immer mehr Bürger diese verlogenen Propaganda-Zeitungen. Die rasant sinkenden Auflagen sind dafür ein deutliches Zeichen. Bestes Beispiel ist die WELT, zu zig Tausenden laufen die Leser davon.

      Verlage wie DuMont haben die Zeichen der Zeit erkannt; mit ihren völlig unkritischen, obrigkeitshörigen Blättchen ist kein Geld mehr zu verdienen. Sie sollen tuto completto verscherbelt werden!

  14. Ich finde es ganz schlimm, wieviel Obrigkeitsgläubigkeit es hier bei so manchem Foristen noch gibt. Der wilhelminische Untertanengeist ist in Teilen der Bevölkerung wohl noch sehr wach.

    Nur so erklärt sich ja auch warum diese Blätter von SPIEGEL bis ZEIT immer noch soviele Käufer finden. Zum Glück werden es aber immer weniger, besonders hier in Berlin.

  15. Ich freue mich insbesondere über die -9,3% (-7,8% BamS) der BILD, die in den letzten Monaten stark nach rechtsaussen gewandert ist, wohl in der trügerischen Hoffnung noch Leser aus dem braunen Sumpf zu fischen. Lang lebe die Döpfner-Kurve.

    1. @ Günther Herbert

      Ha ha ha, jetzt outen Sie sich auch noch als Leser der BILD-Zeitung. Hätte ich mir bei dem unterirdischem Niveau Ihrer Postings aber auch denken können. BILD-Zeitung; dümmer geht es nun wirklich nicht!

      1. @”Frederike Krenz” (wahrscheinlich ein arbeitsloser Mann aus dem Beitrittsgebiet): Natürlich lese ich ab und zu die BLÖD Zeitung – aus dem gleichen Grund wie Herbert Wehner anno Schmalz: Damit ich weiss, was die Leute denken sollen. Wie kommen Sie eigentlich zu Ihrem Urteil über das Blatt, wenn Sie es nicht lesen?

  16. @ Günther Herbert

    Ganz schwache Replik: Dumme Unterstellung, noch dümmere Witzchen.
    Eben BILD-Zeitungsniveau. Hoffnungsloser Fall.

    1. @” Frederike Krenz” (oder Fritzchen Krenz): Ich scheine da mehr als einen wunden Punkt getroffen zu haben.

  17. Die ganze linke Presse ist doch dem Untergang geweiht. TAZ und FR sind nur die Vorboten. Die Leute haben eben heutzutage andere Möglichkeiten sich zu infomieren und eine Meinung zu bilden.

    Dass das den linken Spießbürgern nicht gefällt und sich eine gewisse Panik breit macht, kann man ja u.a. an den völlig unsachlichen, z.T. hetzerisch-idiotischen Beiträgen einiger Foristen hier sehen.

  18. As a frequent reader of WOL I would like say that I think this newspaper’s dramatic loss of readership over recent months is well-deserved. What one reads today in this publication has nothing to do with responsible journalism and the role of informing the public that newspapers are supposed to fill. WOL has devolved into a crude anti-Trump and anti-AfD propaganda sheet. Its anti-Trump articles are virtual copies of similar articles appearing in left-wing US publications like the NY Times and Washingon Post. For a more balanced picture of the Trump presidency one needs to go to English-language outlets like Fox News, the WSJ, or some of the conservative US blogs.
    Germans actually know no more about the Trump presidency than people living in China or North Korea, because they are constantly being fed false information by their media. An example is Trump’s alleged collusion with the Russians to steal the presidential election in 2016, as well as the “obstruction of justice” charge in relation to the Mueller investigation. To anyone properly informed about the events surrounding the 2016 election these accusations were bogus from the start. But for 2 1/2 years the left-wing media in both the US and Germany have never ceased pushing this entirely fake Russian conspiracy narrative.
    Trump is right when he calls certain US news outlets “fake news”. The same can be said of leading German publications like “Die Welt”, SZ, “Der Spiegel”and FAZ, no to mention the public television stations.

  19. I believe that is one of the so much vital
    info for me. And i am happy reading your article.
    But wanna commentary on some general things, The
    web site style is perfect, the articles is actually nice :
    D. Excellent process, cheers

  20. Dass die WELT Leser verliert, wundert mich nicht. Es ist der gleiche seichte Unsinn wie bei WELT-Online, welches das gewünschte Weltbild des Merkel-Regimes liefert. Hintergrundinformationen zu Themen der Zeit, wie Brexit, EU-Krise, V4, Dieselskandal, maßloser Staat etc.? Fehlanzeige! Es werden die ewig gleichen Stereotype des herrschenden Zeitgeistes agitiert. Mich wundert es, dass dafür Leser überhaupt bereit sind, Geld dafür ausgeben, wo sie für Agitation und Propaganda schon die GEZ abdrücken dürfen.

