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"Debatten unterm Tannenbaum": SPD beschert Twitter die grottigste Social-Media-Kampagne der Weihnachtstage

Na, wie waren denn Ihre Weihnachtsfeiertage? Vermutlich haben Sie lebhaft in trauter Familienrunde über die ab Januar in Kraft tretenden SPD-Gesetze diskutiert! Und es sich dabei GANS gemütlich gemacht… Wie, haben Sie nicht? Das glaubt aber die SPD, die zu den Festtagen die sicherlich grottigste Social-Media-Kampagne beschert hat, frei nach dem Motto: „Was Sozis an Weihnachten besonders lieben.“

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Um die Weihnachtszeit wird es auch im politischen Betrieb für gewöhnlich etwas ruhiger, auch Politiker sehnen sich zum Jahresende nach etwas Besinnlichkeit, feiern mit Familie und Freunden. Das mag auch in SPD-Kreisen so sein, nur ist an besinnliche Weihnacht ohne Politik nicht zu denken! Den Eindruck vermittelten die Sozialdemokraten zumindest während der Feiertage in den sozialen Medien – mit einer Kampagne, die wirklich ihresgleichen sucht.
Über Weihnachten teilte die Partei mehrere Social-Media-Kacheln, in der die im kommenden Jahr in Kraft tretenden „SPD-Gesetze“, also von der SPD durchgesetzte Ziele, im Mittelpunkt standen. Und für die Sozialdemokraten ist klar: Die SPD-Gesetze sind am Festtagstisch großes Thema! „Was Sozis an Weihnachten besonders lieben: Debatten unterm Tannenbaum“, lautete ein Parteislogan. Bebildert wurde er mit einem Großvater und seiner Enkelin, in der sie ihm die SPD-Ziele erklärt.
https://twitter.com/spdde/status/1077850567542820864
Dort war das Motiv noch zu erkennen. Anders in einer weiteren Kachel, in der es heißt: In einem weiteren heißt es: „Erst essen wir, dann reden wir über die SPD-Gesetze (…) – und dann machen wir es uns gemütlich.“ In dem dazu gehörigen Tweet gab es dann die Beschreibung zum Bild, das vor lauter Typo nicht mehr zu erkennen war: „Zu Gans passt besonders gut: Klöße, Rotkohl, Wein – und ein fundiertes Gespräch darüber, wie unsere am 1.1.2019 in Kraft tretenden Gesetze das Leben der Menschen verbessern?“ Immerhin das Fragezeichen am Ende lässt zumindest vermuten, dass die SPD selbst nicht so ganz an die Kraft ihrer Themenvorschläge glaubt.
https://twitter.com/spdde/status/1077247531946434565
In den sozialen Netzwerken fand die Kampagne trotz der Feiertage Resonanz – und zwar (gewohnt) spottende. So hinterfragten beispielsweise Nutzer, ob es in der SPD-Klientel der Arbeitslosengeldempfänger tatsächlich die finanziellen Mittel für Gans und Wein zur Weihnacht gäbe (was allein mehr als 1.000 Retweets brachte). Andere fragten sich grundsätzlich, weshalb die SPD eigentlich keinen Umgang mit Social Media könne oder starteten eine Umfrage, wie viel Zeit man der SPD gäbe, um mit ihrer Kampagne aufzuhören. Wieder andere versuchten sich an Verbesserungsvorschlägen in den Formulierungen – und auch über das Layout der Kacheln wurde sich lustig gemacht.
https://twitter.com/netnrd/status/1077583724596903936
https://twitter.com/Ritter_Roter/status/1077255524553576449
https://twitter.com/UlrichSchneider/status/1077324105106579463
https://twitter.com/MarcoMattes/status/1077903356625072128
https://twitter.com/RoboCopMagic/status/1077890790695882752
https://twitter.com/StefanEngel/status/1077856555691921408
https://twitter.com/jessenphil/status/1077677611747295235
https://twitter.com/KazunguHass/status/1077859797494575105?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1077859797494575105&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.watson.de%2Fdeutschland%2Fbest%2520of%2520watson%2F457995720-social-media-die-spd-versucht-es-mit-agit-prop-an-weihnachten-nicht-alle-sind-davon-begeistert
 
 
 

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