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Neues Magazin erscheint ab 8. Februar: Springer testet Bild Politik in Hamburg und Umgebung

Die Redaktionsleitung des neuen wöchentlichen Magazins Bild Politik: Nikolaus Blome und Selma Stern (v.l.n.r.)

Springer hat den Starttermin für den Testlauf zum neuen Politik-Magazin bekanntgegeben. Ab dem 8. Februar wird Bild Politik wöchentlich in Hamburg und im angrenzenden Umland sowie in Lüneburg und Lübeck erscheinen. Das Magazin wird vom Umfang her deutlich knapper ausfallen als der Spiegel und sich an eine jüngere Zielgruppe richten.

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Das wöchentliche, gedruckte Politikmagazin von Bild ist jeden Freitag an ausgewählten Verkaufsstellen für einen Copy-Preis von 2,50 Euro erhältlich. Die Zeitschrift soll zunächst 50 Seiten umfassen.

Keine klassischen Ressorts

Geplant ist, mit dem Heft eine möglichst breite Leserschaft anzusprechen. Vermutlich werde die Zielgruppe aber etwas jünger sein, betonte Springer-Chef Mathias Döpfner. Statt nach klassischen Ressorts wie Innen- oder Außenpolitik geordnet, will Axel Springer sein neues Magazin in drei Rubriken einteilen: Ärger, Freude und Neugier. So will Bild-Vize-Chefredakteur Nikolaus Blome das aktuelle politische Geschehen aus der Brille des Lesers einzufangen: „In diesen politisch stark emotional geprägten Zeiten nehmen wir mit der neuen Heftstruktur die Gefühle der Leser ernst und geben ihnen kompakt verdichtet, transparent und schnell erfassbar die Fakten und Einordnung zu den wichtigsten Fragen der Woche“, resümiert der Bild-Vize über das Konzept, das er mitentwickelt hat.

Sollte das Blatt hier genügend Leser ansprechen, ist eine bundesweite Verbreitung denkbar. Damit bekämen Spiegel, Zeit und Co. Konkurrenz. Redaktionell verantwortlich für das Print-Experiment ist neben dem 55-jährigen Blome auch die Vorstandsreferentin News Media, Selma Stern. Die 32-Jährige, die zuvor bei der Zeit ein Praktikum absolvierte, hatte das Konzept gemeinsam mit dem Bild-Vize entwickelt.

Politik-Magazine unter Druck

Das Print-Experiment ist durchaus ein Wagnis für Springer. Seit Jahren stehen Polit-Magazine unter erheblichem Auflagendruck. Bitter bekommt dies u.a. der Spiegel zu spüren. Zudem ist die Marke Bild kein unbedingter Garant dafür, dass sich ein Ableger des publizistischen Springer-Flaggschiffes auch am Markt etabliert. Erst Ende 2018 nahm der Verlag die Fußball-Bild aus dem Handel. Zu wenig Leser hatten sich zuletzt für den Titel begeistert. Jetzt soll ein neuer Versuch gelingen. Ohne die Bild-Marke scheint es aber dennoch nicht zu gehen: Der für ein Magazin vergleichsweise sperrige Name hat laut Döpfer in der Marktforschung Anklang gefunden. Kunstnamen wie der zwischenzeitlich erwogene Titel „Q12“ sind offenbar bei einer Leserbefragung durchgefallen.

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