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Massiver Hackerangriff: Angeblich sensible Daten von hunderten Politikern und Journalisten veröffentlicht

Hacker haben angeblich sensible Daten von Politikern und Prominenten erbeutet

Die Veröffentlichung massenhafter Daten, die angeblich von Politikern und Journalisten stammen sollen, sorgt für Aufregung. Betroffen seien alle im Bundestag vertretenen Parteien außer die AfD. Auch Daten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Jan Böhmermann oder Musikstars wie dem Rapper Materia, der Band KIZ oder von Sido sind offenbar in dem Leak zu finden. Der Hintergrund ist unklar.

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Wie zunächst der rbb berichtet wurden Handynummern, Adressen, interne Dokumente bis hin zu Kreditkarteninformationen über Twitter veröffentlicht. Ob alle Daten authentisch sind, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Der Inhaber des genannten Twitter-Accounts, der auch am Freitagmorgen noch auffindbar war, beschreibt sich selbst mit Begriffen wie Security Researching, Künstler, Satire und Ironie. Den Angaben zufolge soll er in Hamburg sitzen.

Bemerkenswert: Die angeblichen Leaks sind bereits seit Anfang Dezember auf Twitter öffentlich, dem Bericht zufolge wurden sie allerdings erst am Donnerstagabend bemerkt und beschäftigen seitdem die Partei- und Fraktionsführungen. Laut der Bild-Zeitung gab es in den Reihen von FDP, Union und Grünen bereits Telefonkonferenzen zu dem Thema.

Auch Journalisten betroffen

Betroffen seien neben den im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der AfD auch Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, wie die Satiriker Jan Böhmermann und Christian Ehring, Künstler wie der Deutsch-Rapper Materia, Sido und die Band KIZ. Auch Journalisten von ARD und ZDF sollen zu den Opfern zählen. Laut der Bild sind allein in den Reihen der ARD Daten von 33 Journalisten zu finden, darunter zum Beispiel die des Dopingexperten Hajo Seppelt und Mitarbeitern der Tagesschau und der Tagesthemen.

Veröffentlicht wurden vor allem Handynummern und Adressen, zum Teil aber auch sehr persönliche Daten wie Personalausweise, Chats, Briefe, Rechnungen oder Kreditkarteninformationen – bis hin zu intimen Urlaubsfotos. Zum Teil seien die Daten aber mehrere Jahre alt.

Offizielle Stellungnahmen der Parteien waren zunächst nicht zu erhalten. Wer für die Veröffentlichung verantwortlich ist und mit welcher Motivation die Daten öffentlich gemacht wurden, ist unklar.

Update 11:14 Uhr: Twitter hat den entsprechenden Account nun gesperrt.

(rt, mit Material der dpa)

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