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Spenden statt böllern: Einzelhändler machen Feuerwerksboykott zur Marketing-Aktion

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Pünktlich um 00.00 Uhr in der Nacht auf Freitag öffneten in Deutschland die ersten Geschäfte mit dem offiziellen Feuerwerksverkauf für Silvester – und zahlreiche Menschen standen Schlange. Das Böllern zum neuen Jahr gehört für viele dazu wie der Tannenbaum an Weihnachten. Regelmäßig erhitzen Debatten über Verbote die Gemüter, zur Umsetzung aber kommt es nicht. Einige Einzelhändler haben hier aber eine Marketing-Chance gesehen.

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Als Einzelhändler an Silvester keine Feuerwerkskörper und Böller ins Sortiment aufnehmen? Das klingt nicht gerade nach einer umsatzsteigernden Idee – und trotzdem sind in diesem Jahr ein paar Händler auf diese Idee gekommen – verbucht werden können die Umsatzausfälle aber als Werbespendings.

Gepostet von Hagebaumarkt Langenfeld am Donnerstag, 27. Dezember 2018

Ein Supermarkt aus Rheinland-Pfalz sowie ein Baumarkt haben sich in diesem Jahr entschlossen, den Böller-Wahnsinn nicht mitzumachen und keine Feuerwerkskörper zu verkaufen. Stattdessen ruft er seine Kunden dazu auf, die Silvesterknete in einen guten Zweck zu investieren – mit einem wohl zufriedenstellenden Ergebnis.

Zumindest scheint die Aktion bei Kunden gut anzukommen – und das, obwohl in Deutschland scheinbar mit großer Leidenschaft geknallt und geballert wird.

Der Supermarkt aus Rheinland-Pfalz postete seine Aktion bereits vor einer Woche bei Facebook und erklärte die Entscheidung mit dem Tierschutz. Mehr als 7.000 Shares holte der Einzelhändler damit, sammelte über 2.000 Reaktionen und 350 Kommentare. Viele davon fielen positiv aus. “Wie genial ist das denn bitte? Hammergeile Aktion und ich ziehe meinen Hut davor” oder “Das nenne ich mal ein Vorbild! Wenn Sie in meiner Nähe wären, wären SIE mein Einkaufsmarkt. Einfach nur toll”, hieß es aus dem Publikum.

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Gepostet von REWE Koch in Adenau am Nürburgring am Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ganz uneigennützig ist die Aktion natürlich nicht – ebenfalls via Facebook wirbt der Markt für sich und eine Spendenbox, in der Kunden für die Tiere auch Nahrung spenden können, die sie zuvor im Supermarkt erworben haben. Ob diese jedoch den Gewinn aus dem ausbleibenden Böllergeschäft reinholt, ist fraglich.

Denn die Nachfrage nach Feuerwerkskörpern ist nach wie vor riesig. Die Umsatzerwartungen in Deutschland liegen für dieses Jahr bei um die 137 Millionen Euro, die Händler über zahlreiche Sonder- und Lagerverkäufe einsammeln. Wie der Wahnsinn aussieht, dokumentierte der Berliner Reporter Th. Schröder, der pünktlich um Mitternacht auf Freitag bei einem Sonderverkauf fotografierte.

um Punkt 00.00 Uhr am Freitagmorgen machte der erste Laden auf, der Feuerwerk verkauft, die Leute standen Schlange, Ort: Frankfurter Allee, Berlin-Friedrichshain

Gepostet von Polizeireporter Th. Schröder am Donnerstag, 27. Dezember 2018

 

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