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Wenn Journalismus zur Bad Bank wird: Was der Räumungsverkauf bei DuMont für das Zeitungsgeschäft bedeutet

Digitalisierung versus Printgeschäft: Das Primat des Kostenmanagements ist für Gedrucktes keine Überlebensstrategie – eher das Gegenteil
Digitalisierung versus Printgeschäft: Das Primat des Kostenmanagements ist für Gedrucktes keine Überlebensstrategie – eher das Gegenteil © Foto: Fotolia/ Montage: MEEDIA

Die Nachricht als solche überrascht Insider nicht, allenfalls der Zeitpunkt. Gerüchte waberten schon seit Monaten, und der Name DuMont fiel dabei immer öfter. Jetzt, im Februar 2019, ist es soweit: Mit der Kölner Mediengruppe will der erste deutsche Traditionsverlag sein Zeitungsgeschäft komplett abstoßen. In einer Branche, die nach außen noch so selbstbewusst auftritt, ist Panikstimmung angesagt.

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Nicht einmal vier Jahre hat es gedauert, bis das verlegerische Erbe von Alfred Neven DuMont nach dessen Tod zur Disposition steht – oder besser gesagt das, was davon noch übrig ist. Allenfalls die Marken um den Kölner Stadtanzeiger können als Filetstück durchgehen, die Blätter in der Hauptstadt (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) oder in Hamburg (Morgenpost) dürften Kaufinteressenten eher abschrecken. Sie werden wohl allenfalls im Paket mit den wenigen lukrativen Titeln zu symbolischen Preisen verkäuflich sein. Wenn überhaupt.

DuMonts für viele irritierend wenig medienaffiner CEO Christoph Bauer hat dem Niedergang kein entschlossenes Gesamtkonzept entgegenzusetzen gehabt, das über wiederkehrende Kostenrunden hinausging. Dem seit Oktober 2013 agierenden Vorstandschef mangelte es an Mut und Visionen. Der – laut eigener Vita – Experte im “Change Management” suchte sein Heil in der Digitalisierung, nur offenbar nicht in der des Journalismus, wie man aus heutiger Sicht feststellen muss. Damit war das einst so einflussreiche Zeitungsimperium DuMont früher als andere Königslande der Verlegerwelt reif für den finalen “Change”, raus aus allem, was der Vierten Gewalt einst heilig war. Zeitungs-Journalismus als Bad Bank im Medienhaus-Business.

Es ist billig und in vieler Hinsicht wohl zutreffend, wenn man den CEO von DuMont nun als Totengräber seiners Verlagsgeschäfts identifiziert. MEEDIA hatte diesen Aspekt und das riskante Spiel mit dem Erbe des “Alten” bereits 2016 in einem Porträt von Christoph Bauer mit der Headline “Der Spar-Kommissar” beleuchtet. Zur Wahrheit gehört es aber auch, dass Alfred Neven DuMont zum Ende seines Lebens selbst die Schieflage seines Verlags begünstigt und so die fatale Entwicklung eingeleitet hat. Da waren verlegerisch ambitionierte, aber gleichwohl als gigantische Fehlinvestments geltende Zukäufe (u.a. in die längst abgewickelte Frankfurter Rundschau). Geld, das bei damals noch gesunden Titeln später für Zukunftsinvestitionen fehlte. Oder auch das wenig glückliche Händchen des Verlegers bei der Regelung seiner Nachfolge. Der Streit mit seinem Sohn Konstantin Neven DuMont und dessen Rauswurf markiert ein unrühmliches Kapitel kölscher Verlagsfolklore in seiner überlangen Regentschaft.

Die Branche ist in Aufruhr – “Jeder redet mit jedem”, sagt ein Verlagsvorstand

Nun ist es also ante portas, das “Ende einer Dynastie”, wie der Chefredakteur des Mediendienstes Horizont heute schrieb, dessen Redaktion die Verkaufspläne am Morgen exklusiv enthüllt hatte. Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands spricht von einem “verlegerischen Offenbarungseid” und sieht die Politik in der Pflicht, Verantwortung für “Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus” zu übernehmen. Und auch der Präsident des Zeitungsverleger-Verbandes BDZV meldete sich bereits gestern auf einer Veranstaltung zu Wort, um zu beklagen, dass die derzeitige Vielfalt an Tageszeitungen nicht aufrecht zu erhalten sei: Den Verlagen, so Springer-Chef Mathias Döpfner, bleibe nur die Wahl, Konsolidierer zu sein – oder Konsolidierter. Alimente vom Staat lehnt Döpfner jedoch rundheraus ab: „Lieber Insolvenzen bei Zeitungen als der Verlust ihrer Unabhängigkeit durch Subventionen.“

