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Quartalszahlen: Wie Facebook allen Datenskandalen trotzt – und fast 7 Milliarden Dollar verdient

Facebook-CEO Mark Zuckerberg: Inzwischen fast wöchentlich ein neuer Daten- oder PR-Skandal
Facebook-CEO Mark Zuckerberg: Inzwischen fast wöchentlich ein neuer Daten- oder PR-Skandal

Alle Augen auf Mark Zuckerberg: Nach einem Quartal, in dem sich Daten- und PR-Skandale fast im Wochenrhythmus abwechselten und Facebook wohl zum meistkritisierten Internet-Unternehmen der Welt verkam, schlägt das Social Network an der Börse zurück. Bei Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz für das abgelaufene Weihnachtsquartal kann Facebook die Erwartungen der Wall Street nach jeder Lesart übertreffen. Trotz der zahlreichen Turbulenzen wächst Facebook weiter – nach Nutzern und in Dollar und Cent. Die Aktie explodiert.

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Der Himmel schien einzustürzen. Wird Facebook eines Tages wegen kartellrechtlicher Bedenken zerschlagen? Müssen Mark Zuckerberg oder Sheryl Sandberg zurücktreten? Wird der Social Media-Pionier zu einer Rekordstrafe verdonnert?

Es gab im vergangenen Jahr nach Ausbruch des Datenskandals um Cambridge Analytica so ziemlich kein Worstcase-Szenario, das nicht diskutiert wurde. Gemessen an den Schlagzeilen, die Facebook 2018 nach immer neuen Datenaffären und PR-Debakeln produzierte, mussten Anleger bei Vorlage des neusten Zahlenwerks für das abgelaufene Dezember-Quartal auf das Schlimmste gefasst sein.

6,88 Milliarden Dollar Gewinn im Weihnachtsquartal

Wie so oft in der Vergangenheit konterte Mark Zuckerberg alle Abgesänge bei der Bilanz mit harten Fakten in Dollar und Cent. So konnte der nach Amazon und Alphabet drittwertvollste Internetkonzern der Welt mit den neusten Geschäftszahlen für den Dreimonatszeitraum von Oktober bis Dezember die Analysten-Erwartungen nach jeder Lesart übertreffen und damit  die größten Sorgen der Wall Street ausräumen.

So geht Facebooks Werbewachstum allen Unkenrufen zum Trotz ungebremst weiter. Bei der Gewinnentwicklung lag Facebook deutlich über den Konsensschätzungen, die bei einem Konzernergebnis von 2,18 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten. Tatsächlich verdiente der bald 15 Jahre alte Internetriese im vierten Quartal 2,38 Dollar je Aktie bzw. bereits 6,88 Milliarden Dollar. Der Mutterkonzern des weltgrößten sozialen Netzwerks konnte seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum damit um stolze 61 Prozent steigern.

Umsatzentwicklung und Nutzerwachstum über den Erwartungen

Die Erlöse, die im Vorjahresquartal noch bei 12,77 Milliarden Dollar gelegen hatten, zogen um 30 Prozent auf 16,91 Milliarden Dollar an und konnten damit die Analystenerwartungen, die noch bei Umsätzen in Höhe von 16,39 Milliarden Dollar gelegen hatten, ebenfalls deutlich übertreffen.

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Ebenfalls leicht über den Erwartungen verlief die Nutzerentwicklung. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg per Ende Dezember gegenüber dem Vorjahresquartal um weitere 9 Prozent auf nunmehr 2,32 Milliarden Mitglieder.

51 Millionen neue Mitglieder im vierten Quartal – in Europa wieder Zuwachs

Das mit Abstand weltgrößte soziale Netzwerk konnte in den 92 Tagen zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember damit allen Berichten von einem Nutzerrückgang trotzen und tatsächlich insgesamt 51 Millionen neue Mitglieder hinzugewinnen. Erfreulich für Mark Zuckerberg: In Europa, wo im Vorquartal noch eine Million Mitglieder weniger gezählt wurden, konnten gleich 6 Millionen neue Nutzer hinzugewonnen werden.

1,52 Milliarden Facebooker loggen sich inzwischen täglich in das Social Network ein (ebenfalls plus 9 Prozent im Jahresvergleich bzw. ein Zuwachs von 28 Millionen gegenüber dem September-Quartal). Facebook traf damit genau die Analystenschätzungen (Konsens: 1,52 Milliarden).

Facebook-Aktie explodiert nachbörslich

Konzernchef Zuckerberg betonte zudem, dass inzwischen 2,7 Milliarden Menschen Apps der Facebook-Familie (inklusive Messenger, WhatsApp und Instagram) mindestens einmal im Monat nutzen – täglich sind es mehr als zwei Milliarden.

Nach Handelsschluss legte die Facebook-Aktie, die im vergangenen Jahr in der Spitze 44 Prozent an Wert verloren hatte, in einer Erleichterungsrally über die besser als erwartete Quartalsbilanz um mehr als 8 Prozent auf 162 Dollar zu.

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