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Der Fall Claas Relotius: So reagiert die Medienbranche auf den Betrugsskandal – und die Aufarbeitung des Spiegels

Ex-"Spiegel"-Reporter Claas Relotius

Der Manipulationsskandal um Claas Relotius erschüttert den Spiegel in seinen Grundfesten, wie Chefredakteur Steffen Klusmann zugibt. Tatsächlich reagiert die ganze Medienbranche geschockt auf die Enthüllung in eigener Sache des Hamburger Vorzeige-Nachrichtenmagazins. Die Art der Aufarbeitung von Print-Chefredakteur Fichtner wird von manchem kritisch betrachtet – ist der Spiegel in der Rekonstruktion der Ereignisse, die sich für manche aber wie die Vernichtung eines 33 Jahre jungen Reporters lesen, über das Ziel hinausgeschossen? Ein Blick auf die Netz-Reaktionen.

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Der Schock sitzt tief. Wie der Spiegel heute einräumen musste, hat der Reporter Claas Relotius im großen Umfang eigene Geschichten manipuliert. Das Echo der Branche ist in den sozialen Medien enorm groß:


https://twitter.com/WolfgangMichal/status/1075389715115847682
Mindestens ebenso intensiv wie der Manipulationsskandal wird aber auch die Aufarbeitung, die Print-Chefredakteur Ullrich Fichtner zu einer 41.000 Zeichen starken Rekonstruktion veranlasst hat, diskutiert. Viele Nutzer äußern sich positiv über die Aufarbeitung:


…zahlreiche Nutzer aber auch negativ:


https://twitter.com/LichtblauQ/status/1075371484879704064
Vor allem die Frage, ob Chefredakteur Fichtner in seiner Abrechnung mit Claas Relotius, die für manchen einer Vernichtung gleicht, über das Ziel hinausgeschossen ist, wird in den sozialen Medien eindringlich diskutiert:


Auch die starke Fokussierung des Spiegels auf das vermeintliche Königs-Genre der Reportage wird kritisch hinterfragt:


Andere Nutzer werfen die Frage auf, wie der Fall Claas Relotius eigentlich passieren konnte:


Von Spiegel-Redakteuren – dem designierten Chefredakteur Steffen Klusmann inklusive – sind unterdessen selbstkritische Töne und Forderung nach lückenloser Aufklärung zu hören:

Am Ende des Tages darf auf Twitter aber auch in der Spiegel-Affäre eines natürlich nicht fehlen – die übliche Portion Schadenfreude, Häme und Netz-Spott:


Und schließlich zirkulierte am Nachmittag sogar noch ein Fake-Account von Claas Relotius, der noch nicht wieder gelöscht wurde:


https://twitter.com/santapauli1980/status/1075394278472454144
https://twitter.com/Salonkolumnist/status/1075422056785825793

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