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Apples Video-Streaming-Dienst: Start mit Inhalten von HBO, Showtime und Starz – sofern Deals zustande kommen

Nach der Keynote ist vor der Keynote: Apple-CEO Tim Cook
Nach der Keynote ist vor der Keynote: Apple-CEO Tim Cook © Apple

Es scheint alles angerichtet, dabei ist wohl noch gar nichts fix. Wie der Finanzinformationsdienst Bloomberg berichtet, befindet sich Apple 12 Tage vor seiner "It's show time"-Keynote noch in fieberhaften Verhandlungen mit Content-Partnern. Die Pay TV-Anbieter HBO, Showtime und Starz könnten für den Video-Streaming-Dienst Inhalte liefern, doch Vertragsabschlüsse stünden noch aus. Apple soll nämlich eine Deadline bis Freitag gesetzt haben.

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Obwohl Apple am Montag die Einladung für seine nächste Keynote am 25. März an Journalisten bereits verschickt hat, droht hinter den Kulissen offenbar ein Last-Minute-Poker.

Wie Finanzinformationsdienst Bloomberg mit Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Quellen berichtet, befindet sich der aktuell zweitwertvollste Konzern der Welt in Verhandlungen mit den Premium-Serien-Anbietern HBO (AT&T), Showtime (CBS) und Starz (Lions Gate) über die Verwendung ihrer Inhalte – und wenn ja, zu welchen Konditionen. CNBC hatte im Vorfeld berichtet, dass Apple in einem neuen “Channels”-Bereich die Ausstrahlung von kostenpflichtigen Kanälen innerhalb der TV-App anbieten könnte.

Apples eigene Serien und -Filme befinden sich noch in der Planungsphase

“Bevor der Vorhang aufgeht, muss Apple die Verträge abschließen”, berichtet Bloomberg. Apple beeile sich, neben seinen Eigeninhalten Filme und Serien zu sichern “und macht Zugeständnisse, um einen Deal bis Freitag zustande zu bekommen”, berichtet Bloomberg mit Verweis auf Insider. Deals mit HBO, Showtime und Starz seien wahrscheinlich, allerdings wären die Vermarktung, Bewerbung und das Nutzererlebnis die Knackpunkte der Vertragshandlungen.

Für Apple gehe es wegen eines zum Start mutmaßlich dünnen Angebots an eigenproduzierten Inhalten darum, möglichst viele Content-Partner zu gewinnen. Streaming-Pionier Netflix und Videoportal Hulu sollen ihre Dienste im “Channels”-Bereich dagegen nicht anbieten.  Apples Original Content-Serien und -Filme befänden sich dagegen noch in der Planungsphase; frühestens im Jahresverlauf könnte man mit ersten Exklusiv-Inhalten von Apple rechnen.

Keynote am 25. März

Der Kultkonzern aus Cupertino hatte am Montag Einladungen an Journalisten verschickt, die ein klares Signal senden. “It’s show time”, betitelt Apple seine Einladung – und macht damit überdeutlich eine Anspielung an seinen geplanten Video-Streaming-Dienst, der am 25. März enthüllt werden dürfte.

Video-Streaming-Dienst könnte bereits im April starten

Die Gerüchte über Apples Content-Offensive mit eigenproduzierten Serien und Filmen kursieren bereits seit Jahren. Wie der Finanzinformationsdienst CNBC im Februar berichtete, könnte der Launch des neuen Video-Streaming-Dienstes bereits im April oder spätestens Mai erfolgen.

Apple dürfte dabei seinen Original Content in seiner Ende 2016 ausgerollten TV-App launchen, in die aktuell die Inhalte aus über iTunes gekauften und geliehenen Serien und Filmen und andere Streaming-Anbieter wie Amazon Prime einfließen.

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Apples Original Content startet für iPhone-, iPad- und Apple-TV-Besitzer offenbar kostenlos

Der Clou dabei: Für Besitzer eines iPhone, iPad oder Apple TV, auf denen die TV-App vorinstalliert ist, sollen die exklusiven Serien- und Filminhalte kostenlos zur Verfügung stehen. In anderen Worten: Wie Amazon mit seinem kostenlosen Streaming-Dienst für Prime-Kunden liefert wohl auch Apple zusätzlichen Mehrwert für Bestandskunden.

Für die eigenen Serien- und Filmbemühungen hat Apple unterdessen mit Jamie Erlicht und Zack Van Amburg, die die Erfolgsserien „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“ mitentwickelt haben, zwei absolute Top-Manager aus Hollywood verpflichtet. In diesem Jahr soll Apple bereits ein Budget von einer Milliarde Dollar für die Produktionen aufwenden.

Bereits Steven Spielberg, Oprah Winfrey, Jennifer Aniston und Reese Witherspoon verpflichtet

Die ersten hochkarätigen Serien werfen immerhin ihre Schatten voraus. So sicherte sich Apple die Dienste von Star-Regisseur Steven Spielberg für eine Neuauflage seiner “Unglaublichen Geschichten”, während Jennifer Aniston und Reese Witherspoon in einer Serie über das Frühstücksfernsehen Hollywood-Glamour der höchsten Kategorie nach Cupertino bringen sollen.

Im vergangenen Juni gab Apple zudem bekannt, mit der weltweit wohl bekanntesten und erfolgreichsten TV-Talkerin Oprah Winfrey einen Vertrag über eine mehrjährige Zusammenarbeit abgeschlossen zu haben. Durch diese “einzigartige, mehrjährige Partnerschaft” sollen direkt Eigenproduktionen für den Streaming-Dienst entstehen.

Auch Abo-Dienst “Netflix für News” erwartet

US-Medien hatten zuletzt auch darüber berichtet, dass Apple auf seiner März-Keynote einen Abo-Dienst für journalistische Angebote ankündigen dürfte, der bei renommierten Verlagshäusern wegen der hohen Umsatzbeteiligung Apples jedoch auf Widerstand stoßen soll.

Das Wall Street Journal hatte im Februar berichtet, der iPhone-Konzern wolle bei seinem “Netflix für News”-Dienst einen außergewöhnlich hohen Erlösanteil von etwa 50 Prozent behalten. Wie Techreporter Mark Gurman bei Bloomberg berichtet, soll das Premium-News-Angebot ebenfalls am 25. März vorgestellt und mit der Aktualisierung auf iOS 12.2. ausgerollt werden.

Quellcodes aus den Betaversion von 12.2 and macOS 10.14.4 gaben gestern zudem deutliche Hinweise auf Apples neuen Abo-Dienst. Wie Bloomberg weiter berichtet, könnte Apple zudem als drittem Programmpunkt zusammen mit der US-Investmentbank Goldman Sachs eine Kreditkarte präsentieren, die auf dem Bezahldienst Apple Pay basiert.

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