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Wall Street-Veteran nach neuer SEC-Posse von Elon Musk: “Sie sollten ihn als CEO entfernen”

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk

Die Fehde von Elon Musk mit der SEC ist legendär. Im vergangenen Jahr erhob die amerikanische Börsenaufsicht Anklage gegen den Tesla-Chef, nachdem Musk mit der getwitterten Ankündigung, den Elektroautopionier von der Börse nehmen zu wollen, für Kurskapriolen gesorgt hatte. Musk einigte sich mit der SEC auf eine Niederlegung seines Aufsichtsratspostens, hat der Behörde jedoch bis heute wohl nicht vergeben, wie neue Tweets belegen. Nach Meinung von CNBC-Marktkommentator James Cramer könnten die Tweets Musk den CEO-Job kosten.

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Stein des Anstoßes war ein Vertipper oder eine Ungenauigkeit in der vergangenen Woche. Musk twitterte seinerzeit ohne Abstimmung mit dem Aufsichtsrat oder der SEC kursrelevante Informationen zur Tesla-Produktion. “Tesla hat 2011 nicht ein Auto produziert, wird 2019 aber ca. 500.000 produzieren”, twitterte der 47-Jährige.

Stunden später korrigierte Musk seinen Tweet in Hinblick auf die tatsächlich ausgelieferten Fahrzeuge, die weiterhin bei geschätzten 400.000 Einheiten liegen würden – für Investoren ein großer, kursbewegender Unterschied.

Entsprechend steht der Tesla-Chef nach den irreführenden Tweets im Kreuzfeuer der Kritik und muss mit Konsequenzen seitens der SEC rechnen. Dass Musk für die US-Behörde nur noch Verachtung übrigzuhaben scheint, machte der Seriengründer gestern in mehreren kryptischen Tweets deutlich, ohne die SEC beim Namen zu nennen.

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Dass mit seinen Attacken tatsächlich die US-Börsenaufsicht gemeint war, machte der Tesla-CEO in einem weiteren Tweet deutlich. “Das ist jetzt mehrere Mal passiert”, erklärte Musk in Bezug auf den Ärger mit der Behörde. “Etwas ist bei der SEC kaputt.“

CNBC-Marktkommentator James Cramer (“Mad Money”) reagierte kopfschüttelnd auf Musks neuen Twitter-Clinch. “Musk legt sich mit der SEC an, als ob es lustig wäre. Wenn er die SEC attackiert, wird das dazu führen, dass er (als CEO – Anmerkung der Redaktion) entfernt wird”, erklärte Cramer. “Ich mag den Kerl. Er ist ein Genie. Aber er sollte entfernt werden.“

Auf Twitter legte Cramer noch einmal nach. “Die SEC muss nur reagieren, wenn sie angegriffen wird. Musks Anwalt wird im Namen des Mannes betteln müssen, der selbst nicht betteln will.“

Die Tesla-Aktie reagierte mit leichten Abschlägen relativ unbeeindruckt auf den neuen Twitter-Ärger ihres CEOs. Allerdings liegt das Papier nach schwächeren Quartalszahlen seit Jahresbeginn zweistellig im Minus.

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