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Am Ende bekommt die Republik vielleicht beides. Denn die Branche ist insgesamt in Aufruhr. “Jeder redet mit jedem”, fasst ein Vorstand eines großen Verlagshauses die aktuelle Situation auf Entscheiderebene zusammen. Während am Markt auf Produktebene zwischen den Häusern teils erbitterte Rivalität herrscht, wird hinter den Kulissen um Optimierungen und Marktbereinigungen gerungen. DuMont ist dabei ein Baustein, aber lange nicht der einzige. In den kommenden Monaten erwarten führende Manager eine ganze Reihe von Einstellungen und Übernahmen. “Der Markt ist in Bewegung, jedem ist klar, dass jetzt gehandelt werden muss”, so ein Insider. Nach Jahren der (aus Sicht der Zeitungsverlage oft eher moderaten und kalkulierbaren) Auflagen-Erosion sei seit Mitte vergangenen Jahres ein massiver Einbruch der Anzeigenumsätze hinzugekommen. Dieser sowie die künftigen Mehrkosten bei der Zustellung verdüstere die Aussicht auf einen profitablen Betrieb der Titel zusehends, heißt es aus vielen Häusern.

Viele nutzen das Schreckgespenst Digitalisierung als Alibi für massive Einschnitte

Die brutale Wahrheit lautet: Kaum jemand wird es gelingen, sich dem Markttrend gänzlich zu entziehen. Aber jene, die glaubten, der Gefahr vor allem mit einem wuchtigen Tritt auf die Kostenbremse ausweichen zu können, sind als Erste mit ihrem Latein am Ende und reihen sich ein ins Feld der Verlierer oder der “Konsolidierten”, wie sie der BDZV-Präsident nennt. Wer die DNA seines Geschäfts nicht verstanden hat und wessen vorderste Handlungsmaxime der eigene Bonus nach der nächsten Jahresbilanz scheint, ist als Change Manger in Medienhäusern der Digitalzeit nicht nur auf lange Sicht eine denkbar schlechte Wahl. Die Einschläge kommen schneller und härter, als es die schillernden Business-Pläne der selbsternannten Mover & Shaker vorgaukeln. Effizienz ist im modernen Verlagsgeschäft unabdingbar, aber ohne Relevanz fehlt schlicht die Geschäftsgrundlage.

Zu viele Manager haben den Raubbau an ihrem Geschäftsmodell über Jahre sehenden Auges in Kauf genommen, Redakteursstellen gestrichen und am Produkt gespart, um die Rendite zu sichern. Das Schreckgespenst Digitalisierung wurde zum Alibi und Vorwand für Einschnitte, die einen lebensbedrohlichen und letztlich -vernichtenden Aderlass zur Folge haben. Vor allem der regionale Journalismus ist von der schleichenden Aushöhlung betroffen: Immer weniger Journalisten müssen immer mehr Aufgaben schultern, klagen Redakteure fast allerorten. Die Premium-Inhalte, von denen in Interviews der Führungskräfte und auf Kongressen immer wieder die Rede ist, sind häufig längst Mangelware. Marken schwächeln, die Kundenbindung geht schrittweise verloren. Was in der Startup-Szene, auf die viele Verleger neidisch schielen, ein No-Go wäre, ist in der Medienwelt leider Realität: Das Produkt gerät aus dem Fokus, der unabhängige Journalismus verliert die Priorität. Wenn es so weiter geht, darf man sich über weitere Branchen-Schlagzeilen wie die vom Ausverkauf bei DuMont nicht wundern.

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Alle Kommentare

  1. … na ja, deren Zeitungsangebot hat einfach nichts getaugt. Ich war Augenzeuge.

    Am Beispiel von DIE ZEIT und in Ansätzen beim BERLINER TAGESSPIEGEL erleben wir tatsächlich wie es funktionieren könnte. Hier wird gezielt eine Personengruppe bedient, die DIE ZEIT auch dann noch kaufen wird, wenn DIE ZEIT das Kalifat für Deutschland fordert. So geht heutiger Journalismus in Deutschland!

