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Erpressung mit intimen Fotos: Amazon-Chef Bezos veröffentlicht Droh-Mails vom US-Skandalblatt National Enquirer

Amazon-Chef Bezos liegt mit dem US-Skandalblatt National Enquirer quer
Amazon-Chef Bezos liegt mit dem US-Skandalblatt National Enquirer quer Pressefoto/ Montage: MEEDIA

Amazon-Chef Jeff Bezos lässt einen Streit mit dem US-Skandalblatt National Enquirer öffentlich eskalieren: Die Illustrierte versuchte Bezos mit Nacktfotos zu erpressen, damit er seine Ermittlungen gegen die Zeitung aufgibt. Der Milliardär dreht den Spieß jedoch um – und veröffentlicht die Droh-Mails nun im Netz. Der Konflikt könnte dabei auch politisch motiviert sein.

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Als Jeff Bezos die Trennung von seiner Frau bekannt gab, machte das US-Skandalblatt National Enquirer wenig später pikante Details über eine Affäre des Amazon-Chefs publik. Das Blatt veröffentlichte intime Fotos des Milliardärs und Textnachrichten mit der früheren TV-Moderatorin Lauren Sanchez. Bezos ließ daraufhin untersuchen, wie das Blatt an dieses Material gelangt war.

Der Amazon-Chef vermutete, dass die Kampagne der Zeitung politisch motiviert gewesen sei. Das Blatt und der Herausgeber David Pecker gelten als Trump-freundlich. So veröffentlichte der National Enquirer während des Präsidentschaftswahlkampfs unter anderem das Foto einer vermeintlich vom Tode gezeichneten Hillary Clinton. Der Titel: “Hillary: Noch sechs Monate zu leben.” Die zu Bezos gehörende Washington Post hingegen gilt als Trump-kritisch, wird vom US-Präsidenten regelmäßig kritisiert.

National Enquirer droht mit weiteren Fotos – und bietet schmutzigen Deal

Ein Unterstellung, die das Skandalblatt allerdings nicht lange auf sich sitzen ließ. In einem Mailwechsel zwischen den beiden Parteien, den Bezos nun online gestellt hat, drohen die Redakteure damit, dass sie weitere neun Fotos von Bezos und seiner Affäre veröffentlichen würden, falls die Ermittlungen andauerten. Darunter seien etwa Aufnahmen, die Bezos halbnackt zeigen und in denen man “Teile des Schambereichs” sehen könne, beschrieb ein Redakteur des National Enquirer die Bilder in der Mail. Ein Bezos Vertrauter reagierte und forderte, die Fotos nicht zu veröffentlichen.

In der Antwortmail bot ein Anwalt des Enquirer-Verlags dann den schmutzigen Deal an: Das Blatt würde das “unveröffentlichte Material” nicht herausgeben, wenn Bezos im Gegenzug erkläre, dass die Berichterstattung der Illustrierten nicht politisch motiviert sei.

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Bezos will “sehen, was nun zum Vorschein kommt”

Statt sich jedoch auf diesen Deal einzulassen, veröffentlichte Bezos die Droh-Mails nun im Netz. “Wenn ich mich in meiner Position nicht gegen diese Erpressung erheben kann, wie viele Leute können es dann?”, fragt er in seinem offen Brief. “Natürlich will ich keine persönlichen Fotos veröffentlicht sehen, aber ich werde auch nicht bei ihren allseits bekannten Erpressungsmethoden mitmachen, bei ihren politischen Gefälligkeiten, politischen Attacken und Korruption.” Er habe sich stattdessen dafür entschieden, den Spieß umzudrehen – und zu “sehen, was dadurch zum Vorschein kommt”.

Es bleibt abzuwarten, wie das Skandalblatt auf diesen Zug reagiert.

(rt, dpa)

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