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„Niemand will in einer Welt ohne Privatsphäre leben“: Döpfner interviewt als Podcast-Host KI-Experte Alex Karp

Interview für den Konzern-Podcast: Axel Springer-CEO Mathias Döpfner (li.) im Gespräch mit Software-Unternehmer Alex Karp, der zugleich Aufsichtsrat des Medienhauses ist
Interview für den Konzern-Podcast: Axel Springer-CEO Mathias Döpfner (li.) im Gespräch mit Software-Unternehmer Alex Karp, der zugleich Aufsichtsrat des Medienhauses ist Foto: Axel Springer / Charles Yunck

Ungewohnte Rolle für den Vorstandsvorsitzenden: Für eines der raren Interviews mit dem US-amerikanischen Software-Spezialisten und KI-Experten Alex Karp übernahm Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner die Rolle des Podcast-Moderators und führte das Gespräch mit dem Gast aus dem Silicon Valley selbst. Der CEO von Palantir Technologies äußerte sich zu Chancen und Grenzen der Künstlichen Intelligenz und der Frage, wem in der digitalen Welt die Daten gehören.

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Auf den ersten Blick ist es “nur” ein Gespräch für den konzerneigenen “inside.pod”, einem Tool zur internen Information der rund 16.000 Mitarbeiter von Axel Springer. Doch das zweiteilige Interview dürfte in der gesamten Medien- und Marketingbranche große Beachtung finden. Denn im Talk von CEO zu CEO äußert sich ein Unternehmer ausführlich, der gemeinhin als notorisch wortkarg und verschlossen gilt: Alex Karp, 51, Mitgründer von Palantir Technologies, einem global agierenden Software-Spezialisten mit Sitz im Silicon Valley. Die Firma, auf deren Kundenlisten angeblich fast alle Regierungen und Geheimdienste der westlichen Welt stehen, gilt als eines der verschwiegensten Unternehmen der Welt. Die auch von zahlreichen Markenartiklern nachgefragten Dienste von Palantir Technologies bestehen vor allem in einer strukturierten Datenanalyse, die Unternehmen zur Optimierung von Produkten und Produktionsprozessen nutzen.

Seit knapp einem Jahr ist Karp auch Mitglied im Aufsichtsrat des Berliner Medienhauses, das sich von der Expertise des US-Amerikaners vor allem Anregungen für die internationalen Aktivitäten erhofft. Diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, dass der hochkarätige Gast nun zum Interview bereit war, das Konzerchef Mathias Döpfner für den Springer-Podcast führte. In der ersten Folge des zweiteiligen Podcast-Gesprächs mit Alex Karp, der seit April 2018 im Aufsichtsrat von Axel Springer sitzt, befragt ihn Mathias Döpfner, wie er Kritikern von Palantir entgegentritt und ob Palantir daran beteiligt war, Osama bin Laden zu finden.

Im Laufe des gut 20-minütigen ersten Teil des Gesprächs erzählt Alex Karp von den Anfangszeit seines 2003 gegründeten Unternehmens, in der seinen Worten zufolge kaum jemand an das Potenzial von Daten glaubte. Erstaunlich: Im Datenschutz sieht Karp sogar einen Wettbewerbsvorteil. An die Adresse Europas gerichtet warnt der Big-Data-Experte davor, den Datenschutz aufzuweichen. Es müsse darum gehen, die beste Kombination von „maximal wirksamer Künstlicher Intelligenz und maximal wirksamen Datenschutz“ anzustreben. „Denn es gibt niemand, beziehungsweise niemand in Europa, der in einer Welt ohne Privatsphäre leben will.“

Im zweiten Teil des Gesprächs erfährt Mathias Döpfner von Alex Karp, den er erstmals während seiner Studienzeit auf einer Party traf, dass seine Entscheidung, in Deutschland zu promovieren, unbewusst auch mit seinem Vater zu tun gehabt habe, den Karp als die „deutscheste Person, die nicht Deutsch spricht“ beschreibt. Außerdem entlockt er Karp die Aussage, dass sein heutiger unternehmerischer Erfolg ohne die Ausbildung bei Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas wohl nicht möglich gewesen wäre.

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Von Döpfner auf die Zukunft Europas und Deutschlands angesprochen, fordert Karp, dass Deutschland als „industrielles Powerhouse“ daran arbeiten müsse, auch als Technologiestandort aufzuholen und zur Nummer 2 weltweit aufzusteigen. „Die Talentbasis in Deutschland ist eine der besten der Welt, aber die Tech-Community ist leider noch nicht die Nummer 2.“

 

Der erste Teil des überwiegend auf Englisch geführten Gesprächs von Mathias Döpfner mit Alex Karp ist ab dem 23. Januar 2019 auf SoundCloudiTunesGoogle Podcast und Spotify zu hören. Der zweite Teil, in dem Karp, der in Deutschland studiert hat, auch seine Deutschkenntnisse unter Beweis stellt, ist ab dem 24. Januar 2019 verfügbar.

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