    1. Der “Berliner Kurier” hat zwar erst letztens in einer ziemlich großen, etwas verwirrenden und zugleich für einen Leien undurchsichtigen Stellungnahme gexvhrieben, daß alles wohl beim alten bleiben wird und die 2 Zeitungen – “Berliner Kurier und Berliner Zeitung” weiterhin bestehen bleiben, was mich jetzt sehr skeptisch macht!!

  2. Die Zeitungen werden ja mit dem Niedrigstmehrwertsteuersatz von 7% schon indirekt subventioniert.

    Pressevielfalt sehe ich in D schon lange nicht mehr.

    Die unkritische Haltung zur Regierung, sowie das Hochjubeln von Hartz IV usw. sind den meisten Zeitungen auch zum Verhängnis geworden.

    Wenn das “Handelsblatt” dies tut, die i.d.R. Leser haben, die davon gar nicht betroffen sind, ist dies nicht weiter schlimm, aber warum drischt man auf Teile der eigenen Zielgruppe ein und wundert sich dann, daß die Leser nicht mehr dafür bezahlen wollen ( oder können ! ) ?

    Die Ausdünnung des Lokaljournalismus war auch ein schwerer Fehler. Zu lesen was im Stadtteil passiert ist für viele noch einer der wenigen Kaufanreize für eine Tageszeitung.
    Wenn dort nicht mehr steht als in den Gratiswerbepostillen erübrigt sich der Kauf für viele doch.

  3. Mal ehrlich: wo sind denn die “Premium-Inhalte” bei den Regionalzeitungen? Da gibt es nichts. Außer den Todesanzeigen. Und wenn dann wirklich mal ein Skandälchen am Horizont sichtbar wird, halten Alle die Füsse still. Weil man in Deutschland leider sowieso nichts berichten kann, was weh tut.

    Aktuell habe ich hier den Fall eines Betriebsrates, der urplötzlich suspendiert wurde. Dazu eine anonymisierte e-Mail an die Redaktion. Es gehe angeblich um sexuelle Übergriffe auf weibliche Kollegen durch eben jenes Betriebsratsmitglied. Und wie weiter? Die Betroffenen werden kaum mit mir reden wollen, der Angeschuldigte wird mit dem Anwalt drohen, sein Arbeitgeber sagt sowieso nichts. Das wäre aber eine Geschichte, die interessant ist. Nur – es gibt ja das bei uns hoffnungslos übertriebene Recht auf Persönlichkeitsschutz. Alles müsste anonymisiert werden, verpixelt werden, keine Namen, keine Orte, kein gar nichts. Dann doch lieber der Bericht über den letzten Feuerwehreinsatz. Der tut nicht weh.

    1. Recherche ist da selbstverständlich schwierig, allerdings: Sie scheinen die Person ja identifiziert zu haben, sonst hätten Sie ja gar keinen Ansatz.

      Fragen Sie den doch einfach mal, ob er dazu im Hintergrund was sagen möchte; schliesslich ist sexuelle Belästigung einer der wenigen Gründe, mit dem man einen unbequemen Betriebsrat loswerden kann (und die nötige Beweislast scheint mir nicht so hoch wie etwa beim Diebstahl zu sein).

  4. Eine treffende Analyse. Da große Zeitungssterben wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Und vom digitalen Journalismus wird kaum einer leben können.

  5. Kann man nicht das “Model” von der New York Times uebernehmen bzw. das Gescharftsmodell…
    die Auflagen sind doch sehr gestiegen….Infornation und Meinungsvielfalt muss doch bleiben.
    Freundliche Gruesse
    Eleonore Ladwig

  6. Zitat: “Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands … sieht die Politik in der Pflicht, Verantwortung für “Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus” zu übernehmen”.

    So,so, “die Politik” soll nun (offenbar finanzielle) Verantwortung übernehmen für den desolaten Zustand der evident degenerierten “Vierten Gewalt”, die es seit Jahren versäumt, das für sie vorgesehene Wächteramt über die ebenfalls degenerierte politische Kaste adäquat auszuüben. Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus sind für jeden, der sehen kann, sukzessive zu einer verhängnisvollen Kumpanei und Komplizenschaft im politisch-medialen Komplex entartet.

    Wer – jenseits der zwangsfinanzierten Manipulations- Umerziehungs- und Indoktrinationsanstalten des Staatsfunks mit seinen ideologischen Framing-Journalisten – im medialen Printmarkt noch lukrative Leserbindung generieren will: Der sollte halt vermeiden, tagtäglich gegen die Meinungen und Befindlichkeiten seiner Rezipienten anzuschreiben. Die “Meinungsvielfalt” der vorherrschenen Mainstream-Einheitsmedien wird schon länger nur noch halluziniert.

