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“Miserable Monetarisierung”: Warum sich Apple News für Verlage bisher nicht lohnt

Mischt mit Apple News im Content-Geschäft mit: Apple-CEO Tim Cook
Mischt mit Apple News im Content-Geschäft mit: Apple-CEO Tim Cook

Es ist der Hoffnungsträger für Verlage: Apples Nachrichtenangebot Apple News, das im Frühjahr mutmaßlich um einen kostenpflichtigen Abo-Dienst erweitert wird. In der abgespeckten Version partizipieren Medienunternehmen mit den Artikeln bislang an den erzielten Werbeerlösen. Wie das Branchenportal DigiDay berichtet, fallen die Monetarisierungsversuche für Verlage jedoch "miserabel" bis "scheußlich" aus.

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Der Launch ist bereits dreieinhalb Jahre her, doch richtig angekommen ist Apple News immer noch nicht – weder bei Nutzern noch bei Verlagen. Das liegt zum einen an der noch immer sehr eingeschränkten Verbreitung der personalisierbaren News-App, die bislang lediglich in den USA, Australien und Großbritannien verfügbar ist, zum anderen aber auch an der bis dato für Verlage frustrierenden Monetarisierung.

Das Branchenmagazin DigiDay zitiert Verlagsmanager, die die durch Apple News erzielten Werbeumsätze als “miserabel” bis “scheußlich” bezeichnen. Die generierten Anzeigenerlöse seien schwächer weniger lukrativ als bei Googles AMP-Format (Accelerated Mobile Pages) und Facebooks Instant Articles.

Anzeigenerlöse durch Apple News”miserabel” bis “scheußlich”

Zwei Verlage, die nicht genannt werden wollten, bezifferten die durch Apple News erzielten Erlöse zwischen “unter 1000 Dollar” und einer niedrigen fünfstelligen Summe.

Im vergangenen September hatte das Popkultur-Portal Slate mit der Enthüllung schockiert, dass die durch Apple News erzielten Erlöse eines Artikels, der es in der App auf 6 Millionen Abrufe bringe, so hoch seien wie von einem Artikel, der auf der eigenen Seite 50.000 Page Views erzielt habe.

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Warten auf Abo-Dienst von Apple News

Der Tech-Gigant aus Cupertino hatte einst ein Leseerlebnis versprochen, “das die reiche, umfassende Gestaltung eines Print-Magazins mit der Interaktivität der digitalen Medien kombiniert.” Mehr als eine Million Themen aus dem Fundus zahlreicher Verlage bietet Apple seinen englischsprachigen Lesern in den USA, Großbritannien und Australien seit 2015 – darunter etwa die New York Times, Time, CNN, Bloomberg, Condé Nast mit Wired und Vogue oder ESPN und die Hearst-Gruppe. Apple News bringt es nach eigenen Angaben auf 90 Millionen Nutzer.

Ende März dürfte Apple für die News-App einen neuen Abo-Dienst ankündigen, bei dem Inhalte verschiedener Anbieter für eine monatliche Gebühr zugänglich wären. Der iPhone-Konzern wolle bei diesem “Netflix für News” allerdings einen außergewöhnlich hohen Erlösanteil von etwa 50 Prozent behalten.

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