  21. Ich kann die Freude über den Untergang der deutschen Presse nicht ganz teilen. Es stimmt natürlich, daß größte Teil der dt. Zeitungen (Welt, SZ, TAZ, FR, FAZ usw.) nur noch dumpfe Merkelpropaganda verbreitet.

    Aber kann sich ja noch jemand erinnern wie vielfälig die deutsche Presse einmal aufgestellt war. Da gab es konservative, liberale und linke Blätter. Regierungskritisches konnte man immer finden.

    Dass das heute vorbei ist, bedauere ich sehr. Gedruckten Qualitätsjournalismus in deuscher Sprache ist rar geworden.

  22. Der Niedergang der Presse spiegelt den durch extreme Kapital- und dieser entsprechenden Machtkonzentration erfolgenden Niedergang unserer einstigen Demokratie wider.

    Eine Studie der Princeton University der Wissenschaftler Gilens und Page ergab, dass die Interessen von 70% der US-Bürger nicht mehr den geringsten Einfluss auf das haben, was überhaupt an Interessenvertretern zur Verfügung steht, unabhängig von dem Parei-Label, unter dem Parteien sich als Interessenvertreter den Bürgern feilbieten. Frau Nahles ließ, damals noch für das Arbeitsministerium eine analoge Studien für Deutschland erstellen. Die Ergebnise waren gleich – ergo verschwanden sie in den Schubladen.

    Der Journalismus, in dem sich nur noch wenige große Medienkonzerne ausdrücken, gewinnt das wenige, das er mitzuteilen hat, der Nähne zur mit riesigen PR-Abteilungen dekorierten Macht in den Konzernen und politischen Zentralen, vor allem denen jenseits des Atlantiks.

    Warum soll ein durchschnittlicher Bürger für die Ergebnisse der windig in PR-Formeln verpackten Kampagnen für Lobbyinteressen zahlen sollen?
    Sollen die Menschen weiter dafür zahlen, dass sie verhöhnt und verachtet werden?

    Für mich war eine ernüchternde Erfahrung die 2014 mit unverhohlenem Kriegsgetöse gegen Russland einsetzende Ukraine- “BERICHTBESTATTUNG”, wie sie Christine Prayon exakt benannte. Die spontanen Publikumsreaktionen waren immens: Die Leserkommentare sprudelten über, in zahlreichen Stätten bildeten sich Friedensinitiativen, ein Aufruf von Altpolitikern auf ZON hatte innerhalb kürzester Zeit 1500 zustimmende Kommentare (er konnte dort nur erscheinen, weil damals Helmut Schmidt als Mitherausgeber noch lebte – und was taten die Leitartikler? Sie begannen eine extensive Leserbeschimpfung und redeten denen, die sich verhetzen ließen ein, die Protestierenden gegen den kriegerischen Kampagnenstil würden alle von Moskau dafür bezahlt.

    Als wäre das Wisen um den 2. Weltkrieg mit 55 Millionen Toten, jeder zweite davon ein Vorfahre heutiger Russen, aus den Köpfen der Journalisten radiert worden. Da veranstalten die USA zum Schaden aller Europäer einen Putsch in der Ukriane, Frau Nuland trompetet laut mit ihrem “Fuck the EU” ihren Triumph darüber durch die Gegen, dass nun die US-Eliten die Eskalationsdynamik in Fragen Krieg und Frieden in Europa in der Hand haben – und statt das Ganze eine unheimliche Gefährdung unser aller Leben und zudem noch als eine Frechneit der USA zu erachten, heulen sie alle mit im Chor, als wären sie Zombies im Dienste einer fremden und feindlichen Macht.

    Die Geister der bösen Vergangenheit sind zurück. Sie tragen inzwischen Stars und Stripes statt Hakenkreuz, aber wieder, wie nach dem Reichstagsbrand von 1933 sind deutsche Journalisten ihre folgsamen propagandistischen Vollstrecker.

    Seitdem ist Deutschland selbst, unter einer nur scheinbar demokratischen Fassdade, wieder unheimlich geworden. Wie 1914. Wie 1933. Und damit dass unter Apathie der Bevölkerung durchgeführt werden kann, vielleicht bis zu unser allem nuklearen Verlöschen, zum Wohle der wahnhaften Hybris von der Weltherrschaft Washington, trommelt die deutsche Presse, als hätte es nie die Diskussionen nach 1968 gegeben.

    Und für solche eine Zumutung sollen die Leute noch Geld bezahlen?
    Wann endlich hört das auf, dass wir unter solchen bedrückenden Bedingungen darum fürchten müssen, dass unsere Kinder nur nukleares Schlachtvieh und Kanonenfutter sind – wie unsere Großeltern.

