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Der Fall Claas Relotius: So reagiert die Medienbranche auf den Betrugsskandal – und die Aufarbeitung des Spiegels

Ex-Spiegel-Reporter Claas Relotius
Ex-Spiegel-Reporter Claas Relotius

Der Manipulationsskandal um Claas Relotius erschüttert den Spiegel in seinen Grundfesten, wie Chefredakteur Steffen Klusmann zugibt. Tatsächlich reagiert die ganze Medienbranche geschockt auf die Enthüllung in eigener Sache des Hamburger Vorzeige-Nachrichtenmagazins. Die Art der Aufarbeitung von Print-Chefredakteur Fichtner wird von manchem kritisch betrachtet – ist der Spiegel in der Rekonstruktion der Ereignisse, die sich für manche aber wie die Vernichtung eines 33 Jahre jungen Reporters lesen, über das Ziel hinausgeschossen? Ein Blick auf die Netz-Reaktionen.

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Der Schock sitzt tief. Wie der Spiegel heute einräumen musste, hat der Reporter Claas Relotius im großen Umfang eigene Geschichten manipuliert. Das Echo der Branche ist in den sozialen Medien enorm groß:

Mindestens ebenso intensiv wie der Manipulationsskandal wird aber auch die Aufarbeitung, die Print-Chefredakteur Ullrich Fichtner zu einer 41.000 Zeichen starken Rekonstruktion veranlasst hat, diskutiert. Viele Nutzer äußern sich positiv über die Aufarbeitung:

…zahlreiche Nutzer aber auch negativ:

Vor allem die Frage, ob Chefredakteur Fichtner in seiner Abrechnung mit Claas Relotius, die für manchen einer Vernichtung gleicht, über das Ziel hinausgeschossen ist, wird in den sozialen Medien eindringlich diskutiert:

Auch die starke Fokussierung des Spiegels auf das vermeintliche Königs-Genre der Reportage wird kritisch hinterfragt:

Andere Nutzer werfen die Frage auf, wie der Fall Claas Relotius eigentlich passieren konnte:

Von Spiegel-Redakteuren – dem designierten Chefredakteur Steffen Klusmann inklusive – sind unterdessen selbstkritische Töne und Forderung nach lückenloser Aufklärung zu hören:

Am Ende des Tages darf auf Twitter aber auch in der Spiegel-Affäre eines natürlich nicht fehlen – die übliche Portion Schadenfreude, Häme und Netz-Spott:

Und schließlich zirkulierte am Nachmittag sogar noch ein Fake-Account von Claas Relotius, der noch nicht wieder gelöscht wurde:

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Alle Kommentare

  1. Hallo,
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    Vater \ Native Doctor, der heilt und GOTT heilt. Er heißt DR
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    (2) wenn Sie immer schlechte Träume haben.
    (3) Sie möchten in Ihrem Büro befördert werden.
    (4) Wenn Sie ein Kind wünschen.
    (5) Du willst reich sein.
    (6) Sie möchten Ihren Ehemann / Ihre Ehefrau für immer an Sie binden.
    (7) Wenn Sie Ihrer Frau den sexuellen Wunsch aufgrund geringer Reaktion nicht erfüllen können.
    (8) wenn Ihre Menstruation sich weigert, an dem Tag herauszukommen, an dem sie kommen soll
    oder überfließt.
    (9) Wenn Ihre Arbeit sich weigert, Ihr Gehalt zu zahlen, schulden die Leute Ihnen?
    (10) ein Landproblem lösen und zurückbekommen.
    (11) Die Leute sollen meinen Worten gehorchen und meinen Wunsch erfüllen.
    (12) wenn sich Ihr Kind in einer Sichelzelle befindet
    Viele Leute haben erfolgreich mit diesem Mann gearbeitet. Nicht verwenden
    einige andere, die Sie zuvor versucht haben, dieses zu beurteilen. Denken Sie daran, Sie müssen
    Probieren Sie es aus, bevor Sie beurteilen. Gib eine Chance und schau, wohin es geht.
    Zögern Sie nicht oder schreiben Sie eine E-Mail an: (okunolu807@gmail.com)

