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2 Mio. Google-Suchen, eine halbe Million Wikipedia-Leser, Social-Media-Rekorde: das Medien-Phänomen Jens Büchner

Jens Büchner
Jens Büchner

Der Tod des Reality-TV-Protagonisten Jens Büchner beschäftigt seit dem vergangenen Wochenende die Boulevard-Medien. Der Mann, der ursprünglich durch die Vox-Reihe "Goodbye Deutschland!" bekannt geworden war, lebte sein Leben weitgehend öffentlich, entsprechende Medien setzen diese Berichterstattung nun fort. Zahlen aus Google, Wikipedia und Social Media zeigen, wie sehr Büchner die Massen auch nach seinem Tod bewegt.

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Schon an den Tagen vor Büchners Tod stieg das Interesse an seiner Person deutlich an. Bei Google Trends lag der Suchbegriff “Jens Büchner” am 12. November schon auf Platz 2, als Berichte über seine Erkrankung veröffentlicht wurden. Als am vergangenen Freitagabend (16. November) dann die Todesmeldung kam, vergewisserten sich offenbar Millionen im Netz, ob das auch stimme – und so mancher sicher auch, wer dieser Jens Büchner überhaupt sei. Über eine Million Suchanfragen am Freitag und sogar über 2 Millionen am Samstag registrierte Google Trends aus Deutschland rund um Jens Büchner. Zum Vergleich: Nur zwei weitere Ereignisse erreichten hierzulande in den vergangenen vier Wochen ebenfalls mehr als 2 Millionen Anfragen an einem Tag (abgesehen von zwei Google Doodles, Ereignissen also, die auf der Google-Startseite beworben werden und die daher immer für Millionen Suchanfragen sorgen): die Hessenwahl und die “Black Friday”-Angebote. Nicht das Bundesliga-Topspiel Dortmund-München, nicht die Midterm Elections in den USA und auch nicht der Tod von Stan Lee.

Interessant dabei: Vor allem in den östlichen Bundesländern interessiert Büchner die Massen. Google verzeichnete die meisten Suchanfragen aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen. Ganz am Ende der Liste: Hessen und Bayern. Büchners Auswandern nach Mallorca, seine “Karriere” in vielen TV-Sendungen und als Schlagersänger machte ihn also offenbar vor allem im Osten bekannt. Allzu überraschend ist das nicht, denn Büchner wurde in Sachsen geboren, ist ein Kind der damaligen DDR.

Dass sich viele Menschen, denen Büchner kein Begriff war, erstmal informiert haben, wer das denn sei, lassen die Zugriffe auf seine Wikipedia-Seite vermuten: Über 560.000 waren es im laufenden November. Mehr Zugriffe in nur einem Monat erreichten seit Juli nur zwei andere Personen: Daniel Küblböck und Hans-Georg Maaßen.

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Auch in den sozialen Netzwerken sorgte Büchners Tod für große Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Die Todesmeldung des Boulevardmagazins Promiflash war laut 10000 Flies in den vergangenen sieben Tagen im deutschsprachigen Raum der journalistische Artikel mit den meisten Likes, Reactions, Shares und Kommentaren bei Facebook und Twitter: über 60.000. Angesichts all dieser Zahlen ist es dann auch nicht verwunderlich, dass ein Medium wie Bild täglich nachlegt – mit Details über seine Familie, sein Leben, seine Beerdigung, usw. Man kann das wie das Bildblog es tut als “ein Geschäft” mit dem “öffentlichen Tod” bezeichnen, letztlich ist es aber eben auch die Befriedigung eines riesigen Interesses am Medien-Phänomen Jens Büchner.

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