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Digitaler Komplett-Umbau: RTL.de wird zum Lifestyle-Portal ausgebaut und RTL Next eingestellt

Unter dem RTL-interactive-Chef Jan Wachtel ist der Umbau von RTL.de zum General-Interest-Portal geplant
Unter dem RTL-interactive-Chef Jan Wachtel ist der Umbau von RTL.de zum General-Interest-Portal geplant

Umstrukturierung bei den Online-Angeboten des Kölner TV-Senders RTL: Noch in diesem Jahr könnte die Mediengruppe die Webseite RTL.de zu einem ernstzunehmenden Nachrichtenangebot ausbauen, berichtet der Spiegel. Der Sender plane einen Komplettumbau und will Lifestyle-Themen in den Vordergrund stellen. Der Umbau bedeutet auch das Aus der Marke RTL Next.

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Mit dem neuen Nachrichtenportal, das über bisherige Showthemen hinaus gehen dürfte, würde RTL Klatschportalen und insbesondere den Unterhaltungsangeboten von Bild.de Konkurrenz machen. Wie die Medienjournalistin Ulrike Simon im Spiegel berichtet (Paid), könnte der Relaunch bereits in den nächsten Tagen anstehen. Auf Nachfrage wollte sich ein Sprecher der Mediengruppe RTL nicht an den Spekulationen beteiligen. Nur so viel: “Wir starten wenn das Angebot fertig ist.”

Bislang teasert RTL.de insbesondere Showhighlights der nächsten Tage an und stellt nach der Ausstrahlung weitere Inhalte zu bestimmten Serien zur Verfügung. Der Umbau zum Nachrichtenportal aber soll umfassend sein: Die Zahl der Redakteure sei laut Spiegel im “hoch zweistelligen” Bereich. Der Sprecher nennt diese Zahl “falsch” und verweist darauf, dass insgesamt 700 Journalisten in der Mediengruppe arbeiten.

Verantwortlich für das neue Nachrichtenportal ist der ehemalige Springer-Mann Jan Wachtel. Geleitet werde die Redaktion von Jan Rudolph und Vizechefin Angela Lang. Auch Rudolph war bei der Bild, Lang kommt vom hauseigenen Mittagsmagazin “Punkt 12”.

RTL Next wird integriert
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Der Ausbau von RTL.de zum Nachrichtenportal macht nicht nur der Bild Konkurrenz, wo Shows wie “Dschungelcamp”, “Bachelor” oder “Let’s Dance” als zuverlässige Lieferanten für Klatschgeschichten dienten. Auch die hauseigene Videoplattform RTL Next, die vor drei Jahren gestartet ist, wird künftig als Marke nicht mehr existieren, bestätigt der Sprecher gegenüber MEEDIA: “Wir bündeln alle Inhalte – so auch die von RTL  Next – in einem General Interest Angebot und das wird RTL.de heißen”. RTL Next bietet neben dem TV-Programm redaktionelle Videos On-Demand an.

Das neue RTL.de dient letztlich auch als Sprungbrett für die Mitte der Woche umstrukturierte Videoplattform TV Now. Der Plan ist, über redaktionelle Beiträge die Nutzer zu TV Now zu locken. Seit Mittwoch positioniert RTL den Dienst als veritable Streamingplattform, die nach einem kostenlosen Probemonat in der Premiumversion  monatlich 4,99 Euro kosten wird.

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