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Scott Galloway beim DLD: Twitter, Buzzfeed und Vice “sind auf dem Weg in die Pleite – sie wissen es nur noch nicht”

Gipfeltreffen am zweiten Tag des diesjährigen DLD: Werbemogul Martin Sorrell und Marketing-Guru Scott Galloway diskutierten auf der Digital-Konferenz in München den Stand der Dinge in der Medienbranche. So sind sich Galloway und Sorrell darüber einig, dass sich die Rahmenbedingungen für Medienunternehmen durch die Omnipräsenz der Internet-Champions Google, Facebook und Amazon weiter verschlechtert haben. Galloway glaubt sogar, dass die nächste Konsolidierungswelle etablierte Namen aus dem Markt drängen dürfte.

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Die Gesamtwetterlage in der Medienbranche hat sich eingetrübt – national als auch vor allem international. Während hierzulande zuletzt die deutschen Ableger der Huffington Post und von Wired aufgegeben wurden, haben in den USA digitale Vorzeigeunternehmen wie BuzzFeed, Vice und Vox Media zuletzt Bewertungseinbußen und Entlassungen verkraften müssen.

Nach Einschätzung von Marketing-Guru Scott Galloway (“The Four”) und Werbemogul Martin Sorrell dürfte es dabei kaum bleiben. Gegen Ende des zweiten Tages der Digitalkonferenz DLD machten die beiden Branchenikonen im Panel “State of Play in Media” eine Bestandsaufnahme der angeschlagenen Branche – mit bitteren Erkenntnissen.

Dreigestirn Google-Facebook-Amazon saugt immer mehr Werbeausgaben auf

Nicht nur Verlage haben im immer härteren Wettbewerb um Werbedollar und -euro zunehmend die schlechteren Karten, sondern auch Internetunternehmen aus der zweiten Reihe.  “Twitter, Pinterest, Buzzfeed, Vox Media, Refinery 29 und Vice sind eigentlich pleite – sie wissen es nur noch nicht”, erklärte Galloway. Sorrell wollte so weit nicht gehen, sieht die Rahmenbedingungen jedoch deutlich erschwert.

Der Grund: Vom großen Werbekuchen bleiben immer weniger Krümel für klassische Medienunternehmen und kleinere Internetunternehmen übrig, weil das Dreigestirn Google-Facebook-Amazon immer gnadenloser expandiert. “Google, Facebook und Amazon saugen den Sauerstoff aus dem Raum”, erklärt Scott Galloway gewohnt griffig das Missverhältnis zwischen den Digitalchampions und dem Rest der Medienwelt.

Snap erschien dem eloquenten Marketingprofessor nicht mal eine Erwähnung wert, weil dem 54-Jährigen der Stories-Anbieter immer noch “lächerlich überbewertet” erscheint. (In seinen Prognosen für 2019 hatte Galloway eine weitere Halbierung der Snap-Aktie vorausgesagt.)

Galloway: “Zuckerberg hatte als CEO gefeuert werden müssen”
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Auch in der andauernden Facebook-Krise trat Galloway in gewohnter Hardliner-Manier auf. Der Bestseller-Autor (“The Four”) erklärte auf der DLD-Konferenz, Mark Zuckerberg hätte für seine zahlreichen Verfehlungen bei den Datenskandalen längst gefeuert werden müssen – was bekanntermaßen jedoch aufgrund von Zuckerbergs Stimmenmehrheit kaum möglich ist.

WPP-Gründer Sorrell erklärte zudem, er fände es falsch, wenn Vizechefin Sheryl Sandberg als Sinnbild der Facebook-Krise gefeuert werden würde.

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