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Betriebsrat Michael Fröhlingsdorf will an die Spitze – das sind die Kandidaten für die Mitarbeiter KG beim Spiegel

Der Spiegel befindet sich inmitten einer existenziellen Transformationsphase – die Mitarbeiter KG ist die größte Anteilseignerin
Der Spiegel befindet sich inmitten einer existenziellen Transformationsphase – die Mitarbeiter KG ist die größte Anteilseignerin

In wenigen Wochen müssen die Mitglieder der mächtigen Mitarbeiter KG ein neues Führungsgremium wählen, das ihre Interessen als Hauptgesellschafter des Spiegel Verlages vertritt. MEEDIA liegen die Namen der Kandidaten vor, die für den Mehrheitsgesellschafter des Nachrichtenmagazins zur Wahl antreten. Auffällig ist die Nominierung von Michael Fröhlingsdorf, bislang Vorsitzender des Betriebsrats.

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Mit der Aufstellung Fröhlingsdorfs könnte nach der Berufung der bisherigen KG-Chefin Susanne Amann in die obere Führungsriege des Spiegel ein neuer Interessenkonflikt bevorstehen. Amann agiert seit Januar als Managing Editor und zählt damit zum Führungspersonal, das direkt unter der Chefredaktion agiert. Eine Vielzahl von Mitarbeitern befürchtete nach der Beförderung der KG-Chefin einen Interessenkonflikt, woraufhin sogar ein Gutachten in Auftrag gegeben worden war. Es stellte fest: Die Funktionen in Personalunion haben nicht der KG-Satzung nicht widersprochen. Dennoch entschied Amann, zukünftig nicht mehr zur Wahl als KG-Mitglied anzutreten.

Fröhlingsdorfs Position als Betriebsratschef dürfte mit der KG-Satzung hingegen nicht in Einklang zu bringen sein, wenn er zugleich dem Gremiums angehören will. Aus Spiegel-Kreisen heißt es, der Journalist wolle seinen Posten dafür abgeben. Allerdings solle dies nur um Falle einer erfolgreichen Wahl in die Mitarbeiter KG geschehen. Eine Stellungnahme von Fröhlingsdorf steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung noch aus.

Nur zwei der fünf amtierenden KG-Geschäftsführer treten erneut an

Fröhlingsdorf ist nicht der einzige Kandidat, der sich um einen Posten als redaktioneller Vertreter in der Mitarbeiter KG bewirbt. Gegenüber MEEDIA wurden auch Annette Bruhns, Redakteurin im Ressort Deutschland 2, Wirtschaftsredakteur Alexander Neubacher, Olaf Stampf, Ressortleiter Wissenschaft und Technik und Susanne Weingarten, Ressortleiterin für Sonderthemen, genannt. Von den fünf redaktionellen Kandidaten können nur zwei in die KG einziehen. Zwei weitere Plätze sind für Verlagsmitarbeiter, einer für Dokumentare vorgesehen.

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Als Vertreter der Spiegel-Dokumentation treten Kurt Jansson und Anika Zeller an, von Verlagsseite werden Thomas Carsjens sowie Carsten Türke und Johannes Varvakis genannt. Türke und Varvakis sind bereits Teil der amtierenden Mitarbeiter KG.

Neben Suanne Amann nicht mehr zur Wahl antreten wird Martin Doerry. Der ehemalige Vize-Chefredakteur darf sich satzungsbedingt nicht mehr aufstellen lassen, weil er die Altersgrenze überschritten hat. KG-Mitglieder müssen die volle Legislaturperiode beim Spiegel angestellt bleiben. Doerry steht mit 63 Jahren kurz vor der Rente.

Mit welchem Wahlprogramm die Mitglieder die KG-Mitglieder überzeugen wollen, ist noch unklar. Auch ein Termin für die Wahl der Mitarbeiter KG, die 50,5 Prozent der Anteile am Spiegel Verlag hält, ist noch unklar.

(ms/lip)

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