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“Neun oder zehn Chefs” unter der Chefredaktion: So will Steffen Klusmann die neue Spiegel-Führung aufstellen

Die neue Spiegel-Chefredaktion: Ullrich Fichtner, Steffen Klusmann (Vorsitz), Barbara Hans,  (vl)
Die neue Spiegel-Chefredaktion: Ullrich Fichtner, Steffen Klusmann (Vorsitz), Barbara Hans, (vl)

Die Pläne für den Umbau beim Spiegel stehen – zumindest auf dem Papier. Steffen Klusmann, der designierte “Vorsitzende der Chefredaktion”, und sein Team haben offenbar die Struktur in der oberen Führungsriege definiert. Das berichtet Horizont. Diese neue Aufstellung soll das historische Vorhaben des Spiegels erleichtern, die Print- und die Online-Redaktion des Hauses zusammenzuführen.

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Wie Horizont berichtet, wird der Spiegel unterhalb des neuen Führungstrios – neben Steffen Klusmann besteht dies aus Barbara Hans und Ulrich Fichtner – keine stellvertretenden Chefredakteur mehr installieren, sondern etwa fünf ressortübergreifende Funktionsbereiche einsetzen. Insgesamt “neun oder zehn Chefs” werden berufen: Laut dem Bericht sind darunter vier Blattmacher (zwei für Print, zwei für Online), ein Nachrichtenchef, ein Art Director, ein oder zwei Produkt- und Formatentwickler sowie zwei redaktionelle “Change-Manager”. Die Positionen könnten zum Teil mit bisherigen Ressortleitern besetzt werden, deren Zahl sich durch die Fusion womöglich verkleinern wird. Zum Teil seien Stellen aber auch ausgeschrieben.

Unter der neuen zweiten Führungsebene stünden dann die gemeinsamen Ressortleitungen für Print und Online. Den Anfang machen die Ressorts Wirtschaft, Kultur und Sport im Blatt und Online. Sie sollen bereits im Dezember, also vor offiziellem Start der neuen Chefredaktion, zusammengeführt werden.

Onliner kommen über Gemeinschaftsbetrieb in Verlag

Doch das ist nicht alles. Verschmelzen die Print- und Online-Redaktionen, steht noch ein weiteres schwieriges Thema auf der Agenda: die Aufnahme der Onliner in den Kreis der Stillen Gesellschafter der Mitarbeiter KG. Bislang war dies nur Mitarbeitern des Spiegel-Verlags vorbehalten. Die Online-Redakteure sollen in den nächsten Jahren über einen Gemeinschaftsbetrieb von Spiegel und SpOn in den Verlag kommen. Dort sollen sie zu gleichen Konditionen wie ihre Printkollegen arbeiten und an der KG – und damit am Erfolg des Unternehmens – beteiligt werden.

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Die Eingliederung der Onliner könnte jedoch vier bis sechs Jahre in Anspruch nehmen – auch, um die Etats nicht zu sprengen. Jährlich könnten rund 30 bis 40 Kollegen im Verlag aufgenommen werden, wenn bisherige KG-Mitglieder in den Ruhestand gehen. Wie MEEDIA bereits berichtete, ist unklar, welche Spiegel Onliner als erstes zum stillen Gesellschafter aufsteigen.

Die KG ist mit 50,5 Prozent Mehrheitsgesellschafter des Spiegel. Ihre Spitze wird im Frühjahr wieder neu gewählt. Zwei der fünf bisherigen KG-Chefs sollen sich nach Horizont-Informationen nicht mehr der Wiederwahl stellen. Die Wahl könnte so auch eine Wahl über den Kurs des Hauses bei der Fusion sein.

Ebenfalls ein Thema ist der Umbau des für den Spiegel so wichtigen Hauptstadtbüros: Nach Informationen von MEEDIA plant die Chefredaktion, nahezu die komplette Führungsmannschaft dort auszutauschen. So sollen Sebastian Fischer und Philipp Wittrock, beide seit August vergangenen Jahres Ressortleiter Online, in eine gleichberechtigte Führungsmannschaft mit den Spiegel-Reportern Melanie Amann und Martin Knobbe berufen werden. Dem übergeordnet werden soll ein neuer Büroleiter in Person von Dirk Kurbjuweit.

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Alle Kommentare

  1. Die neue Spiegel Führung sollte schonmal mit 20%+ Umsatzrückgang pro Jahr kalkulieren und Personalstruktur lieber pro-aktiv anpassen, sonst geht der Laden 2020 noch in die Insolvenz

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