    1. hallo Herr Bruns,
      den Nagel voll auf den Kopf getroffen, wenn die glauben, sich die Welt zurecht zu schreiben, gemäß Pipi Lang…. : ich schreib mir die Welt, wie sie mir gefällt, sich dann aber wundert, bei voll daneben, seine Leser zu verlieren, der geht in seiner Traumwelt eben unter; recht so.
      Den DDR-Jounalismus 2.0, braucht fast niemand – ausser die , die davon Leben, also Politkasper und die Schreiberlinge selbst.
      Das Internet hat uns offensichtlich aus dem Würgegriff der MSM befreit.

      1. Auch semiprofessionelle Forentrolle scheinen sich die Welt zuschanden zu schreiben.

        Ich hätte ja gedacht, irgendwann versteht auch diese Redaktion, dass die Reputation eines Mediums auch mit der Qualität der Kommentare zusammenhängt. Manche Bretter sind wohl etwas schwerer zu bohren, als andere.

  7. Kritischer und mutiger Journalismus ist gefragt.In der Regionalausgabe alles was interessant ist, von Veranstaltungen über dass, was uns Menschen bewegt. Leider ist dieses dem Stadt-Anzeiger abhanden gekommen. Ich habe ihn nach Jahrzehnten des Bezugs abbestellt. Ohne Visonen und guter Führung war das Ende vorhersehbar. Der Fisch stinkt zu erst am Kopf. Schade um den Stadt-Anzeiger!

  8. Für Hofberichterstattung bezahlt eben keiner. Die Mehrzahl der deutschen Journalisten sind doch völlig ergebene Claqueure der politischen Klasse. Die Hamburger Morgenpost war in dieser Beziehung echt schlimm. Hab ich tapfer ertragen. Als die Mopo aber die Brandstifter und Marodeure des G20 Gipfels als “linke Aktivisten” bezeichnete war für mich Schluß.

    1. Wieviele “Brandstifter” haben Sie denn gezählt? Wie hoch war ihr Anteil an der Menge der Demonstranten? Wissen Sie, wer Feuer gelegt hat und wo er politisch steht?

  9. Wenn ich Presseerzeugnisse kaufe erwarte ich sachlich richtige Information und nicht Indoktrination und Umerziehung.
    Wer das nicht bringen will,kann oder darf muß untergehen,und das ist gut so.

  10. Spannend fand ich den Tod der Hamburger Morgenpost, auch weil es beruflich bis 2018 “Nachbarn” waren. Je schlechter es der MoPo ging, desto schlechter wurde das Produkt. Man hat dort in den letzten Jahren jeden Fehler mit einem noch größeren Fehler zu korrigieren versucht.

    Sachliche, faktisch korrekte Artikel, die Ereignisse in meiner Stadt beschreiben? Wurden abgeschafft, ausgemustert. Es wurde dafür der politische Zeigefinger geschwungen. Es wurde die Mitleidsdrüse gedrückt, die weit weniger Menschen haben als man gemein animmt. Die Auflage sank.

    Dann hat man “Haltung” gezeigt, die allerletzten guten Beiträge verschwanden, dafür wurde auf alte, weiße Männer eingeschlagen, der wiblichen Menstruation gefröhnt. Die Auflage sank.

    Neben der Haltung zog dann – jedenfalls online – exzessiv Clickbait ein. “Schockdiagnose! Was der Arzt herausfand, ist unglaublich” usw. Und damit haben die ihren letzten Leser erschossen.

    In einer Metropolregion mit über 3 Mio. Menschen werden noch gut 30.000 Mopos verkauft. Eine davon kaufe ich pro Jahr, denn nichts reinigt die Winschutzscheibe von innen besser als ein feuchtes Näul Zeitungspapier!

    RIP, Ihr “Meinungsmacher”, Ihr “Aufrechten”, Ihr mit “Haltung” – Ihr Trottel!

    1. In der Tat: Die ideologischen Trottel der totalitären Frankfurter Schule beherrschen die Redaktionen seit Jahren. Und jetzt fehlt für den medialen Paradigmenwechsel das qualifizierte Personal – und zahlende Rezipienten mit einen Restvertrauen in den Journalismus.

  11. Faszinierend.

    Die Mopo hat ne Auflage von ca. 40 000. Pro Tag, das sind bei 6 Tagen / Woche über eine Million im Jahr.

