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Heribert Prantl gibt seine Positionen bei der Süddeutschen Zeitung auf, bleibt aber als Autor an Bord

Gibt seine Führungsämter bei der SZ auf: Meinungsjournalist Heribert Prantl
Gibt seine Führungsämter bei der SZ auf: Meinungsjournalist Heribert Prantl ©Foto: Picture Alliance/dpa-Zentralbild Montage: MEEDIA

Heribert Prantl, Ressortleiter Meinung und Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, legt seine Führungsämter bei der Zeitung nieder. Das schreibt die SZ in eigener Sache. Der 65-Jährige wird aber weiterhin als Autor, Kolumnist und Kommentator an Bord bleiben. Unter Prantls Nachfolger Stefan Ulrich soll der Meinungsteil deutlich ausgebaut werden.

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Wie es in einer Meldung in eigener Sache heißt, werde Prantl weiterhin als “ständiger Autor” für die Süddeutsche Zeitung schreiben. “So wird künftig auf Seite 5 der Wochenendausgabe eine politische Kolumne von ihm erscheinen. Am Sonntag wird weiterhin sein Newsletter ‘Prantls Blick’ verschickt, auf sueddeutsche.de sehen Sie das Video ‘Prantls Politik’.”

Gegenüber MEEDIA erklärt der meinungsstarke wie auch – eben aus diesem Grund – umstrittene Kommentator die Entscheidung mit Altersgründen. “Ich werde 66. Also beende ich die Pflicht, künftig nur noch Kür”, so Prantl

Seine Aufgabe als Ressortleiter Meinung wird zum 1. März Stefan Ulrich übernehmen. Unter ihm soll der Meinungsteil erweitert werden. “Die Zeitung widmet die Seite 5 am Freitag – wie schon in der Wochenendausgabe – den Beiträgen von Kolumnisten und Gastautoren”, heißt es seitens der SZ. “Die Kolumnen von Carolin Emcke, Jagoda Marinić, Norbert Frei und Karl-Markus Gauß werden fortan im Wechsel freitags veröffentlicht.” Zudem werde die Illustratorin Ulrike Steinke diese Seite gestalten. Samstags soll neben der Prantl-Kolumne die Außenansicht und die Presseschau gedruckt werden. “Die SZ reagiert damit auch auf den rasanten politischen und gesellschaftlichen Wandel. Sie wird künftig noch stärker Ereignisse kommentieren und einordnen.”

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Prantl kam 1988 nach seiner Karriere als Jurist und Staatsanwalt zur Süddeutschen Zeitung und stieg im Ressort Innenpolitik ein, dessen stellvertretender Ressortleiter er 1992 wurde, von 1995 bis 2017 übernahm er die Leitung des Ressorts. 2011 beförderte man den Journalisten zum Mitglied der Chefredaktion. Anfang 2018 übernahm er dann die Ressortleitung des neu geschaffenen Meinungsressorts.

 

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