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“Debatten unterm Tannenbaum”: SPD beschert Twitter die grottigste Social-Media-Kampagne der Weihnachtstage

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Na, wie waren denn Ihre Weihnachtsfeiertage? Vermutlich haben Sie lebhaft in trauter Familienrunde über die ab Januar in Kraft tretenden SPD-Gesetze diskutiert! Und es sich dabei GANS gemütlich gemacht... Wie, haben Sie nicht? Das glaubt aber die SPD, die zu den Festtagen die sicherlich grottigste Social-Media-Kampagne beschert hat, frei nach dem Motto: "Was Sozis an Weihnachten besonders lieben."

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Um die Weihnachtszeit wird es auch im politischen Betrieb für gewöhnlich etwas ruhiger, auch Politiker sehnen sich zum Jahresende nach etwas Besinnlichkeit, feiern mit Familie und Freunden. Das mag auch in SPD-Kreisen so sein, nur ist an besinnliche Weihnacht ohne Politik nicht zu denken! Den Eindruck vermittelten die Sozialdemokraten zumindest während der Feiertage in den sozialen Medien – mit einer Kampagne, die wirklich ihresgleichen sucht.

Über Weihnachten teilte die Partei mehrere Social-Media-Kacheln, in der die im kommenden Jahr in Kraft tretenden “SPD-Gesetze”, also von der SPD durchgesetzte Ziele, im Mittelpunkt standen. Und für die Sozialdemokraten ist klar: Die SPD-Gesetze sind am Festtagstisch großes Thema! “Was Sozis an Weihnachten besonders lieben: Debatten unterm Tannenbaum”, lautete ein Parteislogan. Bebildert wurde er mit einem Großvater und seiner Enkelin, in der sie ihm die SPD-Ziele erklärt.

Dort war das Motiv noch zu erkennen. Anders in einer weiteren Kachel, in der es heißt: In einem weiteren heißt es: “Erst essen wir, dann reden wir über die SPD-Gesetze (…) – und dann machen wir es uns gemütlich.” In dem dazu gehörigen Tweet gab es dann die Beschreibung zum Bild, das vor lauter Typo nicht mehr zu erkennen war: “Zu Gans passt besonders gut: Klöße, Rotkohl, Wein – und ein fundiertes Gespräch darüber, wie unsere am 1.1.2019 in Kraft tretenden Gesetze das Leben der Menschen verbessern?” Immerhin das Fragezeichen am Ende lässt zumindest vermuten, dass die SPD selbst nicht so ganz an die Kraft ihrer Themenvorschläge glaubt.

In den sozialen Netzwerken fand die Kampagne trotz der Feiertage Resonanz – und zwar (gewohnt) spottende. So hinterfragten beispielsweise Nutzer, ob es in der SPD-Klientel der Arbeitslosengeldempfänger tatsächlich die finanziellen Mittel für Gans und Wein zur Weihnacht gäbe (was allein mehr als 1.000 Retweets brachte). Andere fragten sich grundsätzlich, weshalb die SPD eigentlich keinen Umgang mit Social Media könne oder starteten eine Umfrage, wie viel Zeit man der SPD gäbe, um mit ihrer Kampagne aufzuhören. Wieder andere versuchten sich an Verbesserungsvorschlägen in den Formulierungen – und auch über das Layout der Kacheln wurde sich lustig gemacht.

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Alle Kommentare

  1. Die SPD sieht bis heute nicht die Fehler die sie gemacht hat und verkauft ihre kleinen Reparaturarbeiten als große soziale Erfolge und verdient deswegen einen Platz in der Bedeutungslosigkeit der Geschichte der BRD. Stegner , Schulz und Nahles;) Nahles ist das wirklich alles:D Bitte schießt diesen assozialen Haufen bei der nächsten Wahl nahe die 5 % und vll wachen die Leute in der SPD wieder auf;)

  2. Die SPD tut nix für die normalen Bürger…..alle spüren das…..überall gehen die Mieten durch die Decke und das leben wird immer teurer!

    SPD hat sich an Finanzeliten und Neoliberalismus verkauft….meine pure Verachtung!

  3. Das kommt raus, wenn man als dämlicher Soze Weihnachten eben noch als “völkisch-nationalistisches” Fest beschimpft und dann bemüht mit der Nase im sozialistischen Kokstopf ebensolches zu Werbezwecken zu missbrauchen.

  4. Auf diesen Artikel bin ich heute über die NDS informiert worden und ich kann nur fassungslos lachen – ist besser als mit dem Kopf vor die Wand laufen, bei so viel Dummheit und Zynismus.
    Das ist nicht nur die Weihnachtsgans, die mit Sicherheit vorher richtig art-ungemäß vollgestopft wurde, sondern auch die kurze Frage-Antwort-Sequenz von Großvater zu Enkelkind. Ein Großvater, der heute noch so spricht, wird schlichtweg vom Enkel ausgelacht und von den Eltern aus dem Haus geworfen, bzw. ich würde das tun.

    Aber dieses Vorgehen der SPD zeigt auch die Dummheit, mit der diese Partei in der letzten Zeit geschlagen ist. Ja. Sie hat bisher gut von der klugen Substanz der ehemals klugen Männer und Frauen gelebt, womit es seit Schröder vorbei ist. So weh das tut. Aber besser ist, man hält sich von dieser Partei fern.

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