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Lead Awards: Bild am Sonntag-Macherin Marion Horn holt Zeitungs-Gold vor SZ-Chefs und Giovanni di Lorenzo

Markus Peichl hat die einst elitären Lead Awards geöffnet und u.a. um die Kategorie “Magazin Popular” erweitert
Markus Peichl hat die einst elitären Lead Awards geöffnet und u.a. um die Kategorie "Magazin Popular" erweitert

Nach einjähriger Pause wurden am Dienstag in Hamburg wieder die Lead Awards verliehen. Die Gewinner: Christoph Amend, Chefredakteur des Zeit Magazin, der als bester Blattmacher im Bereich Magazin Debatte gekürt wurde – und Brigitte Huber, Chefin der Brigitte-Gruppe, die Gold in der Kategorie Magazin Lifestyle erhielt. Auch Bunte-Chef Robert Pölzer (Magazin Popular) und Bams-Chefin Marion Horn (Zeitung überregional) wurden von der Jury mit Gold bedacht.

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Erstmals im neuen Gewand wurden in diesem Jahr die Lead Awards verliehen. Künftig stehen die Köpfe und Macher der Magazin, Zeitungs- und Online-Medien im Vordergrund. Medienpreis-Organisator Markus Peichl will damit im Zuge von Fake-News-Debatten und Manipulationsversuchen ein Zeichen setzen, um die freie und unabhängige Presse zu unterstützen. „In Zeiten, in denen Journalisten und Blattmacher angegriffen werden, in denen ihre Rolle in Frage gestellt und ihre Lauterkeit angezweifelt wird, halten wir es nur für logisch, sie als Personen in den Vordergrund zu rücken, sie persönlich auszuzeichnen und ihnen damit persönlich für ihre Leistung und Beharrlichkeit zu danken,“ betonte er anlässlich der Verleihung. Die Lead Awards fielen im vergangenen Jahr aus, weil Peichl nicht genügend Sponsoren fand.

Von Magazin bis zur Regionalzeitung – die Lead Awards haben die besten Blattmacher gewählt. Gewinner in der Kategorie „Magazin Debatte“ ist Christoph Amend, Chefredakteur des Zeit Magazins. Zur Begründung führt die Jury aus, dass kein Magazin „die äußere und innere Verfasstheit der Welt gekonnter“ darstelle als das Zeit-Magazin. Zweite wurden Rainer Schmidt und Claudius Seidl, Redaktionsleiter der Frankfurter Allgemeine Quarterly. „FAQ – ein Magazin, das unseren Geist auf die Probe stellt und belebt“, lautet die Begründung der Jury. Ausgezeichnet mit Bronze wurde hier auch der scheidende stern-Chefredakteur Christian Krug als Stern Crime-Herausgeber sowie Stern Crime-Chef Giuseppe di Grazia. „Crime macht vor, wie zeitgemäßer Journalismus geht: Spannende, packende Reportagen. Minutiöse, seriöse Recherche. Keine Über- und keine Untertreibung. Keine Angst vorm Abgrund oder vor der Überhöhung. In der breiten Nische steckt die Kraft.“

Große Gewinnerin im Bereich „Magazin Lifestyle“ ist Brigitte Huber. Die Chefredakteurin des Frauenmagazins Brigitte wurde hier mit Gold ausgezeichnet. Als Grund führt die Jury ihre diversen Zeitschriften-Innovationen an – unter anderem Barbara um die TV-Moderatorin Barbara Schöneberger. „Keiner wollte glauben, dass das Blatt ein Erfolg wird – aber es wurde es. Und was für einer. Originell, eigenständig, unverwechselbar. Schönebergers Unbekümmertheit, Hubers Kreativität – das macht Barbara so authentisch, so glaubwürdig, so erfolgreich“, so das Jury-Urteil. Silber in der Kategorie erhielt Christian Boros, Herausgeber Die Dame und Bronze Sinja Schütte, Chefredakteurin der G+J-Magazine Flow, Living at Home und Hygge.

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In der Sparte „Magazin Popular“ macht Bunte-Chef Robert Pölzer das Rennen. Er erhielt Gold, weil er „unbekümmert, lustvoll, mit handwerklicher Verve“ die Bunte leite. Mit diesem Stil habe er es geschafft, die Über-Chefredakteurin Patricia Riekel zu beerben. Silber in der Kategorie wurde Uwe Bokelmann, Chefredakteur von TV Movie, TV 14, TV Hören und Sehen, Happinez und Einfach sein, zugesprochen. Bronze erhielt Sabine Ingwersen, Chefredakteurin Tina, Bella, Laura, Alles für die Frau und Meins. Im Bereich Zeitung überregional machte die Bild am Sonntag-Chefredakteurin Marion Horn das Rennen und wurde mit Gold ausgezeichnet – vor den Süddeutsche Zeitung-Chefredakteuren Kurt Kister und Wolfgang Krach (Silber) und Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (Bronze). Zur Begründung hieß es: Horn habe „einen neuen Ton in den Boulevard gebracht und aus der Bams eine relevante, ernstzunehmende Zeitung gemacht“.

Gewinner in der Kategorie „Zeitung regional“ wurden Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt, beides Chefredakteure beim Tagesspiegel. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass beide Chefs „die Mittel des Blattmachens voll ausschöpfen, Aufmerksamkeit schaffen, den Ton angeben“. Silber erhielt Torsten Kleditzsch, Chefredakteur Freie Presse Chemnitz, Bronze bekamen Michael Bröcker, Chefredakteur Rheinische Post, sowie Lars Haider, Chefredakteur Hamburger Abendblatt. Als besonders innovative Blattmacher wurde Ricarda Messner, Publisher der Zeitschriften Flaneur und Sofa mit Gold ausgezeichnet. Götz Offergeld, Verleger von Numéro Berlin, Numéro Homme, Fräulein und Intersection, ist zweitbester in der Kategorie, gefolgt von Oliver Gehrs, Publisher von Dummy. Gesponsert wurden die Lead Awards unter anderem vom Sportwagenhersteller Porsche sowie den Verlagen Gruner + Jahr und den Spiegel.

Wichtiger Digitalmacher 2018 ist Zeit Online-Chef Jochen Wegner. “Digitale Kommunikation nicht als Fluch, sondern als Segen begreifen, und sie in allen ihren Möglichkeiten und Facetten durchdeklinieren” – das zeichne den Zeit Online mit seinem Portal aus, so die Jury. Zweitbester Digitalmacher ist Upday-Chefredakteur Jan-Eric Peters, Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert, Geschäftsführerinnen Edition F, erhielten Bronze.

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