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Ad Alliance vor Umbau: Werbebündnis drängt Vermarkter G+J Ems und Spiegel Media in den Hintergrund

Umbau bei der Ad Alliance: G+J Ems-Chef Frank Vogel (l.) und IP-Deutschland-Chef Matthias Dang
Umbau bei der Ad Alliance: G+J Ems-Chef Frank Vogel (l.) und IP-Deutschland-Chef Matthias Dang

Neuausrichtung beim Werbebündnis Ad Alliance: Der gemeinsame Vermarkter der RTL-Tochter IP Deutschland, G+J eMS und der Spiegel-Gruppe, stellt auf ein Kommissionsmodell um. Damit treten die am Bündnis beteiligten Vermarkter stärker in den Hintergrund, um die Marke Ad Alliance zu stärken. Mitarbeiter von G+J befürchten, dass die beiden Vermarkter G+J Ems und Spiegel Media in der Ad Alliance aufgehen und Mitarbeiter nach Köln verlagert werden.

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Vor zwei Jahren rückte Bertelsmann seine Fernsehtochter RTL Group und das Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr enger zusammen – zumindest in der Vermarktung. Dazu schmiedete der Gütersloher Medienkonzern ein einzigartiges Werbebündnis. Der Name: Ad Alliance. Seither vermarktet die in Köln ansässige Ad Alliance GmbH ein reichhaltiges Medienportfolio – unter anderem die Fernsehsender RTL, Vox und n-tv, die Zeitschriften stern, Brigitte und Gala sowie die digitalen Angebote. Damit wollen IP-Deutschland-Chef Matthias Dang und G+J Ems-Chef Frank Vogel die Nachfrage von Werbetreibenden nach gattungsübergreifenden Vermarktungsangeboten stillen.

Nun soll das Werbebündnis neu ausgerichtet werden. Grund: Bislang bestand zwischen den Ad Alliance-Vermarktern – also der RTL-Tochter IP Deutschland, G+J Ems, säartclip sowie der Spiegel-Gruppe – ein zweijähriger Rahmenvertrag. Er regelte, dass die Ad Alliance GmbH Rechnungen im Namen der jeweiligen Vermarktungspartner ausstellte. Doch damit ist jetzt Schluss. Ab dem nächsten Jahr schließt die Ad Alliance GmbH im eigenen Namen und auf fremde Rechnung für die gemeinsamen Vermarktungsdeals im eigenen Namen ab. Das hat die Ad Alliance ihren Marktpartnern mitgeteilt.
Damit blieben die Werbeumsätze der jeweiligen Vermarkter zunächst bei der Ad Alliance GmbH in Köln hängen und werden anschließend über ein neues Kommissionsmodell an die jeweiligen Vermarkter – je nach Vertrag – verteilt. „Die Ad Alliance beauftragt die Kommittenten damit, die Marktbearbeitung für sie zu übernehmen, deshalb hat die Ad Alliance auch keine eigenen Strukturen“, erklärt eine IP-Sprecherin gegenüber MEEDIA. Dies sei eine „Weiterentwicklung des bisherigen Modells“.

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Mit der Umstellung auf das Komissionsmodell ab 2019 ist die Ad Alliance künftig alleiniger Ansprechpartner bei Mediaagenturen und Werbetreibenden. Sie verhandelt nicht nur die Werbedeals direkt mit den Werbetreibenden, sondern regelt jetzt auch die Rechnungsabwicklung. Dadurch treten aber die jeweiligen Vermarkter wie G+J Ems und Spiegel Media mehr in den Hintergrund. Grund: Mit dem neuen Modell will Bertelsmann das Werbebündnisses bekannter machen und gegenüber Agenturen stärker als einheitlicher Verhandlungspartner auftreten. „Im Dienstleistungsmodell hat die Ad Alliance zwar verhandelt, Vertragspartner für die einzelnen Bestandteile der Vereinbarung waren aber weiterhin die Vermarkter IP Deutschland, G+J Ems, smartclip und Spiegel Media, weil Ad Alliance die Verträge nur im fremden Namen und auf fremde Rechnung geschlossen hat. Im Kommissionsmodell ändert sich das: Ad Alliance schließt ab dem 1. Januar 2019 Verträge im eigenen Namen und auf fremde Rechnung. Dass heißt: Ad Alliance ist auch für die Erfüllung Ansprechpartner (auch wenn die Leistung von den Vermarktern erbracht wird). “Wir erreichen so, dass Werbekunden und Agenturen nur noch mit einer „Marke“, nämlich Ad Alliance, kommunizieren“, betont eine Sprecherin.

Unterdessen wird in G+J-Kreisen befürchtet, dass Mitarbeiter der jeweiligen Vermarkter nach Köln in die Ad Alliance GmbH verlagert werden können. Doch das weist eine IP-Deutschland-Sprecherin zurück. Auch Gerüchte, wonach sich die jeweiligen Vermarkter – also G+J Ems oder der Spiegel-Verlag – in einem späteren Schritt in der Ad Alliance GmbH eingehen, weist eine IP-Deutschland-Sprecherin zurück. Dies sei nicht geplant, heißt es. IP Deutschland, so die Sprecherin, bleibe unverändert alleiniger Gesellschafter der Ad Alliance. Auch der Spiegel weist die Spekulationen über Personalverlagerungen zurück: “Mit unseren Partnern der AdAlliance sind wir fortlaufend im Gespräch darüber, wie wir unsere Kooperation unter dem Dach der Allianz auch zukünftig bestmöglich gestalten. Die für 2019 geplante Umstellung in der Angebotserstellung wird nicht bedeuten, dass Mitarbeiter von Spiegel Media in die Ad Alliance wechseln. Auch Gespräche über eine Beteiligung stehen nicht auf der Tagesordnung”, erklärt eine Spiegel-Sprecherin.

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