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iPhone-Kollaps in Schwellenländern: Hedgefondsmanager erklärt, warum Apple das Schlimmste noch bevorsteht

Apple Store in China: Die Probleme in zweitgrößten Absatzmarkt des iKonzerns nehmen zu
Apple Store in China: Die Probleme in zweitgrößten Absatzmarkt des iKonzerns nehmen zu © Apple

Das Gift schien heraus zu sein. Nach der happigen Umsatzwarnung bemüht sich Apple-CEO Tim Cook nach Kräften, die Wachstumstreiber in Cupertino herauszustellen – allen voran die Servicesparte. Nach Einschätzung von Hedgefondsmanager Daniel Niles ist das jedoch ein Mythos: Weil die iPhone-Absätze vor allem in den Schwellenländern regelrecht kollabieren, dürfte auch die hoch gewettete Servicesparte vom Schneeballeffekt betroffen sein. Niles glaubt: Apple stehen weitere Kurseinbrüche bevor.

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Quo vadis, Apple? Das ist in diesen Tagen wohl die meistgestellte Frage der Techwelt, aber auch der Börse. Während Apple-CEO Tim Cook mit einer fein austarierten PR-Kampagne das Heft des Handelns wieder in den Griff zu bekommen versucht, ist an der Wall Street die Skepsis so groß wie seit der Finanzkrise nicht mehr.

Die neueste Abstufung kam gestern von HSBC-Analyst Erwan Rambourg, der Apples Kursziel von 200 auf 160 Dollar rasierte. Der Grund: Die aktuellen Probleme in China besäßen das Potenzial für weitere Überraschungen – allerdings schlechte.

China bleibt Apples großes Problem

In die gleiche Kerbe schlägt Hedgefondsmanager Daniel Niles, der Apples ungelöstes iPhone-Probleme überwiegend in den Schwellenländern lokalisiert.

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Die iPhone-Verkäufe kollabieren gerade. Man kann kein 1000 Dollar teures Smartphone in China verkaufen, wo das Durchschnitts-Prokopfeinkommen 10.000 Dollar beträgt oder in Indien, wo das Durchschnitts-Prokopfeinkommen  bei 2000 Dollar liegt”, sieht der Fondsmanager von AlphaOne Capital Apples Hochpreisestrategie als Kernproblem.

Schneeballeffekt: iPhone-Kollaps noch nicht eingepreist

Nach Niles’ Einschätzung dürfte die iPhone-Schwäche zum Schneeballeffekt werden – und gerade auf die hoch gewettete Servicesparte übergreifen. “Das iPhone treibt das Servicegeschäft mit Verzögerung.  Wenn Apple nicht mehr so viele iPhones verkauft, wie kann es dann (so viele Einheiten von, Anmerk. d. Red.) Apple Care verkaufen? Und von Apple Music?”, fragt sich Dan Niles.

“Sie werden an Marktanteilen verlieren, was sich entsprechend im Servicegeschäft niederschlägt.” Die Folge: “Die Schwierigkeiten sind noch nicht hinreichend in der Aktie eingepreist.” Der Techinvestor warnt vor fallenden Kursen – und wettet auf sie mit Leerverkäufen. “Apple ist kein Titel, den man aktuell besitzen möchte”, lautet Niles’ vernichtendes Urteil.

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