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Neue Strategie bei C3: Firmenchef Adel Gelbert will Territory-Konkurrenten um Media-Agentur erweitern

Adel Gelbert baut die Content-Marketing-Agentur C3 um
Adel Gelbert baut die Content-Marketing-Agentur C3 um

C3-CEO Adel Gelbert baut überraschend die Führungsstruktur der Content-Marketing-Agentur aus dem Hause Hubert Burda um und trennt sich von langgedienten Top-Managern wie Gregor Vogelsang. Zugleich plant der frühere Fischer-Applet-Manager, die Agentur breiter aufzustellen. Der Geschäftsmann will die Burda-Tochter um eine Media-Agentur zu erweitern.

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Noch stehen die Fotos Gregor Vogelsang, Blundstone Osterberger und Burkhard Tewinkel auf der Webseite des Territory-Konkurrenten C3. Doch die Tage der drei Top-Manager bei der Burda-Tochter sind gezählt. Sie sollen das Unternehmen verlassen. Vor allem der Abgang Vogelsangs ist eine Überraschung. Er war nach der Übernahme der Londoner Agentur Seven vor drei Jahren für C3 in die britische Hauptstadt gewechselt, um damit das internationale Wachstum der Gruppe voranzutreiben – offenbar glücklos. Vogelsang soll dem Vernehmen nach immer mehr Probleme gehabt haben, internationale Kunden anzulocken.

Jetzt übernimmt Christine Beardsell an der Stelle. Die gebürtige New Yorkerin dient Gelbert quasi als Aushängeschild, um das Auslandsgeschäft voranzutreiben. Die Managerin gehört seit Juni zur Führungscrew von Seven C3 in London. Nun steigt sie als Chief Content Officier in die oberste Führungsriege der Agenturgruppe auf. Die CM-Spezialistin werde von der britischen Hauptstadt agieren, sei aber häufig auch in Deutschland unterwegs, heißt es. Beardsell ist in dem Geschäft keine Unbekannte. Sie war bei der angesehenen Agentur Fold 7 unter anderem für die Kampagne “The Danish Way” für den Getränkehersteller Carlsberg zuständig. Zudem arbeitete sie in führenden Positionen bei Firmen wie Newcast UK, VCCP Content und Digitas NYC für Kunden wie Hilton und American Express.

Die neue Führungsstruktur ist aber nur ein Teil ein größeren Umbaus, den Agenturchef Gilbert offenbar anstrebt. Er will das Unternehmen breiter aufstellen und die bislang auf Content Marketing und CP spezialisierte Gruppe im Geschäftsfeld der Media-Agenturen positionieren. Dazu sucht der frühere Fischer-Appelt-Manager den Schulterschluss mit Partnern: „Wir prüfen beide Optionen und schauen, was schneller geht und mehr hilft“, verriet er jüngst im Interview mit Horizont. Der Unternehmenszweig ist für C3 nicht ganz neu. Im Digitalen kauft das Unternehmen bereits Werbeinventar ein. Mit dem Ausbau des Bereichs würde C3 aber dem Hamburger Konkurrenten Territory folgen, der seit langem über eine eigene Media-Agentur verfügt.

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Dass Gelbert nach neuen Geschäftsfeldern Ausschau hält, ist verständlich. Das Unternahmen musste Anfang des Jahres tiefe personelle Einschnitte vornehmen. 50 Stellen fielen dem Rotstift zum Opfer, weil die Auftragslage für klassische Printprodukte – wie Firmenbroschüren – einbrach. Der Grund: Firmenkunden setzten immer stärker auf digitale Kampagnen, da sie über Tracking ihre Zielgruppen besser aussteuern können. C3 ist aus der Fusion der Agenturen um Lukas Kirchner und Rainer Burkhardt hervorgegangen. An dem Unternehmen ist das Münchener Verlagshaus Hubert Burda mit 85 Prozent beteiligt. Die Agenturgruppe setzt an 12 Standorten mit 700 Mitarbeitern nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro um. Damit liegt C3 deutlich hinter Territory. Der zum Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr zählenden CM/CP-Arm erzielt mit 1000 Mitarbeitern jährlich rund 150 Millionen Euro.

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