    So etwas in die Grütze zu reiten muss man erst mal schaffen . Wenn man allerdings nur linksfeminstische Männerverunglimpfumg nebst primitiven Lügen als Inhalt bezeichnet ist die zeitungslesende Zielgruppe etwas eingeschränkt. Fußball können andere besser.

    Selber lese ich das Zeugs schon lange nicht mehr und boykottiere jede Firma die es wagt in diesem Blatt Annoncen zu schalten. Wenn ich mal das Pech habe das Sie irgendwo rumliegt und der Akku alle ist.

    Tit for Tat.

  12. Langsam bricht Panik aus, konnte man schon an der neusten WAZ-Sparrunde sehen.

    Mal sehen wann Augstein – und zu welchem Preis er – verkauft

  13. Ich glaube nicht an die Reformfähigkeit vieler Zeitungsverlage. Dagegen spricht vor allem die Unfähigkeit eigene Fehler zu erkennen, aufgrund eines Indoktrinierten Weltbildes.
    Es ist numal so, dass herkömmliche Presse den Weg der Videokasette geht und dafür neue Geschäftsmodelle entstehen werden.
    Die namhaftesten Journalisten (Broder usw.) haben mittlerweile eigene Portale und sind Gastautoren bei den herkömmlichen Altmedien. Parallelveröffentlichungen in Altmedien sind hauptsächlich dazu da um die eigene Marke und Reichweite zu erweitern, damit potentielle Leser künftig direkt zum Erzeuger kommen.

  14. Kein Mitleid! Das ist nur der Anfang. Die Printbranche geht selbst verschuldet den Bach runter – verdient. Wer gegen seine Leser anschreibt, hat den linksgrünen Zeitungstod selbst erarbeitet. Leider wollen das die sogenannten Kollegen in ihren großstädtischen Bionade-Biedermeier-Milieus nicht erkennen. Deswegen werden die Zeitungsbuden jetzt Schritt für Schritt dicht gemacht. In Köln, Hamburg, München und vor allem in Berlin wird der Sensenmann in diesen Jahren die ersten großen Schnitte machen. Digital trägt daran dann nicht die Hauptschuld, sondern die leider immer noch überhebliche, selbstgefällige und zu Selbstkritik unfähige journalistische Klasse. Denn sie will einfach nicht die Grundregel beherzigen: Immer den Leser denken!

  15. In Sachen Mainstream-Medien gibt es starke Parallelen zu den Kirchen. Beide agieren massiv gegen ihre Leser/Mitglieder und haben das in sie gesetzte Vertrauen nach Jahren des Missbrauchs ihrer Macht verspielt. Nun laufen die Leser / Mitglieder in Scharen davon. Beiden gemein ist auch, dass sie nur überleben können, wenn die Mächtigen vom Volk erpresste Steuergelder zur Finanzierung zuschießen. Am Ende stehen abhängige Staatsmedien und Staatskirchen ohne Verwurzelung in der Bevölkerung.

  16. Ich habe noch niemanden kennengelernt, der für Agitation und Propaganda einen Taler ausgeben würde.

    Es wird Zeit, dass die Medien-Lügenbolde vom Markt verschwinden …

  17. Man schaue sich doch nur einmal an, was die Mopo heute titelt:

    “Warum Frauen für die gleichen Produkte und Dienstleistungen manchmal viel mehr bezahlen müssen als Männer.”

    Ich meine, die Mopo ist eine Tageszeitung! Wen wollen die denn mit einer derartig öden und abgedroschenen Story zum Kauf animieren? Das grenzt ja an Sabotage.

    Nein, diese Zeitung ist nicht zu retten.

    1. Ich kann mir das auch nur mit Sabotage und Selbsthass erklären. Die Wahrheit wird aber sein, dass die Entscheidert dort einfach nur strunzdumm sind und den Kontakt zur Wirklichkeit verloren haben.

      Im übrigen musste meine Frau noch nie mehr bezahlen, wenn Sie für mich meinen Rasierschaum gekauft hat. Der Titel ist also auch noch gelogen, weil es eben nicht “die gleichen” Produkte sind.

      Die ganze Branche springt von der Brücke. Freiwillig.

