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Google bezahlt Apple 9,5 Mrd. Dollar, um auf dem iPhone bleiben zu dürfen – pro Jahr

Rivalen, aber auch Geschäftspartner: Apple und Google
Rivalen, aber auch Geschäftspartner: Apple und Google

Der Zugang zur Apple-Welt hat seinen Preis – für Nutzer, aber erst recht für Geschäftspartner. Stolze 9,5 Milliarden Dollar soll Google im vergangenen Jahr an den iKonzern überwiesen haben, um die vorinstallierte Suchmaschine auf dem iPhone zu bleiben. Das schätzen die Analysten von Goldman Sachs. Der Löwenanteil der Zuwächse am Servicegeschäft käme somit durch den Lizenzdeal mit dem Internetgiganten zustande. Nach Meinung von Goldman Sachs befindet sich Apple dadurch in zu großer Abhängigkeit von Google.

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Es ist das Argument, das Apple-Chef Tim Cook bei Analystenkonferenzen gebetsmühlenartig allen Nachfragen zum Ende des iPhone-Wachstums entgegenhält: das große Potenzial der Servicesparte, die seit Jahren zweistellige Zuwächse verbucht hat.

Im jüngsten Quartal konnte die Service-Unit, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und des vor dreieinhalb Jahren gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt, erstmals die 10-Milliarden-Umsatzmarke knacken.

Google könnte an Apple 2018 9,5 Milliarden Dollar gezahlt haben

Allerdings warnen Analysten wegen der einbrechenden iPhone-Verkäufe nun allerdings vor einer signifikanten Verlangsamung der Service-Umsätze. Wie Analyst Benjamin Schachter in einer neuen Kurzstudie prognostiziert, die dem Blog AppleInsider vorliegt, würden ausgerechnet die drei margenstärksten Bereiche in der Servicesparte –  der App Store, Apple Care und das Lizenzierungsgeschäft (etwa der Such-Deal mit Google) – deutlich ihr Umsatzwachstum verlangsamen.

In welchen Dimensionen Googles Zahlung für die bevorzugte Suche auf iPhones inzwischen angekommen ist, rechnete Goldman Sachs in einer Research Note vor, die CNBC vorliegt. Demnach hat der Internet-Gigant an den iKonzern im vergangenen Kalenderjahr die stolze Summe von 9,5 Milliarden Dollar an sogenannten Traffic-Akquisitionskosten (TAQ) überwiesen.

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Kommt eine Bundle Apple Prime im Sommer?

Stimmt die Zahl, würde das Lizenzierungsgeschäft mit Google bereits mehr als 20 Prozent der gesamten Umsätze der Servicesparte ausmachen – eine Größenordnung, in der weiteres Wachstum ausgereizt zu sein scheint.

Um weitere Umsatzzuwächse zu erzeugen, müsste Apple stärker im Content-Geschäft wachsen, finden die Analysten von Goldman Sachs – und raten Apple daher zu einem Bundle-Dienst wie Amazon Prime  – Apple Prime. “Apple müsste seiner Servicesparte Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich durch den Launch seines Original Content Bundle Apple Prime zuführen, das wir im Frühjahr/Sommer erwarten “, prognostiziert die Wall Street-Institution.

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