    Wenn die deutsche Presse sich nicht weiter ihren Niedergang verdienen will, dann muss sie endlich wieder auf den Boden des Grundgesetzes und zu den existenziellen und berechtigten Interessen der Bürger zurückfinden. Das ist mit Kadavergehorsam gegenüber den Usurpatoren in Washington nicht vereinbar.

  23. Der Niedergang der Tageszeitung “WELT” ist meiner Ansicht nach in erster Linie auf die brutale Zensur der Leserkommentare auf Welt-online zurückzuführen.

    Jede noch so kleine Kritik an Merkel und ihrer Politik wird brutal wegzensiert, selbst wenn ein Kommentar schon viele hundert likes anderer Leser erhalten hat.

    Vor diesem Hintergrund sind 17 % Käuferschwund fast schon sehr wenig. Sollte welt-online die brutale Zensur der Leserkommentare nicht sofort stoppen, ist die Pleite dieser Zeitung in naher Zukunft nicht mehr zu verhindern und vollauf verdient. So ein Blatt passt nicht zu unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

    1. @ Eugen von Retsalf

      Da haben sie wohl den Nagel auf den Kopf getroffen: Gestern erschien auf Welt-online ein Artikel über die Ereignisse in Chemnitz. Dieser Artikel war so gespickt mit Halbwahrheiten, Erfindungen und Unwahrheiten, daß er binnen kürzester Zeit von den kritischen Lesern mittels der Kommentarfunktion auseinander genommen wurde. Diese Kommentare wurden von aberhunderten Lesern mit likes versehen. Die Welt-Redaktion hüllte sich wie immer in Schweigen.

      Aber anstatt sich bei den Lesern für einen derartig verlogenen Schundartikel zu entschuldigen und Besserung zu geloben, waren heute morgen sämtliche kritische Kommentare GELÖSCHT worden. Ungeheuerlich!!!

      Das so ein Blatt innerhalb eines Jahres 17 (siebzehn!!!) Prozent der Leser verliert, wundert wohl nur die Welt-Redaktion.

      Nein, so eine Zeitung braucht niemand. Dieses Blättchen ist eine Schande für unser Land. Hoffen wir, daß die Welt schon bald vom Markt verschwindet.

      1. Ich verstehe nicht!! WO ist doch fas letzte Medium, welches Kommentare immerhin zulässt. Okay. Gefiltert. Macht aber bspw. ZO wesentlich härter. Dort wird beim ersten (!) misliebigen Kommentar account SOFORT gesperrt. SZ? Null Kommentare.

        Bitte um Aufklärung.

  24. Ich amüsiere mich hier köstlich über diese weltfremden Kommentare hier:-)
    Scheint bei den Relotius Jüngern normal zu sein – Ich freue mich sehr über das langsame sterben der Hofberichterstatterpresse und widme mich jetzt wider meinen “braunen Sümpfblüten”…da erfahre ich wenigstens was.
    Toll wie ihr euch hier alle bekabbelt. Informiert euch weiter fehl.

  25. Die meisten Kommentatoren hier haben zwar Recht, aber verkennen die wahre Ursache für den 17% Absturz der Welt.
    Die “Welt” hat sich nicht dramatisch verändert, so dass schlagartig fast jeder fünfte Leser verschwunden ist. Nein, die “Welt” ist einfach EHRLICHER als die anderen!!

    Bisher wurden die Verkaufszahlen mit Gratis-Exemplaren u.ä. künstlich nach oben gerechnet und damit die zahlenden Werbekunden verärgert.
    Jetzt wird keine Kosmetik mehr betrieben sondern ehrlich(er) abgerechnet.

    Das steht auch in der Meldung so , nur leider so geschickt formuliert, dass anscheinend niemand hier es verstanden hat.

  26. Die Welt ist inzwischen zu einer Plattform für Populisten, Verschwörungstheoretiker und Hater verkommen, die dort regelmäßig ihre kruden Meinungen äußern dürfen – wenn auch manchmal (nicht immer) etwas milder als auf anderen Plattformen. Keine Ahnung, ob die Redaktion das für „konservativ“ hält, wenn man das Spektrum bis in die extreme rechte Ecke verlängert.

    Für einen Leser, der sich seriös informieren will, taugt das Blatt jedenfalls nicht (mehr). Und irgendwann ist halt der Punkt überschritten, an dem zunehmende Abscheu die bisherige Bequemlichkeit schlägt, man seinen trägen Hintern von der Couch bewegt und das Abo kündigt. Mich wundert der Absturz jedenfalls nicht. Höchstens, dass er nicht früher kam.

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