  18. Man muss aber auch konstatieren, dass MEEDIA – und hier allen voran J. Schröder – jede Gelegenheit nutzt, das Medium schlecht zu schreiben.
    Aktuell wieder (wie regelmäßig in den vergangenen Wochen) heißt es beim „CoverCheck“: „Spiegel und stern blieben mit ihren Ausgaben 5/2019 deutlich unter ihrem Einzelverkaufs-Normalniveau hängen.“
    Und mit diesem Tenor kommen jeden Tag und jede Woche neue bad news über den Ticker. Mal im Ernst, dass will auch kein Verleger mehr lesen und ist für die Leser total laaangweilig!

    1. Die Fakten bleiben eben für einige Mutige Fakten, während andere gerne dem Haltungsjournalismus das Wort reden.
      Und wenn sich Spiegel und Stern eben so mies verkaufen, dann verkaufen sie sich eben mies.

  19. Das Prinzip Zeitung ist zukunftssicher! Aber es muss revolutioniert werden!

    Auch das politische System EU und das System Demokratie muss verändert werden, weil “politisches Sprechen” weder die Wirklichkeit, noch die strukturgebenden Muster der zukünftigen Zivilisation abbilden kann!

    Populismus und Wutschnauben kostet nur Zeit.

    Die Aufgabe das Tages: Society 5.0 – Gesellschaft 5.0 – Zeitung 5.0.

    Mindestens ein Europäer muss damit in seiner “Garage” anfangen!

    Tatsächlich kann das GAFA-TAB-ZERO-Szenario aufgehalten und
    geknackt werden! Ab 1.3.2019 wird der Nussknacker gezeigt!

  20. “Printmedien” also die “anfaßbare Papierzeitung” sind nicht nur wichtig, sondern gehören zu einem gewohnt-gelebten Bild einfach dazu. Gemütlich in einem Cafe möcht (zumindest ich) nicht auf einem Gerät herum knipseln, sondern “gediegen” in eine Papierzeitung schauen. Das ist einfach das Stück Würfelzucker im Kaffee, gewisse Form des Auslebens von Luxus. Wenn nun die Papierzeitungen sich nicht mehr rentieren, so muß man hinterfragen des “warum” und da kommt man rasch auf den Wandel hin zum Onlineangebot, welches der “Papierzeitung” den Umsatz gerade zu raubt. Dann druckt man eben in kleineren Mengen und stützt/ subventioniert die Papierzeitung aus den Umsätzen des Onlinegeschäfts aber “schmeißt” doch das althergebrachte nicht weg! So wird doch alles kaputt gemacht, der jüngeren Generation “Smartphone”, der störts nicht, aber die Bevölkerung besteht nicht nur ausschließlich aus 14 jährigen!

  21. Alles Systemmedien oder was?
    Na klar!
    Das Zeitungsgeschäft von Dumont basiert auf fragwürdig gewordener
    Steuerung des Journalismus.
    Nunmehr läßt es sich vermutlich mit Hängen und Würgen
    an eine ähnlich geartete Gruppe verkaufen.

    Systemmedien ist es inzwischen zueigen, ein aus der Art geschlagenes
    und sich dennoch als demokratisch hinstellendes System stabilisieren
    zu wollen. Daß ein solches Geschäftsmodell schön langsam nichts mehr herzugeben vermag, pfeifen schon seit längerem die Spatzen vom Dach.

  22. Ich versteh den Hass auf die Mopo nicht. Wenn ich in HH und Umgebung bin lese ich sie sehr gern. Sie ist zumindest nicht so verlogen und voll Hass wie “Bild”.
    Und gegen die “Berliner Zeitung ” kann ich auch nichts sagen ,ist mir angenehmer als ie grossbürgerliche “Welt”.

    1. hallo Klaus,

      …..und die Amis sind auf dem Mond spazieren gegangen und 2 Aludosen haben 3 Stahlträgerwolkenkratzer zum Einsturz gebracht… und, und, und…so weiter, für diese und viele anderen Lügen wollen – nur exemplarsich – viele nicht noch bezahlen. Und jetzt bitte nicht mit VT anfangen, der Wissende braucht nicht zu glauben.

    2. Eben leider doch. Die MOPO ist ein verlogenes Hetzblatt geworden. Früher war sie wirklich kritisch gegenüber Politik und den Mächtigen. Davon ist nichts übrig geblieben. Jeder der nicht regierungsgläubigen Untertanengeist an den Tag legt, wird von der Mopo verleumdet und beschimpft.

      Da die Mopo aus ideologischen Gründen über die wirklichen Missstände in der Stadt nicht berichtet, muß sie irgenwelche Käse-Nachrichten unters Volk bringen. Heute titel sie: “Wer klaut denn Tauben? 78 Tiere in Schnelsen entführt.”

