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Global Fashion Group: Rocket Internet und Kinnevik bereiten Milliarden-IPO für Anfang 2019 vor

Wollen mit der Global Fashion Group Kasse machen: Cristina Stenbeck und Rocket-Chef Oliver Samwer
Wollen mit der Global Fashion Group Kasse machen: Cristina Stenbeck und Rocket-Chef Oliver Samwer

Es ist ein Wagnis in höchst turbulenten Zeiten: Wie das manager magazin berichtet, sollen Rocket Internet und der schwedische Hauptaktionär Kinnevik einen Börsengang für die Global Fashion Group vorbereiten. Bereits im kommenden März könnte das Mode-Konglomerat an der Börse debütieren – sofern der Gang an die Kapitalmärkte gelingt. In Zeiten des Börsencrashs der FAANG-Aktien stellt sich nämlich die Frage, ob sich das IPO-Zeitfenster nicht inzwischen geschlossen hat.

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Das Timing scheint denkbar schlecht: Die Großwetterlage an den Kapitalmärkten hat sich in den vergangenen zwei Monaten dramatisch eingetrübt. Die sogenannten FAANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google-Mutter Alphabet), Vorreiter aller Internet- und Techwerte, haben zusammengenommen bereits rund eine Billion Dollar an Wert verloren – und damit deutlich mehr als das wertvollste Unternehmen der Welt, Apple, individuell wert ist.

Entsprechend düster sieht die Großwetterlage für Börsendebütanten aus dem Internetsektor aktuell aus. Den Weg an die Kapitalmärkte scheint die Global Fashion Group trotzdem beschreiten zu wollen. Wie das manager magazin heute berichtet, treiben Hauptaktionärin Kinnevik (35 Prozent) und Rocket Internet (20 Prozent) ein IPO  mit aller Macht voran. Schon im nächsten März könnte es so weit sein, berichten mit dem Vorgang vertraute Personen dem Hamburger Wirtschaftsmagazin. 

Die Global Fashion Group wächst kaum noch, schreibt aber Verluste

Und das offenbar zu einer durchaus sportlichen Bewertung: So strebt die Global Fashion Group, zu der die Zalando-Klone Lamoda (Russland), Namshi (Naher Osten), Dafiti (Südamerika), Jabong (Indien) und Zalora (Südostasien) gehören, eine Bewertung von 1,8 bis 2,5 Milliarden Euro an – ein stolzer Aufschlag gegenüber den 1,3 Milliarden Euro, mit denen die Global Fashion Group noch bei Kinnevik geführt wird.

Zwei Tage zuvor hatte der weltweit aktive Modehändler noch sein neustes Zahlenwerk für das abgelaufene dritte Quartal  vorgelegt, das kaum noch Wachstum ausweist. So legten die Erlöse zwischen Anfang Juli und Ende September gerade noch um 3 Prozent auf 264,6 Millionen Euro zu. Unterm Strich bleibt aber weiter ein Minus: So verbuchte die Global Fashion Group im dritten Quartal Verluste in Höhe von 21,3 Millionen Euro.

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Rocket-Beteiligungen enttäuschen an der Börse

Für die Samwer-Brüder wäre ein IPO der Global Fashion Group bereits der sechste Exit einer ihrer Beteiligungen. Neben Zalando (2014) wurden der Essenszusteller Delivery Hero und Kochboxen-Lieferant HelloFresh (2017) sowie in diesem Jahr die Möbelhändler Home24 und Westwing an die Börse gebracht.

Bis auf Zalando und Delivery Hero, deren Aktien zuletzt ebenfalls deutlich an Wert verloren haben, notieren alle börsentierten Samwer-Beteiligungen unter dem Ausgabekurs – Mutterschiff Rocket Internet mit einem Minus von fast 50 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs aus dem Jahr 2014 ganz vorne weg.

 

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