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Apple könnte AR-Brille als iPhone-Accessoire bereits 2020 launchen

Tim Cook scheint inzwischen auch von Smartbrillen fasziniert zu sein
Tim Cook scheint inzwischen auch von Smartbrillen fasziniert zu sein

Die Gerüchte, dass Apple als nächstes großes Produkt eine smarte Augmented Reality-Brille auf den Markt bringen könnte, halten sich seit Jahren. Neue Nahrung liefert nun der vermeintlich am besten vernetzte Apple-Analyst der Welt. Wie Ming-Chi Kuo in einer neuen Research-Note prognostiziert, könnte der zweitwertvollste Konzern der Welt mit der Produktion bereits in diesem Jahr beginnen und die AR-Brille 2020 auf den Markt bringen.

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Das Warten auf das nächste große “One more Thing” könnte möglicherweise kürzer ausfallen als zuletzt befürchtet. Während sich ein iCar (oder zumindest die Technologie für das selbstfahrende Auto) immer weiter und immer vager in die Zukunft verschiebt, könnte ein anderes Projekt schon bald weiter in den Fokus rücken: eine Augmented Reality-Brille, über die bereits seit Jahren viel spekuliert wurde.

Bloomberg hatte erstmals im November 2016 berichtet, dass Apple seine Bemühungen im mutmaßlich nächsten Boom-Segment intensiviert habe. Ein Jahr später berichtete der Finanzinformationsdienst, Apple strebe an, bis 2019 ein AR-Headset mit entsprechender Technologie zu entwickeln, das – anders als heutige VR-Brillen – ohne ein Smartphone auskommt.

Erste Generation von Apples AR-Brille als iPhone-Accessoire

Davon kann offenbar jedoch keine Rede mehr sein. Wie Ming-Chi Kuo in einer neuen Research-Note prognostiziert, die der taiwanischen Wirtschaftszeitung Economic Daily News vorliegt, könnte Apple zwischen dem vierten Quartal dieses Jahres und dem zweiten Quartal 2020 mit der Produktion beginnen und die Auslieferung im weiteren Verlauf des nächsten Jahres erfolgen.

In der Funktionalität dürfte die erste Generation von Apples Smartbrille nach Einschätzung von Kuo weitaus eingeschränkter sein als zuvor noch von Bloomberg prognostiziert. So geht der TF Securities-Analyst davon aus, dass Apple die AR-Brille zunächst als Accessoire zum iPhone auf den Markt bringt.

Wie Apple Watch abhängig vom iPhone
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“Wir glauben, dass Apple wegen technischer Beschränkungen das AR-Gerät in die iPhone-Anwendung integriert”, schreibt Kuo. In anderen Worten: Wie die ersten Apple Watch-Generationen dürfte die Smartbrille aus Cupertino in der Nutzung komplett vom iPhone abhängig sein und nur als Display fungieren. Bloomberg hatte 2017 noch berichtet, Apples AR-Brille solle mit einem eigenen Betriebssystem rOS und einem entsprechend schnellen Chip ausgestattet sein.

Die Herausforderung, eine stylische Smartbrille auf den Markt zu bringen, die Apples Design-Standards entspricht und eben nicht wie Google Glass wie ein Fremdkörper wirkt und dazu noch mit entsprechender Batterieleistung ausgestattet ist, dürfte auch für Apple zu einer technischen Herkulesaufgabe werden, mutmaßte Bloomberg-Reporter Mark Gurman.

AR als nächster Boom-Markt

Dem Techpionier bleibt unterdessen keine andere Wahl, als massiv in AR zu investieren, wenn sich die Einschätzungen von Branchenexperten bewahrheiten und Augmented Reality zur großen Computing Plattform der nächsten Dekade werden wird.

Der weltweite Markt für AR-Produkte dürfte im Jahr 2024 bereits ein Volumen von 165 Milliarden Dollar besitzen, mutmaßt der frühere Apple-Staranalyst Gene Munster, der sich inzwischen als Wagnisfinanzierer mit seinem Unternehmen Loop Ventures selbstständig gemacht hat.

„Um im Augmented Reality-Bereich erfolgreich zu sein, muss man natürlich die Hardware liefern, aber auch die anderen Dinge: von den Karten bis zu Social Payments“, umschreibt Munster die Herausforderung.  „Apple ist eines der wenigen Unternehmen, denen das gelingen könnte“.

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