      Noch Fragen?

      Darum haben sich die Hamburger zu zig Tausenden von dieser Zeitung verabschiedet. Denn regierungsgläubige Untertanen sind wir nicht.

  23. Wozu soll man eine Zeitung kaufen, die nicht mal Gesicht und Namen der Moerder bringt. Und sich akut straeubt, deren Herkunft zu beschreiben. Wir haben bereits oeffentliche Fahndungsaufrufe in Zeitungen gesehen, in denen das Gesicht verpixelt war. Journalisten sind wahnsinnig. Wir kaufen den Mist nicht.

  24. Noch nie gab es soviel politischen Sprengstoff wie in dieser Zeit, und noch nie wurde so wenig, oder gar nicht darüber berichtet. Un wenn, sind die Berichte absolut regierungskonform. Würde die “Qualitätspresse” genau so berichten wie die alternativen Medien, wäre Merkel schon lange nicht mehr die “beliebteste ” Politikerin, man würde durch ehrliche Berichte über die vielen Messermorde und Vergewaltigungen auch diese ungebremste Zuwanderung mit anderen Augen sehen und die Grünen wären ohne diesen lächerlichen Medienhype dort wo sie hingehören, nämlich einstellig ! Wundert es wirklich irgendjemanden, daß diese regierungshörige Presse keiner mehr lesen will ?

  25. Ihr glaubt ja wohl nicht im Ernst, ich würde für Agipop im Sinne des Kulturmarxismus, gepaart mit der Anbetung des edlen Wilden der uns endlich von Deutschland erlöst, auch nur einen Cent ausgeben…
    …Es gibt das Internet und die NZZ, den “white guilt” Quatsch könnt ihr gerne behalten.

  26. Die Presse hat sich zum Propagandaorgan der Regierung gemacht. Und verloren. Niemand braucht eine unkritische Presse ohne echten Journalismus.

  27. Zeitenwende, Zeitungswende: Big-Data, Demografie, Interkulturen und der Trend zur “Deliberativen Demokratie” werden das Zeitungsgeschäft verändern, ein bissel disruptieren, revolutionieren und rekultivieren!

    Müssen nur Kommunalpolitiker, Wirtschaft, Zeitungsmacher und Bürger gemeinsam beginnen, darüber nachzudenken, denn das alleinigeVerlergerprinzip wird zum Hindernis.

    Ich denke, in zwei Jahren sind Zeitungen in Citizenship der Renner!

    Frühstückszeitung in 3-D: mit Print-Ausgabe am Wochenende, wachspapiergewickelt um Sonntagsbrötchen-Stapel, Butter, Käse-Rolle, Kaffeesahne, Marmelade, Wurst, oder vegan um Obst-Stapel und Gemüsepack.

    Aldi, Edeka und Lidl bringen dann die Zeitungs-Wochenendbeilage fresh!

    Es ist doch alles nicht so halb schlimm, wie das blockierende Gedanken-Gerümpel, und das Journalisten-Akademie-Wissen, das noch im Weg zur Zukunftslösung liegt!

  28. Da schrumpft sich ein Medienhaus gesund und die Ratten kommen wieder aus ihren Löschern gekrochen, schreien vom Untergang der Demokratie und drohen offen der Politik. Wenn der linksversiffte NDR ganz offen gegen die SPD hetzt und die Grünen hofiert, dann ist das ein Skandal. Insbesondere wenn deren oberster Führer gleichzeitig von der Politik noch mehr Rundfunkgebühren vom Untertan fordert und dabei ständig von Neutralität und Demokratieabgabe schwadroniert.
    In breiten Teilen der Bevölkerung hat sich doch schon die Erkenntnis durchgesetzt, dass nur ein toter Journalist, ein guter Journalist ist.
    Die Methoden der Relotiusse, Interviewpartner zu erfinden, sprechen Bände.
    Offenbar sind gerade in den Medien viele Pöstchen mit Figuren besetzt, deren geringe geistige Fähigkeiten nur noch von der geringen geistigen Flexibilität übertroffen werden und Sachverstand und Kompetenz von glühendem Eifer für Irgendetwas ersetzt wird, das wahlweise als Demokratie, Werte, Freiheit, Vielfalt oder Bereicherung bezeichnet wird.
    Fragt sich nur, was was bedingt.
    Eine schäbige Politik mit schäbigen Politikern, oder schäbische Presse mit schäbigen Journalisten.
    Was war zuerst, was folgte nach?
    Die Zukunft wird wohl beide untergehen lassen – die Steinmeiers, Maase, Roths zusammen mit den Reotiussen, Marmors und Belluts.
    Bis dahin braucht es nur Geduld und ein wachsames Auge.

