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Neue Chefredaktion: Ulli Tückmantel verlässt die Westdeutsche Zeitung, Stellvertreter übernehmen

Ulli Tückmantel war fünf Jahre Chefredakteur der WZ
Ulli Tückmantel war fünf Jahre Chefredakteur der WZ © Picture Alliance/ Montage: MEEDIA

Die Westdeutsche Zeitung verliert ihren langjährigen Chefredakteur. Ulli Tückmantel, der seit 2014 die Redaktion des Regionalblattes leitet, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Auf seine Position rücken die bisherigen Stellvertreter Annette Ludwig und Lothar Leuschen vor, wie das Medienunternehmen auf Nachfrage bestätigte. Wohin es Tückmantel verschlägt, ist bislang unklar.

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In einer Mitteilung der WZ heißt es, Tückmantel wolle sich einer “neuen beruflichen Herausforderung” widmen. Auf Twitter bestätigt der langjährige Chefredakteur der Zeitung seinen Abgang: “Liebe Follower, nach rund 5 Jahren als Chefredakteur verlasse ich die Westdeutsche Zeitung. Dieser dienstlich genutzte Account wird daher nicht mehr bedient und in einigen Tagen deaktiviert.”

Geschäftsführer Oliver Moll bedauert die Entscheidung von Tückmantel und sieht sich “zu großem Dank verpflichtet”: “Er hat einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwick­lung der Westdeutschen Zeitung und Schärfung ihres Markenpro­fils geleistet”, sagt der Geschäftsführer in einem Statement. Schon seit einigen Monaten wurde vermutet, dass Tückmantel die Redaktion verlässt. Im vergangenen Jahr dementierte die Geschäftsführung gegenüber MEEDIA aber entsprechende Gerüchte.

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Tückmantel übernahm die Redaktion 2014 in einer denkbar ungünstigen Lage. Erst kurz vor seiner Einstellung musste die Westdeutsche Zeitung rund 50 von 100 Redakteursstellen abbauen und einzelne Lokalredaktionen schließen. Derzeit ist die WZ von Wuppertal über Düsseldorf und Krefeld bis zur niederländischen Grenze zu haben.

Bis heute konnte sich das Blatt nicht erholen. Die Westdeutsche Zeitung verkaufte sich im vierten Quartal 2018 täglich 63.363 Mal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 6,9%. Die WZ entwickelt sich derzeit damit klar schlechter als der Gesamtmarkt der Tageszeitungen. Der Fünf-Jahres-Vergleich liegt bei -34,8%, der Zehn-Jahres-Vergleich bei -50,1%. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die verkaufte Auflage der WZ also halbiert.

An Tückmantels Position rücken die bisherigen Stellvertreter Annette Ludwig und Lothar Leuschen vor. Letztgenannter übernahm bereits 2014 kommissarisch die Chefredaktion für einige Monate. Ulli Tückmantel zu seinem Abgang: “Die Redaktion der Westdeutschen Zeitung hat in enger Zusam­menarbeit mit allen Verlagsbereichen in den vergangenen Jahren Großartiges geleistet und die richtigen Schritte in die Zukunft getan. Ich blicke nun mit Freude einem neuen Berufsabschnitt entgegen.”

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