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“Geben Verantwortung nicht aus der Hand”: Spiegel weist Spekulation über “Supervermarkter” Ad Alliance zurück

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Das Werbebündnis des Medienkonzerns Bertelsmann will ab 2019 Inventar von der RTL Group, Gruner + Jahr und vom Spiegel im eigenen Namen verkaufen. Dadurch tritt die Ad Alliance als Verhandlungspartner gegenüber RTL-Vermarkter IP Deutschland, Gruner + Jahr Ems sowie Spiegel Media in den Vordergrund. Sprecher von G+J wie dem Spiegel heben zugleich die Eigenständigkeit der eigenen Vermarktung hervor.

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Mit dem Modell stärkt Bertelsmann die Ad Alliance, deren Name in der Vermarktungsbranche bekannter werden soll. Gesteuert wird die Ad Alliance GmbH in Köln von Matthias Dang, Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland.

Das nährt in der Vermarkterbranche Spekulationen, wonach der neue RTL Deutschland-Chef Bernd Reichart eine Art Supervermarkter schmieden will. Er könnte mit reichweitenstarken Kampagnen bei TV, Print bis zu Webportalen größere Werbepakete festzuzurren. Käme es dazu, würde die Ad Alliance ein großes Gegengewicht zu Vermarktern wie dem Funke/Springer-Konstrukt Media Impact bilden, die vor allem unter der fehlenden Anbindung an große TV-Marken leiden.

Spiegel-Vermarktungschef Andre Pätzold betont jedoch die Eigenständigkeit von Spiegel Media. „Die Verantwortung für unsere Vermarktung geben wir nicht aus der Hand, sie bleibt beim Spiegel.“ Er zeigt sich zudem mit Vermarktungsergebnis der Ad Alliance im ersten Jahr der Zusammenarbeit sehr zufrieden. „Unter dem Dach der Ad Alliance stärken wir bei Kunden und Agenturen die Relevanz unsere Medienmarken, die in ihren jeweiligen Segmenten und Zielgruppen führend im deutschen Markt sind. Dies macht auch die Allianz insgesamt stärker. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Herausforderungen durch die massive Umwälzung in der Media-Landschaft nur durch starke Partnerschaften und Allianzen zu meistern sind – auch die Herausforderungen, die wir im Rahmen der DSGVO erwarten“, so Pätzold.

Angesichts der zunehmenden Dominanz amerikanischer Konzerne wie Google, Facebook & Co. sei die Zusammenarbeit in Ad Alliance sinnvoll. Pätzold dazu: „Die Zeiten des Silo-Denkens sind vorbei. Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Ad Alliance gelingt, ohne die Unabhängigkeit von Spiegel Media in Frage zu stellen.“

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Auch Gruner + Jahr sieht durch den Ausbau der Marke Ad Alliance den eigenen Vermarkter nicht im Hintertreffen: „Die Marke Ems wird nicht geschwächt, ganz im Gegentei – ebenso wenig übrigens die anderen Marken. Die Ad Alliance ist unser starkes Bündnis über die Gattungen hinweg. Wenn wir nun noch kraftvoller auf den Markt treten, ist das für alle Beteiligten gut“, betont ein G+J-Sprecher gegenüber MEEDIA. IP Deutschland hatte zudem Spekulationen zurückgewiesen, wonach Mitarbeiter der jeweiligen Vermarkter in der Ad Alliance GmbH verlagert werden sollen.

 

Update, 08.12.18: Der Artikel wurde aktualisiert. Der Tenor der zunächst veröffentlichten Fassung unter der Überschrift “Wirbel um Ad Alliance: Spiegel-Verlag will eigenen Vermarkter nicht nach Köln outsourcen” entsprach nicht der Quellen-Lage: Alle Beteiligten dementieren derartige Pläne und Überlegungen. Die Redaktion bedauert dadurch entstandene Missverständnisse und entschuldigt sich für den Fehler.

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