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Nicht nur iPhone-Schwäche: Analysten werden auch wegen Apples Servicesparte nervös

Apple Pay ist endlich in Deutschland angekommen – doch die Bedeutung in Apples Servicesparte ist gering
Apple Pay ist endlich in Deutschland angekommen – doch die Bedeutung in Apples Servicesparte ist gering © Apple

Im Moment kommt für Apple alles zusammen: Die neuen iPhone-Modelle verkaufen sich nicht wie erhofft, der Handelsstreit zwischen den USA und China hängt wie ein Damoklesschwert über dem Kultkonzern aus Cupertino, und der Verkauf von älteren iPhones wurde im Reich der Mitte gar verbannt. Als Wachstumstreiber für das nächste Jahrzehnt pries Apple-Chef Tim Cook immer wieder die Servicesparte an, doch die australische Bank Macquarie bremst die Euphorie.

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Die Gegenreaktion fällt bescheiden aus. Nach dem Absturz aus dem Börsenhimmel, bei dem Apple in der Spitze 330 Milliarden Dollar an Wert vernichtete, kann die angeschlagene Aktie des Tech-Pioniers auch im freundlichen Marktumfeld nur wenig an Boden gutmachen und notiert weiter unter 170 Dollar.

Der Grund: Die Analystenskepsis über die neuen iPhone-Modelle will einfach nicht abebben – von neuen Absatzsorgen in China nach der Verbannung älterer iPhones einmal abgesehen.

Apples Servicesparte verlangsamt Umsatzwachstum deutlich

Das Argument, das Apple-Chef Tim Cook bei Analystenkonferenzen gebetsmühlenartig allen Nachfragen zum Ende des iPhone-Wachstums entgegenhält, ist das Potenzial der Servicesparte, die seit Jahren zweistellige Zuwächse verbucht hat. Im jüngsten Quartal konnte die Service-Unit, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und des vor dreieinhalb Jahren gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt, erstmals die 10 Milliarden-Umsatzmarke knacken.

Allein: Die Sparte, die die Internetdienste bündelt, wird auf absehbare Zeit einen Einbruch der iPhone-Absätze kaum abfedern können, da sie aktuell nicht einmal für ein Sechstel der gesamten Konzernumsätze verantwortlich ist. Und mehr noch: Das Wachstum ebbt bereits merklich ab. Binnen eines Quartals gingen die Umsatzzuwächse von 31 auf 17 Prozent zurück.

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“Gerade jetzt, da sich Anleger auf die Servicesparte konzentrieren, rechnen wir mit einer Verlangsamung”

Entsprechend zweifeln die Analysten der australischen Großbank Macquarie an, wie lange der Bereich ‘Services’ eigentlich noch zweistellig wachsen kann. Wie Analyst Benjamin Schachter in einer neuen Kurzstudie prognostiziert, die dem Blog AppleInsider vorliegt, würden ausgerechnet die drei wichtigsten Bereiche in der Servicesparte –  der App Store, Apple Care und das Lizenzierungsgeschäft (etwa Googles Milliardenzahlung für die bevorzugte Suche auf iPhones) – deutlich ihr Umsatzwachstum verlangsamen.

Die dynamischer wachsenden Servicebereiche Apple Music, iCloud, and Apple Pay wären dagegen nicht groß und margenstark genug, um den Trend auszugleichen, so Schachter. “Gerade jetzt, da sich Anleger auf die Servicesparte konzentrieren, rechnen wir mit einer Verlangsamung”, dämpft  Macquarie die Erwartungen. Die Konsequenz: Die australische Großbank stuft Apples Kursziel deutlich von 222 auf 188 Dollar herunter.

 

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