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“Gott in Frankreich”: Internationale Medien verneigen sich vor Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld ©dpa-Zentralbild/ Montage:MEEDIA

Im Alter von 85 Jahren ist der Modeschöpfer Karl Lagerfeld am Dienstag in einem Pariser Krankenhaus verstorben. Die Fans trauern um den Kreativen, der sowohl wegen seiner Kunst als auch seiner eigenwilligen Art Berühmtheit erlangte. Zahlreiche internationale Tageszeitungen haben den Wahl-Pariser nun auf ihre Titelseiten gehoben. Ein Überblick

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„Kaiser Karl, so nannte man ihn auch in Paris“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zum Tod von Karl Lagerfeld. „Da klang noch die deutsche Großmannssucht mit, die den Franzosen gleich zweimal im 20. Jahrhundert übel mitgespielt hatte. Lagerfeld war schon früh dem noch dumpfen Nachkriegs-Deutschland entflohen.”

Seit Anfang der 50er-Jahre habe er mehr für die deutsch-französische Verständigung getan als so mancher Politiker, heißt es dort. “Seinen harten Akzent nahm man als liebenswertes Detail. Aber mit seinem Hang zur französischen Kunst, zur Musik, zur Popkultur und natürlich zur Mode hat er die Franzosen immer wieder überwältigt.“

In seiner Wahlheimat haben verschiedene überregionale Blätter den Modedesigner auf dem Cover abgebildet, zum Beispiel Le Figaro, die eben genau jene Beobachtung der FAZ bestätigt. “Le dernier empereur” steht dort, “Der letzte Kaiser”.

Auf dem Titelblatt der Libération steht dagegen “Lagerfeld se defile”, er verdrückt sich.

Die El Pais, größte und international bekannteste Tageszeitung Spaniens, hebt ihn mit einem Hochkant-Bild auf das Cover und schreibt: “Adiós a un revolucionario de la moda” und verabschiedet sich in einem Nachruf von einem “Moderevolutionär”.

Die in Brüssel erscheinende niederländischsprachige belgische Tageszeitung, DeMorgen., gedenkt mit einem seiner berühmten Zitate an den Verstorbenen: “Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.” Daneben ist ein lächelnder Lagerfeld während einer Veranstaltung in Paris im Jahr 2013 zu sehen.

Im Deutschland titelt die Welt mit “Ein Genie der Freiheit”. Er sei ein “Weltenbürger schlechtin”, Freigeist und Alltagsphilosoph gewesen, der “seine Herkunft als Hamburger Jung nie vergaß”.

Die taz dagegen schreibt vom “Gott in Frankreich”, der in Deutschland zwar “oft belächelt” wurde, aber “groß in Mode” war. Wie es Lagerfeld geschafft hat, zum Weltstar zu werden, erklärt das Blatt in seinem Nachruf.

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Gemeinsam mit Claudia Schiffer wird er auf dem Cover der Bild gezeigt. Dort lautet die Überschrift über den langjährigen Chefdesigner vom Modelabel Chanel: “Die Engel tragen jetzt Chanel”.

Die englischsprachigen Medien widmen sich ebenfalls dem Tod von Karl Lagerfeld: Der Guardian beispielsweise schreibt “Exit ‘the Kaiser’ – Karl Lagerfeld dies at age 85”, während das Wall Street Journal den gebürtigen Hamburger etwas kleiner im Bild zeigt und ihn als “Couture Genius” bezeichnet.

Auf der Mittwochsausgabe der New York Times ist er gemeinsam mit Rihanna zu sehen. Beide hatten sich 2015 bei einem Event getroffen. Über dem Foto ein Zitat von Anna Wintour, Chefin der amerikanischen Vogue: “He represents the soul of fashion.” Auf besonders kreative Weise befasst sich die britische nationale Tageszeitung The Times mit Lagerfelds Tod und zeigt ihn mit Choupette, seiner Birma-Katze, die unter anderem “Leittier” eigener Kollektionen des Designers war.

“Karl Lagerfeld’s pampered cat Choupette will get his paws on £150m fortune”, heißt es dort auf der ersten Seite und das Blatt fragt sich, was mit dem Kätzchen und dem riesigen Vermögen des Designers passiert. Auch einige deutsche Medien stellen sich diese Frage über das Kätzchen, das sogar einen eigenen Instagram-Account hat und dort immerhin 181.000 Follower bedient.

 

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Ein Beitrag geteilt von Choupette Lagerfeld (@choupettesdiary) am

tb

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