  2. Da kann er sich nicht rausreden, daß er so unter dem Druck der Redaktion stand.

    xhttps://meedia.de/2018/12/20/selbstverliebt-und-preisbesessen-was-der-fall-relotius-beim-spiegel-ueber-einen-teil-der-medienbranche-aussagt/#comment-859262
    [*quote*]
    lisa sagt:
    21.12.2018 um 17:58 Uhr

    der Märchenerzähler Claas Relotius war früher auch für Folio.nzz tätig und schrieb dort 2013 und 2014 auch Artikel..
    Eine Leserin fiel in dem Artikel: ” Blondinen färben ihr Haar dunkel” auf,dass der Artikel eine Fiktion war.
    Es handelt sich hier um einen Bericht aus Finnland über Coffiere…
    Folio .nzz.ch verzichtete nach diesen Lügengeschichten auf eine weitere Zusammenarbeit mit Relotius…
    Erstaunlich,dass man beim Spiegel von diesem Vorfall angeblich keine Kenntnis hatte…
    Hier der Link zu dem Artikel und auch die Kommentare der Leserin lesen,die auf diese Fiktion aufmerksam machte.
    http://www.folio.nzz.ch/autor/claas-relotius
    [*/quote*]

  3. Bin ich eigentlich der einzige, der eine Reaktion von Klaus Brinkbäumer vermisst? Immerhin hat Relotius unter seiner Ägide sein Unwesen getrieben. Und Relotius hat genau die Töne angeschlagen, die ins Brinkbäumer-Konzept gepasst haben, insbesondere die über dumme Trump-Amerikaner.

    Hat es in all den Jahren wirklich nie jemanden gegeben, der sich beschwert hat? Niemand hat gesagt “Ich habe nie mit dem Relotius geredet”, “Das hab ich so nie gesagt!” oder “Diese angeblichen Fakten in diesem Artikel sind falsch”? Das kann ich schwer glauben.

  4. Der Fall Claas Relotius ist kein Einzelfall, sondern lediglich ein öffentlich gewordenes Beispiel einer Branche, die geistigen Terrorismus betreibt. Zu dem gehören nicht nur die Fabrikation von DarstellungsFORMEN, im normalen Sprachgebrauch nennt der einfach Bürger es “Märchenerzählen”, sondern auch die mit unübertroffener Arroganz und Eitelkeit betriebene Isolation in einer Parallelwelt, die sich ihr “Wir sind besser” mit immer mehr Preisverleihungen immer neu bescheinigt. In Wahrheit bekommen die Herrschaften nicht einmal eine Recherche auf die Reihe, selbst wenn man ihnen die Ergebnisse auf dem Silbertablett serviert.

    Hier haben wir so einen Fall:
    http://ariplex.com/folia/archives/2229.htm

    Vorsicht! Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, in dem Bericht geht es durchaus um Preise. Oh ja!

  5. Geschockt? Ich lach mich schlapp. Das ist doch tägliche Routine, beim Claas Klever ist es nur leider aufgefallen. Die Medien halten es doch mit Pippi Langstrumpf “Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt”. Gesinnungsgeschichten wie diese zielen doch immer in die gleiche Richtung, “Anti Trump”, “Anti rächts”, “Migration ist dufte” usw. Kritische Menschen glauben diesen Kram doch schon seit Jahren nicht mehr…

    1. Ach ja, bei der Gelegenheit lässt sich natürlich alles wieder in einen Topf werfen. Welches Problem haben Sie eigentlich mit Beiträgen, die sich kritisch mit einem reaktionären, in welt- und umweltpolitischen Fragen gemeingefährlichen US-Präsidenten auseinandersetzen? Er liefert schließlich genügend Steilvorlagen für kritische Kommentare – dass dabei auch irgendeine Gesinnung dahinter steht, lässt sich wohl schlecht vermeiden.
      Und wo liegt Ihr Problem, wenn “Anti rächts” Stellung bezogen wird? Stehen Sie denn selbst so weit “rächts außen”, dass Ihnen billiges Polemisieren und Verallgemeinern näher liegt als eine mit Augenmaß geführte, demokratische Auseinandersetzung über die Problem unserer Zeit?
      Dies soll übrigens keine Rechtfertigung für Relotius sein. In meinen Augen spricht sein Vorgehen für einen selbstverliebten Egozentriker, der sein eigenes Vorankommen als Journalist weit über das Berufsethos gestellt und somit der gesamten Branche geschadet hat. Dafür sollte er aus journalistischer Sicht wirklich keine Gnade bekommen und lieber in den Bereich der Prosa hinüberwechseln, der ihm ohnehin besser liegt.