  29. Welcher Nachbar liest den schon gerne in der abonnierten Tageszeitung, dass die Gruppenvergewaltigung des Mädchens in der Nachbarstraße schon wieder eine “Beziehungstat” von “Männern” war?
    Irgendwann ist auch beim geduldigsten oder dämlichsten Leser das Maß voll.
    Und in Zeiten in denen in Deutschland für die gesamte Welt und natürlich die Beamten “genug Geld” da ist, während man sich selbst über immer weniger in der Familienkasse wundert, ist das Zeitungsabo schnell gekündigt, wenn man es nicht über die PVZ bezieht.

  30. Ich verstehe das Modell Tageszeitung sowieso nicht mehr. Alle echten Nachrichten bekommt man für lau im Netz. Der Rest der Zeitung wird mit regierungstreuer Propaganda gefüllt (einzige Ausnahme: NZZ). Und dafür soll man noch ein Heidengeld für diese Schmierblätter bezahlen. Im Fall der Mopo immerhin 1,10 €.

    Die Mopo lebt sowieso nur noch davon, daß sie mit Tommy Hirschbiegel den besten Lokalreporter der Stadt hat. Und eine ganz brauchbare Sportredaktion.

    1. Das zeigt, wie sich Menschen es in Kontroll-Illusionen gemütlich machen können, denn um “alle echten Nachrichten” im Netz zu finden, muss man zuvor auch wissen, ob sie publiziert wurden!

      Wer meint, mit Google alles für lau finden zu können, irrt sich gewaltig, weil unter einer Glocke von Algorithmen und Präferenzen Suchergebnisse angezeigt werden.

      Der größte Teil von News wird zudem gar nicht mehr wahrgenommen, oder darüber “Öffentlichkeit” hergestellt, weil es keine ausreichende Zahl von Journalisten gibt, die “große öffentliche Lesereichweiten” für diese News herstellen.

      Der Nachrichten-Schatten ist daher sehr sehr groß.

      Mit der Zunahme von Bürgerbeteiligungen in Berlin wächst die Sphäre “nomineller Öffentlichkeit”, in der zu öffentlichen Versammlungen zwar eingeladen wird, zu deren Terminen aber nur Betroffene und beauftragte Akteure kommen, in denen dann ohne öffentliche Kontolle oder Pressenachbericht verhandelt wird.

      Der Bereich informeller Abschattung in Stadtgesellschaften wächst. Ärger und Wut auch, weil viele Dinge nicht mehr öffentlich reifen, sondern nur nachberichtet werden, wenn alle Entscheidungen Realität werden.

      Die deliberative Demokratie krankt deshalb an fehlender Öffentlichkeit der Information und fehlenden journalistischen Ressourcen.

      Nun muss wohl der Staat heran, und bezahlte Moderatoren-Agenturen auch noch zur Öffentlichkeitsarbeit verpflichten und bezahlen.

      1. Die publizierten Inhalte der vom “Staat bezahlten Moderatoren-Agenturen” bestimmen dann wohl auch wieder die bereits hinreichend verwahrlosten politisch-medialen Eliten, die sich unser auseinander driftendes Gemeinwesen an den politisch-medialen Schnittstellen bereits zur persönlichen Beute gemacht haben. Soll da jetzt parallel zum neo-goebbelschen Framing-Staatsfunk noch eine weitere ideologisch versiffte Ebene zur Indoktrination und Umerziehung des Souveräns installiert werden?

  31. Es macht die Handelsblatt Media Group GmbH & Co. KG so richtig sympathisch, wenn sie sich jahrelang rechtsextrem motivierte Gülle in die Kommentarspalte tippen lässt.

    1. So geht halt echte Meinungspluralität. Nicht nur an diesen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel werden sich die vorgeblich toleranten aber totalitären rot-grünen Khmer noch gewöhnen müssen.

      Der “Marsch durch die Institutionen” der befreienden Gegenbewegung zum realen rot-grünen Totalitarismus wird – wegen des inzwischen erzeugten Leidensdrucks im Souverän – weit schneller verlaufen als sich das die herrschenden destruktiven Anarchisten und Genderisten mit Unisex-Toiletten in Kitas im Umfeld ihrer unerträglicher Dekadenz vorstellen können.

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