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“Die Demokratie steht auf dem Spiel”: Warum Steve Jobs’ Witwe Laurene Powell massiv in Journalismus investiert

Laurene Powell Jobs bei einer Podiumskussion
Laurene Powell Jobs bei einer Podiumskussion Screenshot: re/code / YouTube

Laurene Powell Jobs ist über die sich immer weiter verschärfende Krise im Journalismus alarmiert. Auf einer Podiumsdiskussion mit re/code-Gründerin Kara Swisher erklärte die Witwe des Apple-Gründers am Freitag, "der Mangel an relevanten Regionalnachrichten gefährdet unsere Demokratie". Die 55-Jährige hat in den vergangenen Jahren selbst massiv in Journalismus investiert. Powell-Jobs gehören The Atlantic, Axios und das Pop-Up Magazine.

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Auf der “Lesbians Who Tech”-Konferenz in San Francisco sagte Laurene Powell Jobs: “Der Mangel, relevante Lokalnachrichten zu finden, gefährdet unsere Demokratie, gefährdet unsere Fähigkeit, miteinander zu sprechen und uns zu verstehen”, kommentierte die 55-Jährige den Niedergang des Lokaljournalismus, dem in den USA viele Regionalzeitungen zum Opfer fielen.

Gleichzeitig stellte die Witwe des 2011 verstorbenen Apple-Gründers eine Verbindung zwischen der Krise des Journalismus und den wiederholten Attacken von US-Präsident Trump auf die freie Presse her. “Es kommt aus dem Lehrbuch von Diktatoren”, stellte Powell Jobs gegenüber Techreporterin Kara Swisher fest.

Jobs-Witwe Laurene Powell hat bereits mehrfach in Journalismus investiert

Die Verunglimpfung der Presse funktioniere: “Das Vertrauen in Nachrichtenquellen und Fact-Checking-Organisationen befindet sich auf einem Allzeittief”, konstatierte Powell Jobs, die über ihre Investmentgesellschaft Emerson Collective in der Vergangenheit bereits in publizistische Angebote investiert hat – u.a. in die Non-Profit-Portale Marshall Project und ProPublica, das investigativen Journalismus unterstützt und in das 2017 gelaunchte Newsportal Axios.

Im gleichen Jahr sorgte die Übernahme des US-Traditionsmagazins The Atlantic für Ansehen. Welchen Preis Powell Jobs für das 162 Jahre alte Prestigemedium bezahlte, wurde seinerzeit nicht bekannt. The Atlantic erschien 2017 mit einer monatlichen Auflage von rund 565.000 Heften. Im vergangenen Jahr erwarb die 55-Jährige das Medienunternehmen Pop-Up Magazine Productions, das das California Sunday Magazine herausgibt. Laurene Powell Jobs erklärte gestern, sie sei bereit, weitere Investments in Journalismus vorzunehmen

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Vermögen von 19 Milliarden Dollar

Powells Vermögen, bestehend aus dem Erbe von Steve Jobs, wird von Forbes Magazine aktuell auf knapp 19 Milliarden Dollar geschätzt. Der Löwenanteil des Vermögens stammt allerdings nicht aus Apple-Aktien, sondern aus Anteilsscheinen von Disney, die Jobs für den Verkauf von Pixar 2006 erhalten hatte.

Hätte Powells Ehemann (vor ihrem Kennenlernen) Mitte der 80er-Jahre nach seinem Ausscheiden bei Apple nicht wutentbrannt seine Anteile am Computerpionier verkauft, wäre Powell Jobs heute nach Jeff Bezos der zweitreichste Mensch der Welt. Steve Jobs’ ursprünglicher Anteil an Apple (11 Prozent der Aktien) wäre inzwischen nämlich 91 Milliarden Dollar wert.

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