      1. Sehr geehrter Schwabenpfeil – oder darf ich sagen, Herr Winterbauer von der Meedia-Redaktion?
        Ich kann es einerseits ja verstehen, dass Sie als Mitglied des Mediendienstes MEEDIA die gesamte Journaille vor vermeintlich unsachlicher Kritik wie die von “Felix” in Schutz nehmen wollen. Aber müssen Sie gleich so übertreiben und von „Augenmaß in der demokratischen Auseinandersetzung über die Probleme unserer Zeit“ schwadronieren? Glauben Sie das wirklich? Zumal der ehemalige SPIEGEL- Chefredakteur Brinkbäumer der MEEDIA abgesprochen hat, überhaupt ein „Mediendienst“ zu sein). Also so viel ich weiß, “Freunde” sind das alles nicht von Ihnen.
        Oder wollen Sie, Herr Winterbauer, allen Ernstes behaupten, dass die konstante Polemik von gefühlt 95 Prozent der Medien (angeführt von den ÖR über Spiegel, Stern, Zeit bis hin zum letzten Käseblatt), zu weltpolitischen Phänomenen wie Trump, den neuen Konservatismus in Deutschland und Europa, die Flüchtlingsproblematik, den angeblich menschengemachten Klimawandel etc., noch etwas mit Objektivität zu tun hat? Das ist doch einseitiger Gesinnungsjournalismus reinsten Wassers, nichts anders. Und dieses Gefasel von „Haltung“ kann ich schon gar nicht mehr hören.
        Ich will Ihnen mal was sagen, lieber Herr Winterbauer: Ihre Haltung und die von 95 Prozent der Journaille kann mir gestohlen bleiben. Ich will endlich „wissen, was ist“. Dafür (!) bezahle ich im Monat 17,50 Euro Zwangsgebühren. Die Propagandablätter des Rot-Grünen Zeitgeistes kriegen sowieso keinen Cent mehr von mir. Keinen Cent. Mal sehen, wie lange die „reichen“ Verlage das noch mit machen. Obwohl: Frau Merkel hat ja über Ihren Adlatus Altmeier verlautbaren lassen, dass man „an ihrer Seite stehe“. Schön für die Systempresse. Demnächst dann staatlich finanzierte Zeitungen. Hoch lebe der Pluralismus.
        Nein. Ich habe es satt, satt, satt ständig und überall von dem größten Teil der Medien veräppelt und belogen zu werden. Deren intellektueller Standesdünkel ist mir zuwider.
        So – und jetzt noch ein Satz zu der Causa Relotius. Wie gesagt habe ich für Pamphlete wie den SPIEGEL seit Jahren keinen Cent mehr übrig. Kannte den Mann überhaupt nicht. Aber da nach meiner Wahrnehmung der SPIEGEL sowieso nur noch eine reine links-grüne Propagandamaschine ist, können die schreiben was sie wollen. Sowieso alles krumm.

    2. ‚kritische Menschen‘, das ist jetzt wirklich zum schlapplachen ….

      Ist es natürlich nicht – wenn da, wo dieser Kommentar herkommt, tatsächlich kritische Menschen zu finden wären, dann wäre der blaubraune Spuk längst vorbei. Solange aber der Horizont dort noch unterhalb dessen liegt, was ehedem in sog. K-Gruppen als ‚Fakten’ verkauft wurde, gibt es wenig Hoffnung ….

      1. Blabläblub. Immer derselbe Müll. Lest ruhig weiter den Spiegel und erfreut Euch an Eurer Gesinnung, bis der Laden hier allen um die Ohren fliegt. Aber heult dann nicht herum!

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