Partner von:
Anzeige

iPhone-Krise: Staranalyst sieht für Apple im zweiten Halbjahr Licht am Ende des Tunnels

iPhone XR-Launch: Die Kunden greifen nicht wie erwartet zu
iPhone XR-Launch: Die Kunden greifen nicht wie erwartet zu © Apple

Es waren brutale Monate für den einst wertvollsten Konzern der Welt, der inzwischen nur noch auf den vierten Rang nach Unternehmenswert abgestürzt ist: Apple spürt den konjunkturellen Abschwung überproportional, weil das wichtigste Produkt der Unternehmensgeschichte schwächelt. Staranalyst Ming-Chi Kuo sieht nun aber zumindest Licht am Ende des Tunnels: Im zweiten Halbjahr könnten sich die Absätze zumindest stabilisieren, mutmaßt Kuo – allerdings auf dann deutlich ermäßigtem Niveau.

Anzeige

Keine 24 Stunden mehr, dann wird es ernst: Apple eröffnet als erstes der hoch kapitalisierten GAFA-Unternehmen die turnusmäßige Quartalssaison. Die Erwartungen sind so tief wie selten in den vergangenen 15 Jahren, nachdem der iKonzern Anfang Januar eine geharnischte Umsatzwarnung ausgesprochen hat.

Zumindest um 5 Prozent dürften die Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal nachgeben, räumte Apple selbst ein, während die iPhone-Verkäufe, die der Techpionier aus gutem Grund nicht mehr ausweist, zweistellig einbrechen dürften, mutmaßen Analysten. Walter Piecyk von BTIG rechnet etwa mit nur noch 64 Millionen abgesetzten iPhones nach 77,3 Millionen verkauften Einheiten im Vorjahreszeitraum – ein mutmaßliches Minus von 18 Prozent.

Kuo: iPhone-Absturz auf 5-Jahrestief

Noch düsterer sind die Aussichten nach zahlreichen Berichten aus der Zuliefererkette offenkundig im laufenden Quartal. So berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Asian Nikkei Review vor zwei Wochen über weitere Produktionskürzungen.

Der nur noch viertwertvollste Konzern der Welt würde damit zwischen Anfang Januar und Ende März nun gerade noch 40 bis 43 Millionen Einheiten fertigen lassen – was einem Absturz auf ein 5-Jahrestief entsprechen würde, den zuvor bereits TF Securities-Analyst Ming-Chi Kuo vorausgesagt hatte.

Der notorisch gut unterrichtete Techanalyst veröffentlichte heute eine neue Kurzstudie, die CNBC vorliegt. Tenor: Es muss erst noch schlechter werden, bevor es besser werden kann. So sagt Kuo in seiner revidierten Schätzung nunmehr gerade noch 36 bis 38 Millionen verkaufte Apple-Smartphones zwischen Anfang Januar und Ende März voraus. Das entspricht einem massiven Absatzeinbruch von 29 Prozent.

Anzeige

Im Juni-Quartal dürfte es dann stückzahlenmäßig noch schlechter kommen: So rechnet der TF Securities-Analyst zwischen Anfang April und Ende Juni gar nur noch mit 34 bis 37 Millionen verkauften iPhones – ein Minus von 15 Prozent.

iPhone-Verkäufe könnten sich im 2. Halbjahr stabilisieren

Im zweiten Halbjahr sieht Kuo dann dank der neuen iPhones, einem anziehenden Upgradezyklus, größerer Nachfrage beim Trade-In-Programm älterer Modelle und wieder anziehender Verkäufe in Europa zumindest stagnierende Verkäufe.

Es wäre allerdings eine Stabilisierung auf deutlich ermäßigtem Niveau: Apples Schwächephase begann schließlich im vergangenen Herbst mit dem Launch der neuen Modelle iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR.

Kann Apple im zweiten Halbjahr also stagnierende iPhone-Absätze vermelden, bedeutet das in anderen Worten nur, dass sich die neuen Modelle nicht noch schlechter verkaufen als die vorigen Modelle, die bekanntlich enttäuscht haben und für eine Erosion von 450 Milliarden Dollar beim Börsenwert verantwortlich waren.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia